Reservierungspflicht im Zug?

ÖBB kämpft mit Überlastung

(24.05.2022) Wenn du öfters mit dem Zug fährst, ist es dir vielleicht auch schon mal passiert: der Zug ist komplett überfüllt! Immer öfter ist die Auslastung der ÖBB-Züge extrem hoch, vor allem im Fernverkehr. Schon seit längerem empfiehlt die ÖBB deshalb an starken Reisetagen, einen Sitzplatz zu reservieren. Jetzt wird sogar darüber nachgedacht, eine Reservierung zur Pflicht zu machen. Zum „Kurier“ sagt ein Pressesprecher: „Wir schauen uns alle Möglichkeiten an“.

Kein Kapazitätenproblem

Welche Maßnahmen jetzt wirklich umgesetzt werden, soll in den nächsten Wochen entschieden werden. Neben einer Reservierungspflicht schaut sich die ÖBB zum Beispiel auch Möglichkeiten an, wie man Kurzstreckenreisende von Fernzügen wegbringt. Das soll wieder mehr Kapazitäten für Fernreisende schaffen. Was die ÖBB auf jeden Fall ausbauen will, ist die Information darüber, wie die Züge ausgelastet sind. Mit dieser Info soll man dann auch leichter Alternativzüge anbieten können. „Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass es mehr ein Lenkungsthema als ein Kapazitätsthema ist“, sagt der Sprecher dazu.

Grundsätzlich meint die ÖBB, dass es genügend Kapazitäten geben sollte. Aber besonders wegen des Abschwächens der Coronapandemie, der hohen Spritpreise und des Klimatickets sind die Zugreisenden wieder stark angestiegen. Besonders im grenzüberschreitenden Fernverkehr gibt es eine starke Nachfrage, sagt die ÖBB zur APA.

Extrazüge für Reisewochenenden

Für starke Reisewochenenden will die ÖBB trotzdem Extrazüge anbieten. Dadurch sollen zum Beispiel zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Fronleichnam 10.000 zusätzliche Sitzplätze verfügbar werden. Mehr ist aber aus Kostengründen nicht drinnen, meint der Sprecher zu „Kurier“.

(MR)

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