Krieg in der Ukraine!

+++Alle Infos hier+++

(18.03.2022) (Update 18:05)

USA wollen hundert russische Jets stilllegen

Die USA wollen im Rahmen der Sanktionen gegen Russland 100 Flugzeuge noch am Freitag vom internationalen Flugverkehr ausschließen. Reuters konnte eine Liste mit 99 Maschinen des US-Herstellers Boeing sowie mit der Gulfstream G650 des Oligarchen Roman Abramowitsch einsehen, gegen die das US-Wirtschaftsministerium vorgehen will. Es geht davon aus, dass mit den Flugzeugen US-Exportkontrollen umgangen wurden.

(Update 17:50)

Litauen für neue Verteidigungsstrategie für NATO-Ostflanke

Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis hat in Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine eine neue Strategie zum Schutz des östlichen NATO-Bündnisgebietes gefordert. "Die gesamte Verteidigung der Ostflanke muss strategisch neu geschrieben werden", sagte er der Agentur BNS zufolge am Freitag in Vilnius. "Wir hoffen auf eine schnelle Lösung."

(Update 17:40)

Kosovo befürchtet Ausweitung des Krieges

Der kosovarische Regierungschef Albin Kurti hat sich am Freitag bei einem Besuch von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) besorgt gezeigt, dass Russland den Krieg in der Ukraine intensivieren und ausweiten wird auf andere Länder. Der russische Präsident Wladimir "Putin will die Situation ausnützen, um seine Hegemonie auszuweiten." Hier sei der Westbalkan gefährdet. Eine Eskalation des Konflikts mit der serbischen Minderheit im Nordkosovo befürchtet Kurti aber nicht.

(Update 17:30)

Twitter sperrt russischen Vize-UNO-Botschafter

Twitter hat nach Angaben des stellvertretenden russischen UNO-Botschafters dessen Konto wegen missbräuchlicher Benutzung im Zuge des Ukraine-Krieges gesperrt. "Das ist sehr bedauerlich, und dies verdeutlicht, wie sehr alternative Sichtweisen und freie Presse und Informationsfreiheit von Twitter und in diesem Land (den USA) geschätzt werden", sagte Dmitri Poljanski am Freitag in New York. Er kündigte an, ein Konto bei dem Dienst Telegram zu eröffnen.

(Update 17:20)

Moskau: Annäherung in NATO-Frage und Neutralität

Bei den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew über ein Ende der Kämpfe soll es Fortschritte gegeben haben. Russlands Verhandlungsführer Wladimir Medinski erklärte, in der Frage einer Neutralität und eines Verzichts der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft habe man sich am meisten angenähert. Geredet werde über Nuancen bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine, sollte diese nicht NATO-Mitglied werden. Bei der von Russland geforderten Entmilitarisierung sei man auf halbem Weg.

(Update 17:00)

Italien nimmt russische Antiviren-Software ins Visier

Die italienische Datenaufsichtsbehörde untersucht mögliche Risiken für die Privatsphäre im Zusammenhang mit der Verwendung einer russischen Antivirensoftware. Die italienische Regierung will die Verwendung des von der russischen Firma Kaspersky Lab entwickelten Anti-Virus-Programms im öffentlichen Sektor einschränken, da sie befürchtet, dass Moskau die Programme kapern könnte, um wichtige Websites zu hacken, heißt es in Rom.

(Update 16:50)

Italien beschlagnahmt Mordaschows Immobilien auf Sardinien

Der russische TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow verliert seine Luxusanwesen auf Sardinien. Die italienische Polizei konfiszierte im Einklang mit den jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland einen Immobilienkomplex nahe der Hafenstadt Olbia im Wert von 105 Mio. Euro, der im Besitz Mordaschows steht, teilten die Behörden am Freitag mit.

(Update 16:40)

Vorarlberg erwartet am Wochenende 350 weitere Flüchtlinge

Vorarlberg erwartet übers Wochenende eine Verdopplung der zu betreuenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Man werde rund hundert Personen vom Bund übernehmen, bis zu 250 weitere Flüchtlinge sollen über Privatinitiativen in Vorarlberg ankommen. Die erforderlichen Unterkünfte stünden bereit, "wir sind vorbereitet", so der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.

(Update 16:15)

Moskauer Patriarch spricht von großer Einigkeit mit Papst

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. bewertet die Lage in der Ukraine nach eigenen Angaben sehr ähnlich wie Papst Franziskus und der anglikanische Primas Justin Welby. Kyrill I. betonte am Freitag in Moskau vor dem Obersten Kirchenrat, "wie wichtig es ist, dass sich bei meinen persönlichen Video-Kontakten mit dem Papst und dem Erzbischof von Canterbury ein hohes Maß an Einigkeit und Verständnis gezeigt hat".

(Update 15:50)

"Historische Kostenwelle" trifft Lebensmittelhersteller

Die stark gestiegenen Energie- und Agrarrohstoffpreise infolge des Ukraine-Kriegs setzen die heimische Lebensmittelindustrie unter Druck. Es gebe "eine historische Kostenwelle", sagte die Geschäftsführerin des WKÖ-Fachverbands der Lebensmittelindustrie, Katharina Koßdorff, am Freitag in einer Pressekonferenz. Für die heimische Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie war 2021 ein erfolgreiches Exportjahr: Die Ausfuhren stiegen um 9,4 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro.

(Update 15:20)

Staatsfernsehen unterbricht Übertragung von Putin-Rede

Im russischen Staatsfernsehen ist die Übertragung einer Rede von Kremlchef Wladimir Putin am Freitag zwischenzeitlich unterbrochen worden. Erst nach mehreren Minuten wurde die Berichterstattung von dem Auftritt im Moskauer Luschniki-Stadion fortgesetzt - ohne Angabe von Gründen. Putin hatte vor Zehntausenden jubelnden Menschen die "militärische Spezial-Operation" in der Ukraine gelobt. Er betonte, in der Ukraine würden alle Pläne umgesetzt.

(Update 15:05)

Lwiw versucht seine Kunstschätze zu retten

Von der Neptunstatue auf dem Marktplatz von Lwiw ist nur noch der Dreizack zu sehen. Der Rest des steinernen Wassergottes ist mit Schaumstoff und feuerfestem Gewebe umhüllt. Diana, die römische Göttin der Jagd, und der schöne Adonis sind ebenfalls unter Planen verschwunden. Angesichts des näher rückenden Krieges versucht die westukrainische Stadt, ihre vielen Kulturschätze so gut wie möglich vor russischen Angriffen zu schützen.

(Update 14:55)

UNO registriert bisher mindestens 816 zivile Opfer

In der Ukraine sind seit Anfang des Krieges am 24. Februar bis einschließlich Donnerstag mindestens 816 Zivilisten getötet worden. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsrats in Genf wurden zudem bis zum 17. März 1.333 weitere Menschen verletzt. Die meisten Opfer seien wegen schwerem Artillerie- und Raketenbeschuss zu beklagen gewesen. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings weit höher liegen.

(Update 14:20)

EU überweist weiteren Teil von Milliardenhilfe

Die Europäische Union hat die zweite Tranche einer Milliardenhilfe an die Ukraine überwiesen. Wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte, wurden 289 Millionen Euro ausgezahlt. Vergangene Woche wurden bereits 300 Millionen überwiesen. Insgesamt sind 1,2 Milliarden an Notfallkrediten vorgesehen. Die restlichen rund 600 Millionen sollen im Laufe des Jahres folgen.

(Update 13:40)

Bulgarien weist russische Diplomaten aus

Bulgarien weist zehn russische Diplomaten offenbar wegen des Verdachts der Spionage aus. Die Betroffenen würden wegen "Aktivitäten, die nicht im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen stehen", ausgewiesen, hieß es einer Erklärung des bulgarischen Außenministeriums am Freitag. Die russischen Diplomaten müssen das Land innerhalb von 72 Stunden verlassen.

(Update 13:30)

Große Demonstration am Sonntag in Wien geplant

Um nach der russischen Invasion Solidarität mit der Ukraine zu zeigen, ist am Sonntag in Wien eine große Demonstration geplant. Unter dem Motto "Aktuelle Situation in der Ukraine" werden am Sonntagabend rund 10.000 Frauen und Männer in der Innenstadt erwartet. Beginn und Ende der Route ist jeweils am Heldenplatz. Der Autofahrerklub ÖAMTC rechnete am Freitag mit Verkehrsbehinderungen.

(Update 13:20)

Weizenpreis liegt um 25 Prozent höher als vor Kriegsbeginn

Der Ukraine-Krieg hat die Weizenpreise auf ein Rekordhoch schnellen lassen. In den vergangenen Tagen sanken die Preise aber wieder etwas. Die Weizennotierung an der Warenterminbörse Euronext in Paris liegt aber immer noch 25 Prozent über dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg, geht aus einem aktuellen Marktbericht der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

(Update 13:00)

Wasser-Reserven in Mariupol gehen laut UNO zu Ende

Die Vereinten Nationen sind extrem besorgt über die Lage in der umkämpften ukrainischen Stadt Mariupol. Ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) sagte am Freitag in Genf: "Die letzten Reserven an Essen und Wasser gehen zu Ende." Zudem fehlten Versorgungsgüter und Medikamente, was verheerende Konsequenzen haben könne, hieß es vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Immer noch könnten keine Hilfskonvois die Stadt erreichen.

(Update 12:45)

Russland verstärkt Beschuss in der Ukraine

Russland hat seine Offensive in der Ukraine wieder verstärkt. Aus mehreren Städten des Landes wurde am Freitag Raketenbeschuss gemeldet, auch nahe der westukrainischen Großstadt Lwiw. Gleichzeitig greifen nach russischen Angaben prorussische Separatisten in der umzingelten südostukrainischen Stadt Mariupol an. Bei einem Angriff auf ein Wohnviertel in Kiew sind laut Bürgermeister Vitali Klitschko ein Mensch getötet und 19 verletzt worden. Zwei Tote gab es auch in Kramatorsk.

(Update 12:30)

Bisher erst 9.000 von geschätzten 30.000 registriert

Die täglich steigenden Zahlen an ukrainischen Flüchtlingen stellt die heimischen Behörden vor große Herausforderungen. Vor allem bei der Registrierung hat sich ein Stau gebildet, wie Zahlen aus dem Innenministerium zeigen. Seit Kriegsbeginn sind 164.000 Menschen aus der Ukraine in Österreich eingereist. Mehr als 80 Prozent sind weitergereist, rund 30.000 werden also bleiben, registriert wurden bisher 9.000. Man arbeitet bereits an einem Ausbau der Registrierungsstellen.

(Update 12:15)

Zwei Millionen Flüchtlinge überqueren Grenze zu Polen

Seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine vor mehr als drei Wochen haben zwei Millionen Kriegsflüchtlinge die Grenze zum Nachbarland Polen überquert. Am Freitagmorgen meldete der polnische Grenzschutz auf Twitter die Zahl von zwei Millionen Geflüchteten. Es handle sich überwiegend um Frauen und Kinder. Polen nimmt mit Abstand bisher die meisten Flüchtlinge in Empfang, stellte aber in den vergangenen Tagen einen Rückgang der Neuankommenden fest.

(Update 08:00) NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat abermals ausgeschlossen, dass sich die NATO in den Ukraine-Krieg einschalten wird. In einem Interview mit der BILD-Zeitung sagt er, dass er den Frust des Ukrainischen Präsidenten Selenskyi versteht, aber die NATO wird keine Kriegspartei werden. Die Invasion in der Ukraine wäre aber Putins größter Fehler gewesen. Man würde die Ukraine mit Waffenlieferungen unterstützen, spricht sich eindeutig für Sanktionen aus und trainiert seit Jahren die ukrainische Armee.

(Update 07:30)

Heftige Explosionen am Flughafen von Lwiw

Nahe der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) haben sich am Morgen heftige Explosionen ereignet. Das berichtet der ukrainische Sicherheitsexperte Anton Heraschtschenko auf seinem Telegram-Kanal. Am Stadtrand sei Feuer und Rauch zu sehen. Beobachtungen von Reportern britischer und polnischer Medien legen nahe, dass mehrere mutmaßlich russische Marschflugkörper am Flughafen eingeschlagen sind. Auch der Bürgermeister der Stadt berichtet, dass russische Streitkräfte das Flughafengelände angriffen. Der Angriff habe den Airport aber nicht direkt getroffen.

(Update 20:13)

OSZE-Sondergesandter sieht Möglichkeit für Neutralität

Der ehemalige OSZE-Sondergesandte, Martin Sajdik, sieht auf ukrainischer Seite "durchaus Spielraum" für eine Neutralität oder Absage an einen NATO-Beitritt. "Dann stellt sich die Frage, welche Sicherheitsgarantien es für die Ukraine in diesem Fall gibt", sagt Sajdik in einem Interview mit der "Wiener Zeitung". Die österreichische Neutralität sei in den 1950er-Jahren auf die damaligen Bedürfnisse zugeschnitten gewesen. "Interessant ist jedenfalls, dass Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Neutralität ins Spiel gebracht und auch gesagt hat, dass Russland nichts gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine einzuwenden hätte. Das war 2014 noch anders", so Sajdik. Im EU-Assoziationsabkommen mit der Ukraine sei damals explizit keine EU-Perspektive formuliert gewesen.

(Update 19:30)

Biden: "mörderischen Diktator"

US-Präsident Joe Biden hat Russlands Präsidenten Putin als "mörderischen Diktator" bezeichnet. Putin sei ein "mörderischer Diktator, ein reiner Verbrecher, der einen unmoralischen Krieg gegen die Menschen in der Ukraine führt", sagte Biden am Donnerstag in Washington. "Putin zahlt einen hohen Preis für seine Aggression", sagte Biden kurz darauf weiter. Die Regierung in Moskau verwahrte sich prompt gegen den Vorwurf. Das sei eine unverzeihliche Äußerung des Anführers eines Landes, das Zivilisten in Konflikten auf der ganzen Welt getötet habe, erklärt Regierungssprecher Dmitri Peskow. "Unser Präsident ist eine sehr weise, vorausschauende und kultivierte internationale Persönlichkeit und Oberhaupt der Russischen Föderation."

(Update 18:50)

21 Tote bei Charkiw

Bei einem Angriff im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind Behördenangaben zufolge 21 Menschen getötet worden. Weitere 25 Menschen seien in der Stadt Merefa verletzt worden, teilte die Bezirksstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zuvor hatte die ukrainische Armee bereits mitgeteilt, dass russische Truppen in der vergangenen Nacht in Merefa eine Schule und ein Kulturhaus beschossen hätten. Das ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

(Update 18:20)

Italien will Theater wieder aufbauen

Italien ist bereit, das durch russische Bombardierung zerstörte Theater in der ukrainischen Stadt Mariupol wiederaufzubauen. Dies sagte Kulturminister Dario Franceschini am Donnerstag. "Das Kabinett hat meinen Vorschlag gebilligt, der Ukraine Mittel und Ressourcen anzubieten, um es so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Die Theater jedes Landes gehören der ganzen Menschheit", twitterte der Minister nach einer Ministerratsitzung am Donnerstag.

(Update 17:30)

Kadyrow: tschetschenische Schwadron unterwegs

Tausend tschetschenische Freiwillige sind nach Angaben von Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow auf dem Weg in die Ukraine. Sein Vertrauter Apti Alaudinow stehe "an der Spitze von tausend Freiwilligen aus der tschetschenischen Republik", erklärte Kadyrow am Donnerstag im Messenger-Dienst Telegram. Die Kämpfer seien "auf dem Weg zur Teilnahme an der Sonderoperation zur Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine". Bereits vor wenigen Tagen hatte der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien erklärt, er habe Truppen in der Ukraine besucht. Die Angaben konnten allerdings nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Kadyrow ist ein enger Verbündeter von Kreml-Chef Wladimir Putin. Kadyrows Truppen werden in Tschetschenien zahlreiche Gräueltaten vorgeworfen.

(Update 16:50)

Nehammer für EU-Beitritt

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) fordert wegen einer befürchteten Destabilisierung des Westbalkans durch Russland eine Beschleunigung des EU-Beitrittsprozesses für die Region. "Wir können sie nicht jemand anders überlassen", sagte er am Donnerstag bei einem Besuch in Serbien mit Blick auf Russland und China. Die serbische Regierungschefin Ana Brnabic bemühte sich, Sorgen vor neuen Spannungen in der Region zu zerstreuen. Seine Haltung zu Moskau will Belgrad aber nicht ändern.

(Update 16:10)

Im Krieg zum echten Staatsmann geworden

Die Zeiten, in denen Wolodymyr Selenskyj als ehemaliger Komiker belächelt wurde, der eher durch Zufall ins oberste Staatsamt der Ukraine kam, sind schon lange vorbei. Mit den täglichen Videobotschaften aus Kiew, mit denen Selenskyj seiner Bevölkerung Mut zu spricht, beeindruckt der ukrainische Präsident auch westliche Partner. Weltweit hat sich Selenskyj zu einer Freiheitsikone entwickelt. Diese Symbolik weiß der 44-Jährige für sein Land zu nutzen. Mit ernstem Gesichtsausdruck blickte Selenskyj in die Kamera, als er am Donnerstag per Videoschaltung zu den Abgeordneten des deutschen Bundestags sprach. "In Europa wird ein Volk vernichtet", sagte Selenskyj über den russischen Angriff auf die Ukrainer. Dabei verteidige sein Volk nicht nur sein eigenes Land, sondern auch "die Werte, von denen in Europa so viel gesprochen wird".

(Update 15:50)

Gefangenenaustausch

Der zwischenzeitlich entführte Bürgermeister der ukrainischen Stadt Melitopol, Iwan Fedorow, ist Angaben aus Kiew zufolge im Rahmen eines Gefangenenaustausches freigekommen. "Dafür erhielt Russland neun seiner gefangenen Soldaten der Jahrgänge 2002 bis 2003", sagte die Sprecherin des Leiters des Präsidentenbüros, Darja Sariwna, in der Nacht auf Donnerstag örtlichen Medien zufolge. Es habe sich dabei um Wehrdienstleistende gehandelt.

(Update 15:10)

Agentur trennt sich von Star-Pianist

Der russische Star-Pianist Boris Beresowski hat wegen seiner Unterstützung des Ukraine-Kriegs seine Künstleragentur für Auftritte im Ausland verloren. Die Agentur Sarfati Productions erklärte am Donnerstag, sie sehe sich "leider gezwungen", sich von Beresowski zu trennen. Mit seinen "schockierenden" und "verletzenden" Äußerungen in einer russischen "Propaganda"-Sendung habe der Pianist "alle, die ihn als Künstler und als Mensch kennen", bestürzt, erklärte die Agentur.

Der Wortlaut

"Ich verstehe, dass man Mitleid mit ihnen hat und die Dinge vorsichtig angeht", sagte Beresowski über die Menschen in der Ukraine. "Aber sollten wir nicht aufhören, Mitleid mit ihnen zu haben, und sie einkesseln und ihnen Strom abschalten?", fügte er mit Blick auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hinzu.

Agentur ist schockiert

Sie habe den "genialen Künstler" Beresowski fast 20 Jahre lang vertreten, fügte die Agentur hinzu, könne aber sein aktuelles Verhalten in Bezug auf den russischen Angriffskrieg nicht akzeptieren. Beresowski hatte sich vor einer Woche im russischen Fernsehsender Perwy Kanal hinter diesen Angriffskrieg in der Ukraine gestellt.

(Update 14:50)

HRW: Bilder von Gefangenen sind zu unterlassen!

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Ukraine aufgefordert, keine Bilder mehr von russischen Kriegsgefangenen im Internet zu veröffentlichen. Ein derartiger Umgang mit Kriegsgefangenen verstoße gegen die Genfer Konventionen und somit gegen das Völkerrecht, erklärte die Organisation am Donnerstag. "Die ukrainischen Behörden sollten aufhören, Videos von gefangenen russischen Soldaten in den sozialen Medien und Messengerdiensten zu veröffentlichen, die diese öffentlich zur Schau stellen", erklärte HRW. Dies gelte insbesondere für Aufnahmen, die "gedemütigte oder eingeschüchterte" russische Soldaten zeigten.

(Update 14:20)

Freiwilligeninitiative für Kriegsvertriebene

Eine Freiwilligeninitiative hat im Internet eine Übersicht über Hilfe für Kriegsvertriebene aus der Ukraine in Österreich zusammengetragen. Unter www.ukraine-helfen.at finden sich derzeit mehr als 100 Angebote, täglich kämen neue hinzu. Die Seite werde ständig aktualisiert, berichteten die Initiatoren. "Unser Anspruch ist es, kurz aufzuzeigen, was benötigt wird, was damit passiert und wo dies passiert. Unser Ziel ist, dass die Unterstützung aller Menschen, die helfen wollen, ankommt und nicht an Mangel an Information scheitert", sagte Peter Strack-Goritschnig, Koordinator und Mitinitiator. Aufgelistet werden nicht nur Anlaufstellen für Geld- und Sachspenden, sondern auch Zeitspenden, die Vermittlung von Wohnraum, Versammlungen, Demos und die Möglichkeit für Vernetzung. Die Angebote können nach Themen oder Bundesland gefiltert werden.

(Update 13:50)

Joe Biden spricht mit Staatschef Xi Jinping

US-Präsident Joe Biden wird am Freitag mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping sprechen. Es werde bei der Unterredung darum gehen, die "Kommunikationskanäle offen zu halten" sowie darum, den Wettbewerb zwischen den beiden Ländern und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu besprechen, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. Biden sieht in China den größten globalen Rivalen der USA und hat sich eine Zurückdrängung des politischen und wirtschaftlichen Einflusses der aufstrebenden Macht auf die Fahnen geschrieben. Im Widerstand gegen die westlichen Strafmaßnahmen vertraut Russland stark auf eine Stützung durch China.

(Update 13:20)

Luftabwehrsystem "Sky Sabre" für Polen

Großbritannien wird Polen angesichts des Krieges in der Ukraine mit dem britischen Luftabwehrsystem Sky Sabre und zusätzlichen 100 Soldaten unterstützen. Das kündigte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Mariusz Blaszczak in Warschau an. Am Mittwoch hatte Wallace am Rande eines Treffens der Verteidigungsminister der NATO-Staaten eine Lieferung von Luftabwehrraketen an die Ukraine bestätigt.

(Update 12:50)

Mariupol strategisch und symbolisch wichtig

Das von den russischen Truppen belagerte Mariupol ist von strategischer und auch symbolischer Bedeutung: Die Stadt im Südosten der Ukraine ist die letzte große Hafenstadt am Asowschen Meer unter ukrainischer Kontrolle und ein wichtiger Industriestandort. Außerdem hatte die mehrheitlich russischsprachige Stadt 2014 bereits den Angriffen pro-russischer Separatisten aus der Ostukraine standgehalten. Seit über zwei Wochen wird sie nun von der russischen Armee belagert.

(Update 12:15)

NATO wird nicht eingreifen

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg haben Russland scharf für die Angriffe in der Ukraine kritisiert. Zugleich betonten sie erneut, dass die NATO nicht in den Konflikt eingreifen wird. "Die NATO trägt die Verantwortung dafür, diesen Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen", sagte Stoltenberg. "Putin setzt allein auf Gewalt", kritisierte Scholz. Der russische Präsident löse entsetzliches Leid in der Ukraine aus.

(Update 11:40)

Kreml sagt 'Njet' zu IGH

Russland will die Anordnung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zum Stopp des Krieges in der Ukraine nicht befolgen. Dies teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag mit. Im Fall einer Vereinbarung mit Kiew könnte es aber "sehr rasches Ende" der Militäroperation geben. "Unsere Bedingungen für einen Friedensdeal sind völlig klar", betonte Sprecher, der zugleich scharfe Kritik an US-Präsident Joe Biden übte. Biden hatte Wladimir Putin als Kriegsverbrecher bezeichnet.

(Update 11:00)

Video-Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gehen nach Angaben des Moskauer Außenministeriums weiter. In einer Videokonferenz werde über militärische, politische und humanitäre Fragen gesprochen, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag. Zuletzt hatte es bei den Unterredungen russischer und ukrainischer Unterhändler vorsichtige Signale der Annäherung gegeben, während die Kämpfe in der Ukraine aber unvermindert weitergingen.

Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats und ehemalige Präsident Dmitri Medwedew erhob indes schwere Vorwürfe gegen den Westen. Ähnlich wie schon Präsident Wladimir Putin am Vortag sagte Medwedew, der Westen wolle das Land in die Knie zwingen zu wollen, um es auseinanderzureißen. Triebkraft dieser Verschwörung sei eine von den USA geschürte Russophobie. "Das wird nicht funktionieren - Russland hat die Macht, all unsere dreisten Feinde in die Schranken zu weisen", sagte Medwedew. Er ist einer der engsten Vertrauten von Präsident Wladimir Putin. Medwedew war von 2008 bis 2012 Präsident.

(Update 09:50)

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban rechnet nach eignen Angaben damit, dass in der kommenden Woche eine "größere Welle" von Flüchtlingen aus der Ukraine in dem Land ankommen wird. Die Grenzposten im Bereich des Dreiländerecks, wo Ungarn an die Ukraine und Rumänien grenzt, sollen daher verstärkt werden, kündigte Orban am Mittwoch beim Besuch eines Grenzübergangs in der Region an, wie aus einem Video auf seiner Facebook-Seite hervorgeht.

In den vergangenen Tagen ging die Zahl der in Ungarn ankommenden Flüchtlinge deutlich zurück. Warum Orban jetzt wieder mit einem Anstieg rechnet, führte er nicht aus. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind bis Dienstag 272.943 Ukraine-Flüchtlinge in Ungarn angekommen. Mehr Flüchtlingsankünfte verbuchten bisher nur Polen, Rumänien und die Republik Moldau.

Die Zahl der in Polen angekommenen Flüchtlinge erreichte indes beinahe die Zwei-Millionen-Grenze. Am Mittwoch seien weitere 60.000 Menschen aus dem Nachbarland angekommen, teilte der polnische Grenzschutz am Donnerstag mit. Insgesamt seien 1,95 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden, doch war unklar, wie viele davon bereits in andere Länder weitergereist sind.

(Update 09:30)

Rakete in Hochhaus von Mariupol

Auch am 22. Tag nach dem russischen Angriff meldet die Ukraine weiter Kämpfe und Zerstörung. Im Osten Kiews schlugen nach ukrainischen Angaben in der Nacht auf Donnerstag Trümmerteile einer abgefangenen Rakete in einem Hochhaus ein. Drei Bewohner seien verletzt und weitere Menschen gerettet worden, teilte der Rettungsdienst mit. Tausende konnten indes Mariupol verlassen. Moskau gab indes bekannt, ein Armeedepot in der westukrainischen Region Riwne getroffen zu haben.

Zunächst war in Kiew auch von einem Todesopfer die Rede gewesen. Der Brand in dem 16-stöckigen Gebäude sei gelöscht worden, hieß es. Andererseits soll die ukrainische Armee binnen 24 Stunden sechsmal vier Siedlungen in der selbst ernannten Volksrepublik Luhansk (LNR) beschossen haben. Das berichtete die russische Agentur Tass mit Berufung auf Vertreter der Separatisten in der LNR in der Nacht auf Donnerstag. Dabei sei ein Haus zerstört und eines beschädigt worden, hieß es im Telegram-Kanal des LNR-Vertreters. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

(Update 08:35)

Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat

Großbritannien, die USA, Frankreich und weitere europäische Staaten haben nach Angaben von Diplomaten wegen der sich zuspitzenden Lage in der Ukraine für heute eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt.

(Update 20:37)

Theater mit Zivilisten bombardiert?

Russische Einheiten bombardierten nach ukrainischen Angaben ein Theater in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol, in dem sich Hunderte Menschen aufgehalten haben sollen. Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. "Ein weiteres entsetzliches Kriegsverbrechen in Mariupol", twitterte Außenminister Dmytro Kuleba am Mittwoch. "Heftiger russischer Angriff auf das Drama-Theater, wo sich Hunderte unschuldiger Zivilisten versteckt haben." Das Gebäude sei zerstört. "Die Russen müssen gewusst haben, dass dies ein ziviler Unterschlupf war." Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Vorwürfe zurückgewiesen

Moskau wies die Vorwürfe umgehend zurück. Russische Soldaten hätten am Mittwoch keine Luftangriffe gegen Bodenziele in Mariupol ausgeführt, so das russische Verteidigungsministerium laut Agentur Interfax. "Nach verfügbaren zuverlässigen Daten" habe das ukrainische nationalistische Regiment Asow das zuvor bereits verminte Theatergebäude attackiert.

(Update 19:23)

Russland wirft Ukraine Chemiewaffenangriff vor

Russlands Verteidigungsministerium hat der Ukraine vorgeworfen, unter falscher Flagge einen Chemiewaffenangriff auf Zivilisten vorzubereiten. "Uns ist glaubwürdig bekannt, dass der (ukrainische Inlandsgeheimdienst) SBU mit Unterstützung westlicher Staaten eine Provokation mit dem Einsatz giftiger Substanzen vorbereitet", sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow am Mittwochabend der Staatsagentur Tass zufolge.

(Update 18:54)

Patriarch und Papst telefonieren

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hat nach Angaben aus Moskau mit Papst Franziskus telefoniert. Bei dem Telefonat sei es ausführlich um die Lage in der Ukraine gegangen, teilte die russisch-orthodoxe Kirche am Mittwoch mit. "Besondere Aufmerksamkeit galt den humanitären Aspekten der aktuellen Krise." Es sei zudem um Maßnahmen gegangen, die beide Kirchen zur Überwindung der Krise beitragen könnten. Nach Angaben aus Moskau haben Kirill und Franziskus die Bedeutung der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine betont. Sie hätten die Hoffnungen auf einen baldigen Frieden zum Ausdruck gebracht.

(Update 18:17)

NATO für Truppenaufstockung im Osten

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den Bündnisstaaten brisante Vorschläge zur erheblichen und dauerhaften Verstärkung der Ostflanke unterbreitet. Laut Diplomaten sind zum Verteidigungsminister-Treffen am Mittwoch vorgelegte Pläne aus russischer Sicht vermutlich nicht mit der NATO-Russland-Grundakte vereinbar. Darin hat sich die NATO unter anderem verpflichtet, auf die dauerhafte Stationierung "substanzieller Kampftruppen" im östlichen Bündnisgebiet zu verzichten.

(Update 17:23)

Journalistin auf Titelblatt

Für ihren mutigen Anti-Kriegs-Protest im russischen Staatsfernsehen hat die oppositionelle Zeitung "Nowaja Gaseta" der Redakteurin Marina Owssjannikowa am Mittwoch ihre Titelseite gewidmet. Die Zeitung druckte über die ganze Seite ein Bild von Owssjannikowa mit ihrem Plakat, das diese am Montagabend hinter der Nachrichtensprecherin des Ersten Kanals in die Kamera gehalten hatte - verpixelte darauf aber dreimal das Wort "Krieg". In Russland ist es Medien offiziell verboten, von "Krieg", "Invasion" oder "Einmarsch" im Nachbarland Ukraine zu sprechen.

(Update 16:49)

Österreich will Oligarchen sanktionieren

Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, die EU-Liste der sanktionierten Oligarchen auszuweiten. "Bereits jetzt sind mehr als 800 Personen von den EU-Sanktionen erfasst", teilte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Mittwoch in einer Aussendung mit. Österreich trete dafür ein, "weitere Personen aus dem Umfeld des russischen Präsidenten (Wladimir Putin, Anm.) auf diese Sanktionsliste zu setzen". Auf die Liste dürfte auch Oleg Deripaska kommen, hieß es in EU-Ratskreisen.

(Update 16:12)

"Wirtschaftlicher Blitzkrieg"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Bevölkerung auf massive wirtschaftliche Auswirkungen der Sanktionen eingestimmt und diesbezüglich scharfe Kritik an den westlichen Staaten geübt. Diese würden einen "wirtschaftlichen Blitzkrieg" gegen Russland führen, sagte Putin am Mittwoch in einer Rede. Dieser Krieg werde aber nicht erfolgreich sein, so Putin, der zugleich beteuerte, dass die Ukraine-Krieg "nach Plan" verlaufe.

(Update 15:37)

Syrische Söldner für Russland im Krieg

Zu Hause hungern oder für vergleichsweise viel Geld im Ausland kämpfen: Vor diese Wahl gestellt, entscheiden sich offenbar immer mehr Syrer, für den Kreml in den Krieg zu ziehen. "Mehr als 40.000 Syrer haben sich bisher registrieren lassen, um an der Seite Russlands in der Ukraine zu kämpfen", berichtet der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

(Update 14:42)

Kiew unter Beschuss

Knapp drei Wochen nach Beginn des Ukraine-Kriegs haben die russischen Angreifer ihren Beschuss auf mehrere umkämpfte Städte intensiviert. Betroffen sind neben Kiew und den Vorstädten der Hauptstadt besonders Charkiw im Osten, Mariupol im Südosten und Mykolajiw im Südwesten. Auch bisher von den Kämpfen verschont gebliebene, westliche Städte werden zunehmend beschossen. In Kiew sind Mittwoch früh laut AFP-Korrespondenten erneut mehrere starke Explosionen zu hören gewesen.

(Update 14:13)

1,9 Millionen Flüchtlinge in Polen

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich 1,89 Millionen Menschen in Polen in Sicherheit gebracht. Das teilte der polnische Grenzschutz am Mittwoch beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Am Dienstag seien weitere 66.600 Ukrainer abgefertigt worden, hieß es. Dies sei ein Rückgang um sieben Prozent im Vergleich zum Vortag.

(Update 13:30)

Schweigeminute für Opfer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine tägliche Schweigeminute für die Opfer des russischen Angriffskrieges gegen sein Land angeordnet. "Jeden Morgen um 9.00 Uhr (8.00 Uhr MEZ) werden wir der Ukrainer gedenken, die ihr Leben gaben", sagte Selenskyj in einer am Mittwoch in Sozialen Netzwerken veröffentlichten Videobotschaft. Das schließe sowohl Soldaten als auch Zivilisten ein: "Alle, die noch leben könnten, wenn Russland diesen Krieg nicht begonnen hätte."

(Update 12:50)

Wieder keine Fluchtkorridore

Zivilisten aus umkämpften Städten und Dörfern in der Ukraine können nach Angaben aus Kiew am Mittwoch nicht auf eine Evakuierung hoffen. Kiew habe keine Antwort auf seine ans Rote Kreuz gerichteten Vorschläge erhalten, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. "Die Frage humanitärer Korridore für Isjum und Mariupol ist offen. Es ist derzeit unmöglich, Menschen dort gefahrlos herauszuholen", sagte Wereschtschuk. "

(Update 12:20)

Neutralität als Ausweg?

Bei den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew über eine Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg auf das Nachbarland und geforderten Sicherheitsgarantien für Moskau wird nach Angaben des Präsidialamts in Moskau derzeit über eine Neutralität der Ukraine nach dem Vorbild Schwedens oder Österreichs gesprochen. "Das ist die derzeit diskutierte Option", sagte am Mittwoch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Dieses Neutralitäts-Modell könne als "ein Kompromiss" betrachtet werden. Ein solcher neutraler Status der Ukraine würde bedeuten, dass das Land auf einen Beitritt zur NATO verzichtet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Dienstag bereits gesagt, dass sein Land "anerkennen" müsse, dem westlichen Militärbündnis nicht beitreten zu können.

(Update 11:00)

Regierungschefs sicher aus Ukraine zurück

Die Ministerpräsidenten von Polen, Slowenien und Tschechien sind nach Angaben der polnischen Regierung vom Mittwoch wohlbehalten von Kiew nach Polen zurückgekehrt. Delegationen um die Premiers Mateusz Morawiecki, Janez Jansa und Petr Fiala waren trotz der anhaltenden Kämpfe am Dienstag mit dem Zug in die von russischen Truppen bedrohte ukrainische Hauptstadt gereist. Dort hatten sie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, um Unterstützung zu demonstrieren.

(Update 07:19)

G7 beraten erneut über Ukraine

Die sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen laut dem japanischen Finanzminister Shunichi Suzuki noch im Tagesverlauf erneut über die russische Invasion in die Ukraine beraten. Eine Videokonferenz dazu sei für 13 Uhr MEZ geplant, kündigt Suzuki im Parlament in Tokio an.

(Update 06:38)

CNN: Russische Militärhubschrauber zerstört

Das ukrainische Militär zerstört offenbar mindestens drei russische Militärhubschrauber auf dem Flughafen Cherson in der Südukraine. Dies zeigten Satelliten- und Drohnenbilder, wie der US-Sender CNN berichtet. Zugleich würden wichtige Städte wie Kiew und Mariupol massiv beschädigt, die Lage gleiche einer "Hölle. In den Vororten Kiews sind wieder Explosionen und Luftschutzsiren zu hören.

(Update 05:50)

Wenn der Krieg dauert: Bis zu 90 Prozent der Ukrainer von Armut betroffen

Neun von zehn Ukrainern wären nach Ansicht des UN-Entwicklungsexperten Achim Steiner im Fall eines lang anhaltenden Krieges von Armut bedroht. Im schlimmsten Fall würde die Wirtschaft des Landes zusammenbrechen und das Wachstum von zwei Jahrzehnten zunichte gemacht, sagt Steiner, Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

(Update 04:40)

Ukraine: Bislang 565 Milliarden Dollar Kriegsschäden

Die Ukraine geht von großen Schäden für die heimische Wirtschaft durch den russischen Angriffskrieg aus. Nach vorläufigen Berechnungen würden sich die direkten einmaligen Verluste für die Ukraine auf bisher 565 Milliarden US-Dollar (515 Mrd. Euro) belaufen, sagt Ministerpräsident Denis Schmygal. "In der Tat sind dies die Mittel, die benötigt werden, um unseren Staat wiederherzustellen." Die ukrainische Regierung habe bereits Experten beauftragt, sich mit der Bewertung der Verluste für die Wirtschaft infolge der russischen Aggression zu beschäftigen. Auch der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hatte vor Kurzem von enormen negativen Kriegsfolgen gesprochen. Das liege auch daran, dass die umkämpften Gebiete Charkiw, Kiew und Mariupol wirtschaftlich bedeutend seien.

(Update 03:55)

29.000 Menschen entkommen aus belagerten Städten

Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamts sind am Dienstag rund 29.000 Menschen aus mehreren von russischen Truppen belagerten Städten in Sicherheit gebracht worden. Laut dem stellvertretenden Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Tymoschenko, konnten rund 20.000 Menschen die umkämpfte Hafenstadt Mariupol über einen "humanitären Korridor" verlassen. Allerdings sind nach wie vor rund 300.000 Menschen in der Stadt ohne Wasser, Strom oder Lebensmittelnachschub gefangen.

(Update 03:13)

Ukraine: Russische Armee hat bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren

Die russische Armee soll nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereits bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren haben, die seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar an Kämpfen beteiligt waren. Diese Truppen seien entweder vollständig zerstört worden oder hätten ihre Kampfkraft verloren, teilt der Generalstab in Kiew in einem Lagebericht mit. Eine konkrete Zahl nennt er nicht. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden.

(Update 02:06)

Selenskyj: Positionen bei Verhandlungen klingen realistischer

Der ukrainische Präsident Selenskyj äußert sich vorsichtig optimistisch zu den Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges. Die Verhandlungspositionen hörten sich realistischer an, sagt er in einer neuen Videobotschaft. Bis die Ukraine zufrieden sein könne, dauere es aber noch. "Wir alle wollen so schnell wie möglich Frieden und Sieg", meint der Präsident. "Aber es braucht Mühe und Geduld. Es muss noch gekämpft und gearbeitet werden." Jeder Krieg ende mit einer Vereinbarung. "Die Treffen werden fortgesetzt."

(Update 01:27)

Russland leitet Verfahren zum Austritt aus Europarat ein

Russland hat das Verfahren zum Austritt aus dem Europarat eingeleitet. Das Außenministerium in Moskau schreibt auf Telegram, die "Mitteilung über den Austritt der Russischen Föderation aus der Organisation" sei der Generalsekretärin des Rates übergeben worden. Moskau wirft der NATO und der EU vor, den Europarat zu einem Instrument im Dienste "ihrer militärisch-politischen und wirtschaftlichen Expansion im Osten" gemacht zu haben. Der Europarat, der sich als Hüter der Menschenrechte versteht und dem 47 Länder angehören, hatte Russland zuvor wegen dessen Militäroffensive in der Ukraine suspendiert.

(Update 00:30)

USA geben weitere 186 Millionen Dollar für Ukraine Flüchtlinge

Die US-Regierung stellt zusätzliche 186 Millionen Dollar (170 Millionen Euro) humanitäre Hilfe für Flüchtlinge im Ukraine-Krieg zur Verfügung. Laut einer Mitteilung von US-Außenminister Antony Blinken fordern die USA ein sofortiges Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Russland müsse für ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe sorgen. Menschen, die die umkämpften Städte verlassen wollten, müsse dies ermöglicht werden. Blinken verweist darauf, dass die USA in der Ukraine und der Region seit Februar humanitäre Hilfe in Höhe von fast 293 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt hätten.

(Update 23:50)

Polen will "Friedensmission" der NATO in der Ukraine

Polen fordert eine "Friedensmission" der NATO zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. "Diese Mission kann keine unbewaffnete Mission sein", zitiert die Nachrichtenagentur PAP den polnischen Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski, der mit den Regierungschefs von Polen, Slowenien und Tschechien nach Kiew gereist ist. "Sie muss versuchen, humanitäre und friedliche Hilfe in der Ukraine zu leisten." Infrage komme eine Friedensmission der NATO "oder möglicherweise einer breiteren internationalen Struktur." Diese solle "von Streitkräften geschützt" werden und "in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen". Sie solle zudem "mit Zustimmung des ukrainischen Präsidenten und der ukrainischen Regierung" auf "ukrainischem Territorium agieren".

(Update 23:10)

Frankreichs Präsident Macron will mit Putin über russische TV-Mitarbeiterin sprechen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der nach ihrem aufsehenerregenden Protest im russischen Staatsfernsehen verurteilten TV-Journalistin Marina Owssjannikowa Schutz angeboten. "Wir werden selbstverständlich diplomatische Schritte einleiten, um Ihrer Kollegin Schutz zu gewähren, entweder in der Botschaft oder im Asyl", sagte Macron. Er werde diese Lösung in seinem nächsten Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin vorschlagen. "Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass wir so schnell wie möglich vollständige Klarheit erhalten über ihre persönliche Situation und ihre Möglichkeit, ihre Arbeit fortzusetzen.

(Update 22:46)

Weitere Mitarbeiterin von Fox News bei Kiew getötet

Eine weitere Journalistin des US-Senders Fox News ist in der Nähe von Kiew ums Leben gekommen. Die 24-Jährige Oleksandra Kuvshynova sei bei demselben Vorfall in Horenka getötet worden wie ihr Kollege, der Kameramann Pierre Zakrzewski, teilte der Sender mit. Das Fahrzeug des Teams war demnach unter Beschuss geraten. Der Korrespondent Benjamin Hall wurde dabei verletzt. Kuvshynova habe das Fox-News-Team bei der Recherche in der Ukraine unterstützt. "Sie war unglaublich talentiert und hat wochenlang mit unserem Team vor Ort gearbeitet", hieß es. Aus Rücksicht auf die Familie habe man mit der Bekanntgabe des Tods der 24-jährigen Kuvshynova noch gewartet, so der US-Sender.

(Update 22:11)

Charkiws Bürgermeister: Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser zerstört

In der ostukrainischen Stadt Charkiw sind dem Bürgermeister zufolge mehr als 600 Gebäude seit dem Beginn der russischen Invasion zerstört worden. Darunter seien "Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Kliniken", sagt Ihor Terechow in einem Fernsehinterview.

(Update 21:51)

Ukraine: Verhandlungen mit Russland schwierig, gehen aber weiter

Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland gestalten sich einem Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge schwierig. Sie sollen am morgigen Mittwoch fortgesetzt werden. Es gäbe fundamentale Gegensätze zwischen beiden Seiten, allerdings auch "sicherlich Raum für Kompromisse", erklärt Mychailo Podoljak. "Wir machen morgen weiter."

(Update 20:06)

Journalistin vorerst nur zu Geldstrafe verurteilt

Nach ihrem Protest im russischen Staats-TV gegen den Ukraine-Krieg ist die Frau in Moskau zu 30.000 Rubel (226 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Die Urteil erging, weil Marina Owssjannikowa in einem Video zu Protesten gegen den Krieg aufgerufen habe, wie das Bürgerrechtsportal OWD-Info am Dienstag meldete. Zunächst war befürchtet worden, dass sie nach dem umstrittenen neuen russischen Mediengesetz angeklagt werde. Dabei hätten ihr bis zu 15 Jahre Haft gedroht.

(Update 19:11)

NATO-Gipfel ist fix

Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten werden in der kommenden Woche zu einem Sondergipfel zu Russlands Krieg gegen die Ukraine zusammenkommen. Das Treffen soll für den 24. März in der Bündniszentrale in Brüssel organisiert werden, wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstagabend mitteilte. US-Präsident Joe Biden wird auch als Gast beim März-Gipfel der EU erwartet, der für den 24. und 25. März angesetzt ist.

(Update 18:56)

Ausgangssperre in Kiew-Regierungschefs angekommen

Die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien sind nach Angaben des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki in Kiew angekommen. Dazu postete er am Dienstag auf Twitter Bilder, die ihn mit seinem Vize Jaroslaw Kaczynski sowie Tschechiens Ministerpräsidenten Petr Fiala und seinem slowenischen Amtskollegen Janez Jansa an einem Tisch mit einer Karte der Ukraine zeigten. Die drei Länder zählen zu den stärksten Fürsprechern der Ukraine innerhalb der EU.

(Update 18:23)

Tschernobyl erneut am Netz

Das ukrainische ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist nach Angaben der belarussischen Führung wieder ans Stromnetz angeschlossen. "Die Stromversorgung des Atomkraftwerks Tschernobyl ist vollständig wiederhergestellt", teilte das Wirtschaftsministerium der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik am Dienstag in seinem Telegram-Kanal mit. "Die Stromversorgung der Werksanlagen erfolgt derzeit über das belarussische Energiesystem." Die Atomruine liegt nahe der Grenze zu Belarus.

(Update 17:46)

Russland verlässt Europarat

Russland wird eigenen Angaben zufolge aus dem Europarat austreten. "Die Entscheidung, aus dem Europarat auszutreten, ist gefallen. Der entsprechende Brief von Außenminister Sergej Lawrow wurde dem Generalsekretär der Organisation übergeben", sagte der Leiter der russischen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung des Rates, Pjotr Tolstoi, am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

(Update 17:23)

Biden kommt nach Brüssel

US-Präsident Joe Biden wird einem EU-Vertreter zufolge "aller Wahrscheinlichkeit nach" bei dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 24. März in Brüssel anwesend sein. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr von Insidern, dass Biden dem NATO-Treffen am Tag vorher ebenfalls in Brüssel beiwohnen dürfte. Russland hat heute Dienstag Präsident Joe Biden, Außenminister Antony Blinken und zahlreichen anderen hochrangigen US-Regierungsvertretern und -Politikern die Einreise untersagt. Auf der vom Außenministerium in Moskau veröffentlichten Liste finden sich auch Verteidigungsminister Lloyd Austin und die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton. Allerdings könnten Kontakte auf höchster Ebene zu den genannten Personen weiter aufgenommen werden, heißt es.

(Update 16:53)

195 Mio. Euro von Russen auf Schweizer Banken

Die Vermögen von russischen Kunden in den Schweizer Banken dürften laut Schätzung der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) einen "tiefen einstelligen Prozent-Betrag" der grenzüberschreitenden Vermögen ausmachen. Das könnte einer Größenordnung von 150 bis 200 Milliarden Franken (146 bis 195 Mio. Euro) entsprechen, sagte SBVg-Präsident Marcel Rohner bei der Jahresmedienkonferenz des Branchenverbands.

(Update 16:05)

Selenskyj: NATO-Beitritt unwahrscheinlich

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine NATO-Beitrittsperspektive seines Landes als unwahrscheinlich eingeräumt. "Es ist klar, dass die Ukraine kein NATO-Mitglied ist, wir verstehen das", sagte Selenskyj am Dienstag während eines Online-Auftritts vor Vertretern der nordeuropäischen Militär-Kooperation Joint Expeditionary Force. "Jahrelang haben wir von offenen Türen gehört, aber jetzt haben wir auch gehört, dass wir dort nicht eintreten dürfen, und das müssen wir einsehen", fügte Selenskyj hinzu. "Ich bin froh, dass unser Volk beginnt, das zu verstehen, auf sich selbst zu zählen und auf unsere Partner, die uns helfen."

(Update 15:25)

Journalistin verschwunden

Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen. Russen sind gegen Krieg." - Mit diesen Sätzen auf einem Plakat hat Marina Owssjannikowa im Moskauer Staatsfernsehen für einen Eklat gesorgt. Mit ihrem spektakulären Auftritt in den Abendnachrichten verurteilte die Mitarbeiterin des Senders den Krieg von Kremlchef Putin gegen die Ukraine. Der Kreml warf ihr "Rowdytum" vor - nun fehlt von der in den sozialen Netzwerken gefeierten Journalistin jede Spur.

(Update 14:52)

Slowakei nimmt mutmaßliche Spione fest

Die slowakische Polizei hat in zwei Großeinsätzen im Norden und Osten des Landes, die auf "Eliminierung der Tätigkeit eines Netzes russischer Nachrichtendienste" auf slowakischem Gebiet zielten, insgesamt vier Personen festgenommen. Das bestätigten der slowakische Polizeipräsident Stefan Hamran zusammen mit dem Sonderstaatsanwalt Daniel Lipsic am Dienstag vor Journalisten in Bratislava. Demnach ist die Polizei gegen die mutmaßlichen Spione, die für Entgelt zugunsten Russlands Informationen besorgt haben sollen, bereits zwischen dem 11. und 14. März anhand von Informationen des militärischen Geheimdienstes der Slowakei vorgegangen.

(Update 14:09)

Russland rekrutiert Syrer

Russland kann für seinen Krieg in der Ukraine nach Angaben von Aktivisten auf die Kampfbereitschaft zehntausender Syrer zählen. "Mehr als 40.000 Syrer haben sich bisher registrieren lassen, um an der Seite Russlands in der Ukraine zu kämpfen", sagte Rami Abdel Rahman, Direktor der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, am Dienstag. 22.000 dieser Bewerber seien bisher akzeptiert worden.

(Update 13:16)

Vitali Klitschko lädt den Papst nach Kiew ein

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat den Papst zu einem Besuch in seine Stadt eingeladen. "Wir glauben, dass die Anwesenheit von Religionsführern aus aller Welt in Kiew der Schlüssel zur Rettung von Menschenleben sein kann und den Weg zum Frieden in unserer Stadt, unserem Land und darüber hinaus ebnen kann", hieß es im Schreiben des Bürgermeisters, wie vatikanische Medien am Dienstag mitteilten.

Deutsches BSI warnt vor Kaspersky

(Update 12:43)

Um das Risiko russischer Cyberangriffe in Deutschland zu reduzieren, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Verwendung von Virenschutz-Software des russischen Herstellers Kaspersky. Die Software dieses Anbieters solle durch alternative Produkte ersetzt werden, riet das BSI am Dienstag. In einer Mitteilung der Behörde hieß es, das Vorgehen des Militärs und der Nachrichtendienste Russlands sowie "die im Zuge des aktuellen kriegerischen Konflikts von russischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die EU, die NATO und die Bundesrepublik Deutschland sind mit einem erheblichen Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs verbunden".

(Update 12:10)

Kindertriage in Lemberg

Das Krankenhaus im ukrainischen Lwiw (Lemberg) nahe der polnischen Grenze ist nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef überlastet durch die Anzahl an verletzten Kindern, die aus umkämpften Regionen eintreffen. Unicef und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versuchen, dieses und andere Krankenhäuser mit Material zu versorgen. Ärztinnen und Ärzte in Lwiw hätten ein Aufklebersystem einrichten müssen, um die Behandlung der Kinder zu koordinieren, berichtete ein Unicef-Sprecher in Genf.

(Update 09:30)

Weltweit wird auf social media jene Frau gefeiert, die im russischen Staatsfernsehen plötzlich hinter der Ansagerin auftaucht und ein Schild in die Höhe hält. Darauf zu lesen: 'Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen.'

Kurz nach der Aktion ist die Frau, eine Mitarbeiterin des Senders, festgenommen worden.

(Update 09:20)

EU-Regierungschefs in Kiew

Inmitten des Ukraine-Krieges reisen die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien zu einem Solidaritätsbesuch in die belagerte ukrainische Hauptstadt Kiew. Es seien Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Regierungschef Denys Schmyhal geplant, teilte der tschechische Regierungschef Petr Fiala am Dienstag in der Früh auf Twitter mit. Seine Visite mit Mateusz Mazowiecki (Polen) und Janez Jansa (Slowenien) sei mit der EU-Führung abgestimmt, so Fiala.

(Update 07:03)

Nach Explosionen in Kiew: Foto zeigt zerstörten Häuserblock

Nach starken Explosionen im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew gibt es erste Aufnahmen eines zerstörten Häuserblocks. Das RTL/ntv-Verifizierungsteam hält das folgende Foto für authentisch. Demnach stammt es aus Podil, einem der ältesten Viertel der Stadt. "Der Stadtteil Podil von Kiew ist ein Ort, an dem man Kaffee trinkt und das Leben genießt", schreibt die ukrainische Parlamentsabgeordnete Lesia Wasylenko auf Twitter. "Jetzt nicht mehr. Vor 30 Minuten wurde (Podil) von Sprengstoff getroffen."

(Update 06:01)

Starke Explosionen in Kiew - Rauchsäule über Stadt

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren am frühen Morgen laut Reportern der Nachrichtenagentur AFP mindestens drei starke Explosionen zu hören. Ein AFP-Journalist sah eine Rauchsäule über der Stadt aufsteigen. Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre war der Ort der Explosionen zunächst unklar. Die russische Armee versucht derzeit, Kiew einzukesseln. In der Stadt befindet sich nach wie vor die Hälfte der einst drei Millionen Einwohner. Sie können die Stadt nur noch Richtung Süden verlassen.

(Update 05:31)

China lehnt Parteieinnahme ab

Chinas Außenminister Wang Yi sieht sein Land "nicht als Partei" im Konflikt um die russische Invasion in die Ukraine. China lehne die Verhängung von Sanktionen grundsätzlich ab, sagte der Außenminister nach offiziellen Angaben in einem Telefonat mit seinem spanischen Kollegen José Manuel Albares. Man wolle auch nicht, dass die Sanktionen China träfen. Wang Yi nennt den Konflikt das Ergebnis einer "Ansammlung und Verschärfung der Widersprüche über die Jahre" in der europäischen Sicherheitsarchitektur. Auf amerikanische Berichte, wonach Russland die chinesische Regierung nach Beginn des Krieges in der Ukraine um militärische und wirtschaftliche Hilfe gebeten haben soll, ging Wang Yi nicht ein.

(Update 05:08)

Orthodoxe Kirche: "Den Feind zu töten, ist keine Sünde"

Die Orthodoxe Kirche der Ukraine betrachtet den Kampf der ukrainischen Armee gegen das russische Militär nicht als Sünde. "Wir als Volk streben nicht nach dem Tod derer, die unsere Nachbarn sind. Aber da sie in unser Haus gekommen sind, schützen wir unsere Familie, unsere Heimat, unser Land", wurde Kirchenoberhaupt Metropolit Epifani in der Nacht zu Dienstag von der Onlinezeitung "Ukrajinska Prawda" zitiert. Die ukrainischen Soldaten seien zum Schutz aller Ukrainer da. "Sich zu verteidigen, den Feind zu töten - das ist keine Sünde", sagte Metropolit Epifani demnach. "Und wer mit dem Schwert zu uns gekommen ist, wird durch dieses Schwert sterben."

(Update 04:14)

Mariupol zählt über 2000 tote Zivilisten

In der belagerten südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben örtlicher Behörden bisher mehr als 2000 Zivilisten getötet worden. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar seien 2357 Menschen ums Leben gekommen, teilt der Stadtrat in der Nacht mit. Mariupol mit etwa 400.000 Einwohnern ist seit Tagen von russischen Einheiten umzingelt und vom Rest des Landes abgeschnitten. Ukrainische Behörden berichten von heftigen Luftangriffen auf die umkämpfte Stadt am Asowschen Meer. Russland beharrt darauf, lediglich militärische Ziele anzugreifen.

(Update 03:07)

Neue Videobotschaft von Selenskyj: "Jeder wird zur Verantwortung gezogen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Schuldigen für die schweren Kriegshandlungen in seinem Land ohne Nachsicht zur Verantwortung ziehen. "Wir arbeiten mit den Partnern an neuen Strafmaßnahmen gegen den russischen Staat", sagt er in einer Videobotschaft. "Jeder, der für den Krieg verantwortlich ist. Jeder, der für die Zerstörung der Demokratie verantwortlich ist. Jeder, der für Repressionen gegen Menschen verantwortlich ist. Jeder bekommt eine Antwort." Das russische Militär sei definitiv verantwortlich für Kriegsverbrechen, für eine "bewusst geschaffene humanitäre Katastrophe" in ukrainischen Städten, sagte Selenskyj in dem Clip, der ihn in Militärkluft im Präsidialamt in Kiew zeigt.

(Update 01:46)

Großbritannien: Russland könnte Bio- oder Chemiewaffen einsetzen

Russland könnte nach Informationen des britischen Verteidigungsministeriums den Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine planen. Das könne in Reaktion auf einen vorgetäuschten Angriff auf russische Truppen geschehen, twittert das Ministerium. Belege für diese Annahme werden nicht genannt. Ähnliche Befürchtungen hatten auch schon US-Regierungsvertreter geäußert.

(Update 01:07)

Spionageverdacht: Slowakei weist russische Botschaftsmitarbeiter aus

Die Slowakei verweist drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Bratislava wegen Spionageverdachts des Landes. Sie müssten innerhalb von 72 Stunden die Slowakei verlassen, weil ihre Tätigkeit den diplomatischen Regeln widerspreche, teilt das slowakische Außenministerium mit. Parallel dazu wurden mindestens drei slowakische Staatsbürger festgenommen, die gegen Bezahlung spioniert haben sollen. Verteidigungsminister Jaroslav Nad erklärt dem Nachrichtenportal Pravda.sk: "Das ist erst der Anfang. Wir machen weiter. Klar und konsequent.

(Update 00:35)

Drei von zehn Fluchtkorridoren funktionieren nicht

In der Ukraine haben nach Angaben aus Kiew am Montag nur sieben der geplanten landesweit zehn Fluchtkorridore aus besonders umkämpften Städten und Dörfern funktioniert. Dabei seien insgesamt rund 4000 Menschen in sicherere Gebiete gebracht worden, sagt Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk. Die meisten Zivilisten kamen aus der Region Kiew (2028). Evakuierungen aus Mariupol seien hingegen auch am 19. Kriegstag weitgehend gescheitert. Auch eine Hilfskolonne mit Medikamenten und Wasser für die belagerte Hafenstadt werde weiter blockiert, so Wereschtschuk.

(Update 23:46)

Ukraine-Korrespondent von FOX-News schwer verletzt

Ein britischer Journalist, der für den US-Sender Fox-News arbeitet, ist in der Ukraine sei schwer verletzt worden. Der Auslandskorrespondent Benjamin Hall sei ins Krankenhaus gebracht worden, teilt der Sender mit. Der Vorfall ereignete sich demnach "außerhalb von Kiew". "Wir haben im Moment nur wenige Details, aber Ben ist im Krankenhaus und unsere Teams vor Ort arbeiten daran, weitere Informationen zu bekommen", heißt es in der Mitteilung. Die ukrainische Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa teilt auf Facebook mit, dass ein britischer Journalist durch Schrapnelle an beiden Beinen verletzt worden sei. Einen Namen nennt sie nicht, dem Bild eines Presseausweises zufolge handelt es sich um einen Fox-News-Journalisten.

(Update 22:41)

Ukraine verbietet Einfuhr russischer Bücher

Zweieinhalb Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs verbietet die Ukraine den Import russischer Bücher und anderer Druckerzeugnisse. Die "Einfuhr von Verlagsprodukten aus dem Gebiet des Aggressor-Landes" werde gestoppt, teilte das verantwortliche Staatskomitee für Medien mit. Damit solle dessen kultureller Einfluss auf die ukrainische Bevölkerung unterbunden werden. Die meisten Menschen in der Ukraine sprechen Ukrainisch und Russisch und lesen Literatur in beiden Sprachen. Die Erzeugnisse des größeren und vielfältigeren russischen Buchmarktes sind beliebt. Im vergangenen Jahr importierte die Ukraine 32 Millionen Bücher aus Russland.

(Update 14:30)

Schwangere in Mariupol gestorben

Nach dem Angriff auf eine Geburtsstation in der belagerten südostukrainischen Stadt Mariupol sind eine schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind gestorben. Das teilte das ukrainische Außenministerium am Montag mit. Ein Foto, das zeigt, wie Männer die Schwangere auf einer Trage durch den zerstörten Klinikkomplex tragen, hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Das Ministerium forderte in seinem Tweet "Stoppt die russische Aggression" und "Sperrt den Himmel über der Ukraine jetzt".

Auf den Fotos aus dem zerstörten Gebäude in der umkämpften Stadt am Asowschen Meer war auch eine zweite Schwangere in einem gepunkteten Schlafanzug zu sehen gewesen, die sich in Sicherheit brachte. Diese Frau hat mittlerweile ein Mädchen zur Welt gebracht, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

Russland hatte den Ukrainern eine Provokation vorgeworfen. Das attackierte Gebäude habe nicht mehr als Geburtsklinik gedient, sondern sei zuletzt als Lager ultraradikaler Kämpfer des ukrainischen Bataillons Asow genutzt worden, behauptete Moskau. Dem widersprachen auch die Vereinten Nationen. Prorussische Internetnutzer hatten die fotografierten Schwangeren, von denen eine als Beauty-Bloggerin arbeitete, als Schauspielerinnen bezeichnet.

(Update 10:15)

Russland droht Ausländern mit Festnahmen

Die russischen Behörden drohen einem US-Medienbericht zufolge ausländischen Unternehmen mit Festnahmen oder der Beschlagnahmung von Vermögen, falls sie sich aus Protest gegen den Ukraine-Krieg aus dem Land zurückziehen. Staatsanwälte hätten Unternehmen wie Coca-Cola, McDonald's, Procter & Gamble und IBM kontaktiert und vor schweren Konsequenzen gewarnt, berichtete das "Wall Street Journal". Die russische Botschaft in den USA bezeichnete den Bericht als "reine Fiktion".

(Update: 08:49)

WHO: Medizinische Hilfe erreicht Ukraine

Medizinische Hilfsgüter erreichen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die Ukraine. Die WHO arbeite mit Partnern zusammen, um dringend benötigte Medikamente und Ausrüstung wie medizinischen Sauerstoff, chirurgische Mittel, Verbandsmaterial und Defibrillatoren bereitzustellen. In den kommenden Tagen und Wochen würden medizinische Güter konstant geliefert, um den Zugang der Menschen zu lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Versorgung sicherzustellen. In den ukrainischen Krankenhäusern gingen die Vorräte zur Neige, viele Händler könnten nicht mehr liefern.

(Update: 08:35)

Raketen zerstören Lebensmittel-Depot bei Kiew

Die russischen Truppen in der Ukraine intensivieren die Belagerung der Hauptstadt Kiew Stück für Stück. Wichtige Infrastruktur wird zerstört, unter anderem ein Lebensmittel-Depot in der Nähe von Kiew. Auch Angriffe auf Wohnhäuser wurden in der Nacht gemeldet. Menschen retten sich aus den Vororten ins Stadtinnere. Die Städte im Osten stehen unter Dauerfeuer, nun aber greift Russland auch Ziele ganz im Westen des Landes an.

(Update: 08:08)

Schwangere aus Klinik in Mariupol gestorben

Der russische Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol schockierte die Weltöffentlichkeit. Die Agentur AP meldet nun, dass eine der Schwangeren, die nach dem Bombenhagel aus dem Gebäude gerettet werden mussten, gestorben ist, ebenso ihr ungeborenes Kind. Die junge Frau, die bei dem russischen Angriff unter anderem einen Beckenbruch erlitten hatte, wurde in eine andere Klinik gebracht, wo die Ärzte sie nicht mehr retten konnten. Das Kind wurde per Kaiserschnitt geholt, war jedoch bereits tot. Die Bilder der jungen Frau, die ein AP-Journalist aufnahm, als sie auf einer Trage aus dem halb zerstörten Gebäude gebracht wurde, waren in sozialen Medien um die Welt gegangen.

(Update: 07:53)

Russland: Kein Grund für UN-Friedenstruppen in Ukraine

Russland sieht keinen Grund für die Entsendung von UN-Friedenstruppen in die Ukraine. Es bestehe kein Bedarf, da Russland die Lage unter Kontrolle habe, zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA Pjotr Iljitschew, den Direktor der Abteilung für internationale Organisationen des russischen Außenministeriums. Weitere Fortschritte bei der Regelung der Situation in der Ukraine hingen von der Kompromissbereitschaft der Regierung in Kiew ab.

(Update: 07:26)

Ukranisch-russische Gespräche starten am Montag

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine soll laut ukrainischen Angaben um 09.30 Uhr (MEZ) starten. Bei der Videoschalte soll es unter anderem um ein mögliches Treffen auf höchster Ebene gehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf Gespräche auf Präsidentenebene. Kremlsprecher Dmitri Peskow schließt ein Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin mit Selenskyj nicht aus. "Wir müssen aber verstehen, was das Ergebnis dieses Treffens sein soll und was dort besprochen wird."

(Update: 06:27)

Krim-Vertreter: Krim und Donbass verbunden

Die von Russland annektierte Halbinsel Krim und der Donbass im Osten der Ukraine sollen nun durch einen Landkorridor verbunden sein. Das sagt der Vize-Ministerpräsident der Regierung der Krim, Georgi Muradow, laut russischer staatlicher Agentur Ria Nowosti. "Die Autostraße von der Krim bis Mariupol wurde unter Kontrolle genommen", wird Muradow zitiert. Ihm zufolge könne dies dabei helfen, Menschen in der Region Donezk mit humanitären Gütern zu versorgen. Eine Bestätigung der Ukraine für den russischen Erfolg gibt es nicht. Gleichzeitig sollen erst am Sonntag russische Truppen laut Kiew einen Konvoi mit Hilfsgütern für die belagerte Hafenstadt Mariupol in der Region Donezk blockiert haben.

(Update: 06:17)

Luftschutzsirenen in vielen ukrainischen Städten

Luftschutzsirenen heulen am frühen Morgen in vielen Städten und Regionen der Ukraine, darunter Kiew, Lwiw und Odessa, berichten Reuters-Büros. Die örtlichen Behörden in Kiew melden, sie sammelten Nahrungsmittelvorräte, um die nächsten zwei Wochen zu überstehen.

(Update: 04:56)

Russland verleiht Orden an Soldaten

In Russland sind mehrere Soldaten für ihren Einsatz im Krieg mit der Ukraine ausgezeichnet worden. Der stellvertretende russische Verteidigungsminister Gennadi Schidko habe in einem Militärkrankenhaus in der Region Moskau elf Militärangehörigen Orden und Medaillen für ihren Mut verliehen, berichtet die russische Agentur Tass in der Nacht zu Montag unter Berufung auf einen Bericht in der Zeitung "Roter Stern".

(Update: 03:55)

Russland-Hilfe? USA warnen China

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, warnt die chinesische Regierung vor ernsthaften Konsequenzen, falls China Russland bei der Umgehung internationaler Sanktionen unterstützen sollte. Sullivan will sich am Montag mit dem chinesischen Spitzendiplomaten Yang Jiechi in Rom treffen. US-Regierungsbeamte sagen, Russland habe China nach seinem Einmarsch in die Ukraine um militärische Ausrüstung gebeten und damit im Weißen Haus die Sorge geweckt, Peking könne die Bemühungen des Westens, den ukrainischen Streitkräften bei der Verteidigung ihres Landes zu helfen, untergraben. Sullivan werde die amerikanischen Bedenken darlegen und gleichzeitig die Konsequenzen und die wachsende internationale Isolation Chinas deutlich machen.

(Update: 03:05)

Selenskyj drängt auf direktes Gespräch mit Putin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf direkte Gespräche zwischen ihm und dem russischen Präsidenten. "Unsere Delegation hat eine klare Aufgabe - alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen", sagt Selenskyj in einer Videoansprache. Die Ukraine hat wiederholt darauf verwiesen, dass Präsident Wladimir Putin alle endgültigen Entscheidungen treffe. Der Kreml sagte dazu, man werde ein solches Treffen nicht ablehnen, wenn es um "spezifische Fragen" gehe. Die nächste Runde der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine soll am Montagmorgen per Videoverbindung stattfinden.

(Update: 01:04)

weitere Offensive in der Ukraine erwartet

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereiten russische Truppen im Land mehrere Offensiven vor. Dafür versuchten die Einheiten, sich an bisher von ihnen eingenommenen Punkten festzusetzen, Nachschub zu sichern und sich neu zu gruppieren, heißt es in einem in der Nacht zu Montag auf Facebook veröffentlichten Bericht. Sobald dies geschehen sei, erwarte man neue Angriffe etwa auf die Städte Charkiw im Osten, Sumy im Nordosten oder auch den Kiewer Vorort Browari.

(Update: 23:29)

Russland muss ab jetzt ohne instagram auskommen

Nach Facebook und Twitter ist nun auch das Online-Netzwerk Instagram in Russland blockiert. Das bestätigen die Organisation NetBlocks und Instagram-Nutzer in Russland in der Nacht zu Montag. Der Schritt war für Mitternacht angekündigt gewesen. Die russische Medienaufsicht Roskomnadsor hatte die Sperre am Freitag erklärt. Begründet wurde sie damit, dass auf Instagram Gewaltaufrufe gegen russische Bürger und Soldaten verbreitet würden.

(Update: 20:00)

Kinder wollen nicht mehr sprechen

Der Krieg in der Ukraine sorgt für viel Zerstörung und Leid – auch bei den Jüngsten. Wie eine rumänische Flüchtlingshelferin jetzt gegenüber dem Magazin „INews“ berichtet, sind die Auswirkungen des Krieges auf Kinder dramatisch. „Die Kinder haben alle auf irgendeine Art den Krieg miterlebt, teilweise direkt im Kampfgebiet. Viele sind so traumatisiert, dass sie nicht mehr sprechen wollen. Wenn man sie etwas fragt, pressen sie die Hände auf den Mund oder halten sich die Ohren zu.“

(Update: 19:20)

Kirchenführer in Montenegro: Westen ist am Krieg schuld

Der oberste Würdenträger der serbisch-orthodoxen Kirche in Montenegro, Joanikije, schreibt dem Westen die Schuld am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu. "Der Kampf dauert seit über hundert Jahren an, seitdem das Übel der Gottlosigkeit, des Atheismus und des Kommunismus aus dem protestantischen Europa zu uns gekommen ist", sagte der Metropolit am Sonntag in einer Predigt in der serbisch-orthodoxen Kathedrale der Hauptstadt Podgorica.

(Update: 19:00)

Evakuierung von Menschen aus Mariupol erneut gescheitert

In der Südukraine ist nach Angaben aus Kiew erneut ein Versuch gescheitert, Menschen aus der belagerten Hafenstadt Mariupol in Sicherheit und Hilfsgüter hinein zu bringen. "Es ist nicht gelungen, Mariupol zu erreichen", sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Sonntag dem Portal strana.news. Der Konvoi sei in Berdjansk geblieben, weil es Luftangriffe auf Mariupol gegeben habe. "Aber morgen in der Früh versuchen wir es noch einmal", kündigte Wereschtschuk an.

(Update: 18:30)

Separatisten fanden Massengrab

Russland und die mit Moskau verbündeten Separatisten haben der ukrainischen Armee schwere Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung vorgeworfen. Einheiten der selbst ernannten "Volksrepublik" Luhansk entdeckten nach eigenen Angaben bei ihrem Vormarsch ein Massengrab. Sie beschuldigten ukrainische Truppen, Zivilisten als Schutzschilder missbraucht und diejenigen getötet zu haben, die sich widersetzten. Für die russischen Vorwürfe gibt es keine Belege.

(Update: 18:20)

Ex-AKW Tschernobyl wird wieder voll mit Strom versorgt

Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist ukrainischen Angaben zufolge wieder vollständig an die Stromversorgung angeschlossen. Damit liefen die Kühlsysteme des Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff nun wieder normal und nicht länger nur über eine Notstromversorgung, teilte der ukrainische Betreiber Enerhoatom am Sonntagabend auf Telegram mit.

(Update: 18:10)

Raketenangriff beunruhigt Bewohner polnischer Grenzregion

Der russische Raketenangriff nahe der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) hat am Sonntag die Bevölkerung in der benachbarten polnischen Grenzregion beunruhigt. "So nah ist uns der Krieg noch nie gekommen", sagte eine Einwohnerin von Korczowa am Sonntag im polnischen Fernsehen. "Ich habe die Explosionen gehört." Eine andere Frau berichtete, ihre Fenster hätten gezittert. "Es war wie ein Erdbeben."

(Update: 18:00)

USA warnen China vor Unterstützung Moskaus bei Sanktionen

Eine hochrangige US-Delegation will am Montag bei einem Treffen mit dem einflussreichen chinesischen Außenpolitiker Yang Jiechi Peking vor einem Unterlaufen der scharfen Sanktionen des Westens gegen Russland warnen. Eine Delegation unter Leitung des Nationalen Sicherheitsberaters Jake Sullivan werde Yang in Rom treffen, teilte Sicherheitsratssprecherin Emily Horne am Sonntag mit.

(Update: 17:45)

Selenskyj besuchte Verwundete in Militärkrankenhaus

Erstmals seit Kriegsbeginn hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sichtbar für die Öffentlichkeit seinen Amtssitz verlassen und Verwundete in einem Militärkrankenhaus besucht. Dabei verlieh der Staatschef den Soldaten Orden und ließ Fotos mit sich machen. "Werdet gesund. Ich wünsche euch Kraft. Ihr seid Prachtkerle!", sagte Selenskyj in dem am Sonntag in Sozialen Netzwerken veröffentlichten Video zu den Patienten.

(Update: 17:20)

Über 600 Festnahmen bei neuen Protesten in Russland

Bei neuen Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern landesweit mehr als 600 Menschen festgenommen worden. Insgesamt seien am Sonntag Demonstranten in mehr als 30 russischen Städten auf die Straßen gegangen, teilte die Organisation Owd-Info am Abend mit. Das russische Innenministerium sprach von etwa 300 Festnahmen bei den nicht genehmigten Kundgebungen allein in der Hauptstadt Moskau.

(Update: 16:40)

USA nach Angriff bei Lwiw: Werden NATO-Gebiet verteidigen

Nach dem russischen Raketenangriff nahe der polnischen Grenze hat das US-Verteidigungsministerium nochmals betont, dass die Vereinigten Staaten und die Bündnispartner das Gebiet der NATO-Staaten im Angriffsfall verteidigen werden. "Ein bewaffneter Angriff gegen einen wird wie ein bewaffneter Angriff auf alle bewertet", sagte Sprecher John Kirby am Sonntag dem TV-Sender ABC mit Blick auf die Beistandspflicht der NATO-Partner.

(Update: 16:30)

Bereits mehr als 2.100 Bewohner von Mariupol getötet

In der von russischen Truppen belagerten südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sind laut Stadtverwaltung seit Beginn der russischen Offensive bereits 2.187 Einwohner getötet worden. Die russischen "Besatzer greifen zynisch und absichtlich Wohngebäude und dicht bevölkerte Gebiete an und zerstören Kinderkrankenhäuser und städtische Einrichtungen", erklärte die Stadtverwaltung am Sonntag im Internetdienst Telegram. Rund um Kiew gab es am 18. Tag der Invasion heftige Gefechte.

(Update: 16:15)

Tschechien sagt Kiew weitere Militärhilfe zu

Tschechien will seine Militärhilfe für die von Russland angegriffene Ukraine verdoppeln. Die Regierung wolle weitere Rüstungsgüter im Wert von umgerechnet nahezu 29 Millionen Euro bereitstellen, sagte Verteidigungsministerin Jana Cernochova am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Aus Sicherheitsgründen könne sie keine Angaben dazu machen, um welche Waffen es sich handelt. Der NATO-Staat hatte Artilleriegranaten, Maschinengewehre und Munition an Kiew geliefert.

(Update: 15:25)

USA wollen Ukraine mehr Luftabwehrsysteme zukommen lassen

Die US-Regierung will den ukrainischen Streitkräften im Rahmen der nächsten Waffenlieferungen vor allem Luftabwehrsysteme zukommen lassen. Das sei momentan "der Fokus", sagte US-Präsident Joe Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan am Sonntag dem TV-Sender CNN. Biden hatte erst am Samstag weitere 200 Millionen US-Dollar für Waffenlieferungen bewilligt.

(Update: 14:45)

Russland und Ukraine sprechen von Verhandlungsfortschritten

Die Verhandlungen Russlands und der Ukraine kommen nach Angaben beider Seiten voran. Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak erklärt in einem online veröffentlichten Video, Russland verhandle konstruktiver als bisher und habe begriffen, dass die Ukraine keine grundsätzlichen Zugeständnisse mache. Er rechne mit ersten Ergebnissen in den kommenden Tagen.

(Update: 14:30)

US-Journalist in Irpin bei Kiew getötet

Bei einem Angriff in der Ukraine ist ein US-Journalist getötet worden. Ein weiterer US-Journalist sei bei dem Angriff im Vorort Irpin nordwestlich von Kiew verletzt worden, sagte der Chirurg Danylo Schapowalow, der als Freiwilliger vor Ort im Einsatz war. AFP-Reporter in Irpin sahen die Leiche des Getöteten. Irpin ist seit Tagen Ziel russischer Angriffe.

(Update: 14:25)

Tausende demonstrieren gegen Russland in Cherson

In der eroberten südukrainischen Großstadt Cherson haben örtlichen Medien zufolge Tausende Einwohner gegen die russische Besatzung demonstriert. Die Zeitung "Ukrajinska Prwada" veröffentlichte am Sonntag Fotos und Videos, die zahlreiche Menschen mit ukrainischen Fahnen im Zentrum der Stadt mit rund 300.000 Einwohnern zeigten. In Sprechchören forderten sie den Abzug der russischen Truppen. Die Menge rief "Nach Hause!" und "Cherson ist ukrainisch".

(Update: 14:10)

Türkei bittet Moskau um Hilfe bei Evakuierung aus Mariupol

Die türkische Regierung hat Russland um Hilfe bei der Evakuierung ihrer Staatsbürger aus der von russischen Truppen belagerten ukrainischen Hafenstadt Mariupol gebeten. "Wir haben Busse in die Region geschickt, aber diese kommen nicht in die Stadt", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Sonntag. Deshalb habe Ankara am Samstag in einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow um Unterstützung gebeten.

(Update: 14:00)

Mit Raketenwerfern gegen russische Panzer

Mit ununterbrochenem Artilleriefeuer hält ein Trupp ukrainischer Soldaten nordöstlich von Kiew die Stellung. In der Nähe des Dorfs Skybyn bewachen die Männer die Autobahn, die von Nordosten über Browary in die ukrainische Hauptstadt führt. Bisher konnten sie die russischen Panzer daran hindern, nach Kiew vorzudringen.

(Update: 13:45)

Land Oberösterreich stockt auf 1.550 Notschlafplätze auf

Die Notschlaf-Quartiere in Oberösterreich sind am Wochenende von ursprünglich neun auf 13 aufgestockt worden. Damit stehen mit Stand Sonntag 1.550 Schlafplätze zur Verfügung. Etwa 300 Menschen aus der Ukraine sind bereits in den über 600 von privater Seite angebotenen Quartieren untergebracht. Weitere Privatunterkünfte werden gesucht, hieß es in einer Presseaussendung von Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).

(Update: 13:25)

67 Menschen in Massengrab bei Kiew beigesetzt

Nach heftigen Kämpfen mit russischen Truppen sind in der ukrainischen Stadt Butscha bei Kiew 67 Zivilisten in einem Massengrab beigesetzt worden. Die Nachrichtenagentur Unian veröffentlichte am Sonntag ein entsprechendes Video. Zu sehen ist darin, wie Leichen in schwarzen Plastiksäcken von einem Lastwagen in eine ausgehobene Grube gelegt werden. Im Hintergrund ist eine Kirche zu sehen.

(Update: 13:15)

Bereits 270 Flüchtlinge im Burgenland untergebracht

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Sonntag eine Zwischenbilanz der Hilfsaktion für ukrainische Kriegsflüchtlinge gezogen. Demnach seien von Mittwoch bis Samstag 270 Menschen in sechs Bussen von der slowakisch-ukrainischen Grenze ins Burgenland gebracht worden, teilte der Landeshauptmann in einer Aussendung mit.

(Update: 13:05)

Zehntausende demonstrieren in Deutschland gegen den Krieg

Zehntausende Menschen haben sich am Sonntagmittag in mehreren deutschen Städten versammelt, um für Frieden in der Ukraine zu demonstrieren. Das Bündnis "Stoppt den Krieg" hatte zu Großdemos in Berlin, Frankfurt am Main, Leipzig, Stuttgart und Hamburg aufgerufen.

(Update: 12:45)

ÖBB-Verstärkerzug kam erstmals zum Einsatz

Der seit gestern zusätzlich von den ÖBB bereitgestellte Verstärkerzug wurde bereits am Samstag in Anspruch genommen. Der Railjet fährt bei Bedarf kurz nach dem EN462 gegen 23.50 Uhr ab. Beim EN462 handelt es sich um den letzten Zug von Budapest nach München (Planabfahrt 23.27 Uhr), der beim Eintreffen im Wiener Hauptbahnhof oft schon überbelegt angekommen war.

(Update: 12:35)

Kiew deckt sich mit Lebensmitteln ein für mögliche Blockade

Die ukrainische Hauptstadt Kiew bereitet sich auf eine mögliche Blockade durch russische Truppen vor. Es seien Vorräte mit Lebensmitteln angelegt worden, um zwei Millionen Kiewer zwei Wochen lang zu versorgen, sagte der Vizechef der Stadtverwaltung, Walentyn Mondryjiwskyj, am Sonntag. "Diese zwei Millionen Kiewer, die ihre Häuser nicht verlassen haben, werden nicht allein gelassen."

(Update: 12:30)

Russen sollen Ort mit Phosphorbomben angegriffen haben

Russische Truppen sollen bei einem Angriff im Osten des Landes nach Angaben eines örtlichen Polizeivertreters Phosphorbomben eingesetzt haben. Die Ortschaft Popasna rund hundert Kilometer westlich von Luhansk sei in der Nacht von der russischen Armee angegriffen worden, schrieb Polizeichef Oleksij Bilotschyzky am Sonntag im Online-Netzwerk Facebook. Dabei seien auch Phosphorbomben eingesetzt worden. Es gebe "unbeschreibliches Leid und Brände."

(Update: 12:05)

IAEA besorgt über Kontrolle über AKW Saporischschja

Bei dem von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja herrscht Unklarheit, wer für Betrieb und Sicherheit verantwortlich ist. Der ukrainische Atomkraftbetreiber Enerhoatom meldete der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, das Atomkraftwerk stehe "unter der Kontrolle des Befehlshabers der russischen Streitkräfte", wie die IAEA am Samstagabend berichtete. Die IAEA zeigte sich über das Gerangel um die Kontrolle des AKW besorgt.

(Update: 11:40)

Der Raketenangriff auf den Stützpunkt in Lwiw, ehemals Lemberg hat offenbar 35 Tote und 57 Verletzte gefordert! Zuvor war noch von neun Todesopfern die Rede.

(Update: 06:15)

Truppenübungsplatz bei Lwiw von Raketen getroffen

Die Umgebung der westukrainische Stadt Lwiw (Lemberg) ist Sonntag früh von mehreren Explosionen erschüttert worden. Die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtete sogar von Detonationen in Lwiw selbst. Es wurde Luftalarm ausgelöst. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf die Regionale Militärverwaltung, das Ziel sei ein Truppenübungsplatz nahe von Lwiw und der polnischen Grenze gewesen. Demnach wurden acht Raketen auf die ukrainische Militärbasis abgefeuert.

Die Stadt liegt mit knapp 600 Kilometer (Luftlinie) nicht nur nahe bei Wien, sondern vor allem nahe bei Polen, einem NATO Mitglied! Laut Beobachtern ein klares Zeichen von Putin. "Ich habe die Hoheit über die Ukraine und ich bestimmte wie es weitergeht", so die Einschätzung von NTV Reporter Thomas Präkelt.

(Update: 19:50)

Sieben Menschen bei Evakuierung nahe Kiew getötet

Bei der Evakuierung eines Dorfes östlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Darstellung des ukrainischen Militärgeheimdienstes sieben Bewohner getötet worden. Die Dorfbewohner hätten Peremoha verlassen wollen, als es zu einem Beschuss gekommen sei, teilte der Geheimdienst am Samstagabend mit. Die Ukraine machte russische Truppen dafür verantwortlich. Diese Angaben ließen sich nicht überprüfen.

(Update: 18:30)

300 Personen demonstrierten gegen Putins Krieg in Wien

Etwa 300 Personen und somit deutlich weniger als in vergangene Wochen haben am Samstagnachmittag am Wiener Platz der Menschenrechte aus Solidarität mit der Ukraine demonstriert. Neben Aktivisten sowie dem Botschafter der Ukraine in Wien wandten sich Vertreter der österreichischen Parlamentsparteien an die Versammelten. Insbesondere sprachen sie dabei auch von der Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Russland und vom Verbot russischer Propagandasender in der EU.

(Update: 18:15)

Biden bewilligt weitere 200 Millionen Dollar Militärhilfe

US-Präsident Joe Biden hat die Freigabe von Waffenlieferungen und Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 200 Millionen Dollar (182 Millionen Euro) angeordnet. Das teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Biden hatte erst vor zwei Wochen - unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskriegs - Soforthilfen über 350 Millionen Dollar für die ukrainischen Streitkräfte bewilligt.

(Update: 17:55)

Burgenländer spendeten tausende Medikamente

Im Burgenland hat am Samstag eine Medikamenten-Sammlung für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen stattgefunden. Bei 101 Feuerwehren wurden einige tausend Schachteln, Tuben und Flaschen abgegeben. Diese mussten originalverpackt, rezeptfrei und mindestens noch zwölf Monate haltbar sein. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) lobte am Samstag in einer Aussendung die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und bedankte sich bei der Feuerwehr für die Organisation.

(Update: 17:35)

Bevölkerung unter verstärktem Beschuss

Die Bevölkerung von Städten und Dörfern in der Ukraine ist am Samstag erneut unter verstärkten Beschuss der russischen Armee genommen worden. Vor allem aus dem Süden wurden heftige Kämpfe gemeldet, aber auch im Osten sowie aus der Umgebung der Hauptstadt Kiew. Für die etwa 400.000 Bewohner der belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten zeichnete sich keinerlei Erleichterung ab. Das russische Verteidigungsministerium sprach am 17. Kriegstag von Angriffen auf "breiter Front".

(Update: 17:10)

Selenskyj will Putin in Jerusalem treffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Jerusalem als möglichen Ort für Verhandlungen über ein Kriegsende mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin vorgeschlagen. Sowohl Selensky als auch Putin hatten zuletzt wiederholt mit dem israelischen Regierungschef Naftali Bennett telefoniert, der vor einer Woche Putin persönlich in Moskau getroffen hatte.

(Update: 17:00)

Ukrainischer Appell an österreichische Firmen in Russland

Der ukrainische Botschafter in Wien, Wassyl Chymynez, fordert österreichische Unternehmen mit Russland-Aktivitäten auf, ihr Engagement am russischen Markt zu beenden. "Diese Tätigkeit ist eine eindeutige Unterstützung des Putin-Regimes und sie unterstützt auch die brutale Weiterführung des Kriegs gegen die Ukraine", sagte er am Samstagnachmittag am Rande einer Wiener Solidaritätskundgebung im Gespräch mit der APA. Konkrete Firmen nannte er dabei keine.

(Update: 16:30)

Tschechien bittet EU wegen Flüchtlingen offiziell um Hilfe

Tschechien hat wegen der vielen ankommenden Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine offiziell die EU um Hilfe gebeten. Man habe im Rahmen des EU-Zivilschutz-Mechanismus Wohncontainer für die Unterbringung von bis zu 50.000 Menschen angefragt, teilte Feuerwehrsprecherin Pavla Jakoubkova am Samstag in Prag mit. "Jeder frei werdende Platz ist sofort belegt", berichtete sie.

(Update: 16:15)

Selenskyj: Bisher 1.300 ukrainische Soldaten getötet

Seit Kriegsbeginn vor mehr als zwei Wochen sind etwa 1.300 ukrainische Soldaten getötet worden. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag vor internationalen Journalisten. Die ukrainische Armee hatte sich bisher bei Angaben zu Verlusten in den eigenen Reihen bedeckt gehalten und lediglich die Zahl angeblich getöteter russischer Soldaten genannt. "Bei uns sind etwa 1.300 Soldaten getötet worden und bei Russland über 12.000", sagte der Präsident.

(Update: 15:55)

Scholz und Macron fordern Putin zu Waffenstillstand auf

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert. Außerdem drangen Scholz und Macron auf einen Einstieg in eine diplomatische Lösung des Konflikts. Das teilte der deutsche Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Samstag nach einem Telefonat von Scholz und Macron mit Putin mit. Das Gespräch am Mittag habe 75 Minuten gedauert.

(Update: 15:30)

Separatisten erobern Randbezirke von Mariupol

Russlands Streitkräfte haben ihre Angriffe nordwestlich von Kiew und auf andere ukrainische Städte Medienberichten und Behörden zufolge am Samstag fortgesetzt. In der umkämpften Hafenstadt Mariupol haben prorussischen Separatisten östlich gelegene Randbezirke erobert, teilte das ukrainische Militär mit. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bereits die Einnahme mehrerer Stadtteile gemeldet. Die ukrainische Regierung hatte in der Früh Fluchtkorridore angekündigt.

(Update: 15:25)

Baerbock: Arbeiten an Luftbrücke für Flüchtlinge in Moldau

Deutschland arbeitet nach Angaben von Außenministerin Annalena Baerbock gemeinsam mit internationalen Partnern an einer Art Luftbrücke für ukrainische Flüchtlinge aus Moldau. Eine solche Möglichkeit sei "absolut sinnvoll", um das Land zu entlasten und die Ankommenden in andere Staaten zu verteilen, sagte die Grünen-Politikerin am Samstag nach einem Treffen mit ihrem moldauischen Amtskollegen Nicu Popescu in der Landeshauptstadt Chisinau.

(Update: 15:00)

UN dokumentierte bisher Tod von 579 Zivilpersonen

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat seit dem Einmarsch russischer Truppen am 24. Februar den Tod von 579 Zivilpersonen in der Ukraine dokumentiert. Unter ihnen waren 42 Kinder und Jugendliche, wie das Büro am Samstag in Genf mitteilte. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft sprach indes von mindestens 79 Kindern, die getötet wurden. Dem Büro lagen zudem verifizierte Informationen über 1.002 Verletzte vor.

(Update: 14:55)

Österreich schickt Züge zum Transport von Flüchtlingen

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat im Rahmen ihrer zweitägigen Reise nach Polen Hilfe beim Transport von Flüchtlingen angekündigt. Österreich werde "schon in den nächsten Tagen Züge an die polnisch-ukrainische Grenze schicken. Damit helfen wir, die ukrainischen Geflüchteten sicher aus den Krisengebieten zu bringen und entlasten gleichzeitig die polnischen Flüchtlingslager vor Ort", sagte Gewessler am Samstag an der polnisch-ukrainische Grenze.

(Update: 14:35)

Englands Liga sperrte Abramowitsch als Chelsea-Direktor

Der russische Clubbesitzer Roman Abramowitsch ist von der Leitung des englischen Fußball-Spitzenclubs Chelsea ausgeschlossen worden. Nach der Verhängung von Sanktionen durch die britische Regierung verbietet der Vorstand der englischen Premier League dem 55-Jährigen, als Direktor des Clubs tätig zu sein. Neben dem Vorstandsvorsitzenden Guy Laurence sind laut Verein Eugene Tenenbaum und Marina Granowskaja als Direktoren in der Leitung tätig.

(Update: 14:10)

Experten aus Russland bei AKW Saporischschja angekommen

In dem von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind nach Angaben aus Kiew Experten aus Russland eingetroffen. Elf Beschäftigte des russischen Staatskonzerns Rosatom hätten das AKW im Südosten der Ukraine erreicht, darunter seien zwei Ingenieure, teilte das staatliche Unternehmen Energoatom am Samstag in Kiew mit.

(Update: 13:40)

Vatikan urgiert "Ende des Massakers"

Der Vatikan urgiert erneut das Ende des Ukraine-Konflikts. "Krieg ist ein Wahnsinn, er muss beendet werden", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin vor vatikanischen Medien am Samstag. "Wir müssen ein Herz aus Stein haben, um teilnahmslos zu bleiben und zuzulassen, dass diese Verwüstung weitergeht, dass weiterhin Flüsse von Blut und Tränen fließen", sagte der vatikanische Staatssekretär.

(Update: 13:00)

Drohnen-Absturz: Kroatien fordert bessere NATO-Koordination

Nach dem Absturz einer offenbar von ukrainischem Gebiet aus gestarteten Militärdrohne in Zagreb hat Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenkovic eine bessere Kooperation innerhalb der NATO angemahnt und die Reaktion des Militärbündnisses auf den Vorfall als unzureichend kritisiert. Die Aufklärungsdrohne sei durch den Luftraum zweier NATO-Mitgliedstaaten geflogen, bevor sie nahe einem Wohngebiet in Zagreb abgestürzt sei, so Plenkovic am Samstag. Dies sei "nicht hinnehmbar".

(Update: 12:30)

Italien konfiszierte Oligarchen Vermögen von 700 Mio. Euro

Italien hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar Vermögenswerte russischer Staatsbürger im Wert von 700 Millionen Euro konfisziert. Dies teilte der italienische Wirtschaftsminister Daniele Franco laut Medienangaben vom Samstag mit. Der Minister gratulierte der Finanzpolizei zu den Konfiszierungen.

(Update: 12:15)

Agrarökonom: Bis zu 100 Millionen Hungernde durch Krieg

Im schlimmsten Fall könnte der Krieg in der Ukraine nach Worten des deutschen Agrarökonomen Matin Qaim bis zu 100 Millionen Menschen in den Hunger treiben. Aus Russland und der Ukraine kämen etwa ein Drittel des weltweit gehandelten Weizens und drei Viertel des Sonnenblumenöls, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Kathpress. Beide Länder exportieren insbesondere nach Nordafrika, in den Nahen und Mittleren Osten, etwa nach Ägypten und Libyen.

(Update: 08:20)

Öldepot brennt nach russischem Angriff

Ein Öldepot südlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew in Vasylkiv soll einem Bericht des „Kyiv Independent“ brennen. Auslöser des Feuers ist offenbar ein russischer Angriff in der Nacht.
Auch ein Munitions-Depot soll von russischen Angriffen getroffen worden sein, so "Kyiv Independent" auf Twitter.

(Update: 08:20)

Öldepot brennt nach russischem Angriff

Ein Öldepot südlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew in Vasylkiv soll einem Bericht des „Kyiv Independent“ brennen. Auslöser des Feuers ist offenbar ein russischer Angriff in der Nacht.
Ein weiteres Öldepot im Dorf Kryackhy soll demzufolge ebenfalls getroffen worden sein. Im Dorf Kviteneve soll zudem ein Lagerhaus für Tiefkühlprodukte nach russischem Beschuss brennen.

(Update: 07:00)

Bürgermeister von Melitopol angeblich von russischer Armee entführt

Russische Soldaten haben ukrainischen Angaben zufolge den Bürgermeister der besetzten südukrainischen Stadt Melitopol entführt. Das ließ sich bisher aber nicht unabhängig überprüfen!
Iwan Fedorow soll am Freitag bei einem Besuch des Krisenzentrums von Melitopol von einer Gruppe von "zehn Besatzern" verschleppt worden, als er sich um Versorgungsfragen kümmern wollte, so das ukrainische Parlament auf Twitter. "Er weigerte sich, mit dem Feind zu kooperieren", heißt es in der Twitter-Nachricht. Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert in einer Videoansprache in der Nacht zu Samstag die Freilassung des Bürgermeisters. Druck auf Bürgermeister oder ihre "physische Eliminierung" werde Russland nicht dabei helfen, ukrainische Städte zu übernehmen. Ein derartiges Vorgehen sei ein "Zeichen der Schwäche" Russlands, so Selenskyi.

(Update: 10:06)

Putin will "Freiwillige" in Ukraine kämpfen lassen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Entsendung von "freiwilligen" Kämpfern in die Ukraine zu erleichtern. Dies sei eine Reaktion auf die "Söldner", die der Westen in die Ukraine gebracht habe, sagte Putin während einer im Fernsehen übertragenen Sitzung des Sicherheitsrats zu Verteidigungsminister Sergej Schoigu. "Wenn man sieht, dass es Menschen gibt, die auf freiwilliger Basis (den Separatisten in der Ostukraine) helfen wollen, dann muss man ihnen auf halbem Weg entgegenkommen und ihnen helfen, in die Kampfgebiete zu ziehen", sagte Putin.

(Update: 08:53)

Kiew hofft, endlich Zivilisten aus Mariupol herausholen zu dürfen

Die ukrainische Regierung hofft auf einen Fluchtkorridor für Zivilisten in der seit Tagen eingekesselten und beschossenen Stadt Mariupol. Sie hoffe, dass ein Fluchtweg noch heute möglich sein werde, sagt Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk. Bemühungen um einen solchen Korridor waren in dieser Woche mehrfach gescheitert.

(Update: 08:33)

WHO: Ukrainische Labore sollen Krankheitserreger zerstören

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt nah Informationen der Nachrichtenagentur Reuters der Ukraine, hoch gefährliche Krankheitserreger in ihren Laboren zu zerstören. So sollen mögliche Ausbreitungen nach militärischen Angriffen verhindert werden. Der Vormarsch Russlands und die Bombardierung der Städte erhöhten die Gefahr, dass Krankheitserreger, an denen in Laboren geforscht werde, durch Zerstörungen der Gebäude freigesetzt würden und sich in der Bevölkerung verbreiten könnten.

(Update: 08:15)

Rebellen nehmen ukrainische Stadt Wolnochowa ein

Prorussische Separatisten haben im Osten der Ukraine nach Militärangaben aus Moskau die Stadt Wolnowacha unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt war nach russischen Angaben seit dem 28. Februar eingekesselt. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gibt es dazu noch nicht. Die Truppen der "Volksrepublik Donezk" hätten zudem vier weitere Ortschaften eingenommen und seien insgesamt sechs Kilometer weit in ukrainisches Gebiet vorgedrungen, sagt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow,. Die russische Armee habe ihre Angriffe ebenfalls fortgesetzt - und sei um weitere 17 Kilometer vorgedrungen.

(Update: 07:45)

Moskau: Zwei ukrainische Militärflughäfen zerstört

Die russische Armee hat Agenturberichten zufolge die Fliegerhorste in den ukrainischen Städten Lutsk und Iwano-Frankiwsk angegriffen und zerstört. Angriffe auf Militärflughäfen sind von hoher strategischer Bedeutung für Russland, dessen Armee noch immer keine absolute Lufthoheit über der Ukraine ausübt. Immer wieder werden russische Truppen aus der Luft angegriffen, unter anderem von ukrainischen Kampfdrohnen aus türkischer Produktion. Die Agenturen beziehen sich auf Aussagen des Sprechers des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow. In sozialen Medien finden sich zahlreiche Videos von heute Morgen, die Explosionen am Rand von Lutsk zeigen sollen. Die Aufnahmen sind aber nicht auf Anhieb zu verifizieren.

(Update: 06:57)

Angriff auf nächste Millionenstadt: Russland beschießt Dnipro

Bei Luftangriffen auf zivile Ziele in der Stadt Dnipro in der Zentralukraine wird am Morgen nach Angaben der Rettungsdienste mindestens ein Mensch getötet. Am frühen Morgen "gab es drei Luftangriffe in der Stadt, die einen Kindergarten, ein Apartmenthaus und eine zweistöckige Schuhfabrik trafen", teilen die Rettungskräfte mit. "Eine Person kam ums Leben." Die Stadt mit etwa einer Million Einwohnern war bislang von größeren russischen Angriffen verschont geblieben.

(Update: 06:04)

China kritisieren Saktionen, nicht aber Russland

China ruft zu "äußerster Zurückhaltung" in Russlands Krieg in der Ukraine auf, um eine größere humanitäre Katastrophe zu verhindern. Zum Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses in Peking vermeidet es Chinas Regierungschef Li Keqiang aber auf einer Pressekonferenz weiter, Russland für die Invasion zu kritisieren. Auch spricht sich der Premier gegen die internationalen Sanktionen gegen Russland aus. "Die betreffenden Sanktionen schaden der wirtschaftlichen Erholung der Welt", sagte Li Keqiang. "Niemand hat Interesse daran."

(Update: 05:36)

UN-Sicherheitsrat tagt wegen angeblicher Massenvernichtungswaffen in Ukraine

Der UN-Sicherheitsrat wird am Freitag um 17 Uhr zu einer Dringlichkeitssitzung über angebliche Biowaffen in der Ukraine zusammenkommen. Die Sitzung ist von Russland beantragt worden, nachdem sich Moskau und Washington in den vergangenen Tagen gegenseitig vorgeworfen hatten, Massenvernichtungswaffen im Ukraine-Krieg einsetzen zu wollen. Russland hat die ukrainische Regierung beschuldigt, zusammen mit den USA Labore zur Herstellung von Biowaffen zu betreiben. Washington und Kiew weisen dies zurück.

(Update: 05:12)

Psychologen wollen Putin mit Brief zum Umdenken bewegen

Psychologen aus rund 20 Ländern wollen mit einem Offenen Brief den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Umdenken bewegen. "Wir schreiben an Sie, um unser wissenschaftliches und praktisches Wissen über die Konsequenzen eines Krieges für denjenigen, der den Krieg beginnt, mit Ihnen zu teilen und einen Ausweg aus dieser gefährlichen Situation aufzuzeigen", beginnt das Schreiben, das von den hessischen Sozialpsychologen Rolf van Dick (Uni Frankfurt) und Ulrich Wagner (Uni Marburg) initiiert wurde. Unterschrieben haben knapp 40 Kollegen von den USA bis Polen, Norwegen bis Südafrika, Indien und Pakistan. Mit dem Brief wollen sie Putin über "negative Effekte" seiner Politik in Kenntnis setzen, wie sie schreiben.

(Update: 04:50)

EU will Ukraine Waffen für 500 Millionen liefern

Die ukrainischen Streitkräfte könnten weitere Waffen und Ausrüstung aus der EU bekommen. Nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel schlägt der Außenbeauftragte Josep Borrell den Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Versailles vor, für zusätzliche Lieferungen 500 Millionen Euro zu mobilisieren. Ein erstes Paket über 500 Millionen Euro ist bereits Ende Februar bewilligt worden. Das Geld wird den Planungen zufolge aus der sogenannten Europäischen Friedensfazilität kommen. Sie ist ein neues Finanzierungsinstrument der EU, das auch genutzt werden kann, um die Fähigkeiten von Streitkräften in Partnerländern zu stärken. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 ist die Friedensfazilität mit rund fünf Milliarden Euro ausgestattet.

(Update: 02:29)

Militärkonvoi nordwestlich von Kiew wird verlagert

Satellitenbildern des in den USA ansässigen Unternehmens Maxar Technologies zufolge soll ein großer russischer Militärkonvoi, der zuletzt nordwestlich von Kiew in der Nähe des Antonow-Flughafens gesehen wurde, weitgehend aufgelöst und verlagert worden sein. Laut dem Unternehmen zeigen die Bilder gepanzerte Einheiten, die in und durch die umliegenden Städte in der Nähe des Flughafens manövrieren. Teile des Konvois sollen weiter nördlich in der Nähe von Lubjanka neu positioniert worden sein.

(Update: 00:27)

Facebook erlaubt Nutzern in manchen Ländern Gewalaufrufe gegen Putin

Der Tech-Konzern Meta wird Instagram- und Facebook-Nutzern in manchen Staaten künftig Gewaltaufrufe gegen Russen sowie russische Soldaten im Kontext des Ukraine-Kriegs erlauben. Das berichtet Reuters und beruft sich dabei auf interne E-Mails des Unternehmens, die einen neuen Umgang mit Hassreden auf den sozialen Netzwerken festlegen. Nutzer in Russland, der Ukraine und Polen dürfen demnach auch zur Gewalt gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko aufrufen. Solche Beiträge sollen jedoch nur dann erlaubt sein, wenn sie nicht konkrete Ziele benennen oder Details wie den Ort oder die Methode der Gewaltausübung.

(Update: 00:01)

Innerhalb von 2 Tagen fliehen 100.000 Menschen aus umkämpften Städten

Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge sind in der Ukraine binnen zwei Tagen etwa 100.000 Menschen aus umkämpften Städten in Sicherheit gebracht worden. Gleichzeitig beschuldigt Selenskyj in der Nacht zum Freitag Russland des Angriffs auf einen Fluchtkorridor aus der von russischen Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol. Bereits in den vergangenen Tagen waren lokale Waffenruhen für Evakuierungen aus Mariupol gescheitert. Moskau und Kiew wiesen sich dafür gegenseitig die Schuld zu.

(Update: 22:47)

UN: Russland hat bereits 3 Kliniken zerstört

Im Ukraine-Krieg sind nach UN-Angaben bereits drei Entbindungskliniken zerstört worden. Das Krankenhaus in Mariupol sei "nicht das einzige", das angegriffen worden sei, sagt Jaime Nadal von der UN-Agentur für reproduktive Gesundheit am Donnerstag. Die Entbindungskrankenhäuser in Schytomyr und Saltiwsky seien ebenfalls zerstört worden. Ein russischer Bombenangriff auf eine Kinder- und Geburtsklinik in der belagerten Hafenstadt Mariupol am Mittwoch hatte international Entsetzen ausgelöst. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben zwei Erwachsene und ein Kind getötet, mindestens 17 Angestellte wurden verletzt. Nadal machte keine Angaben dazu, wer für die Angriffe auf die anderen beiden Einrichtungen verantwortlich war, oder ob dabei ebenfalls Menschen zu Schaden kamen.

(Update: 22:42)

Russland kündigt für Freitag Feuerpause an

Das russische Verteidigungsministerium kündigt für Freitag eine Feuerpause an und will Fluchtkorridore für die Evakuierung von Zivilisten aus fünf Städten öffnen. Das berichteten übereinstimmend die russischen Nachrichtenagenturen RIA und Interfax. Demnach hat der Chef des nationalen Verteidigungskontrollzentrums, Michail Misintsew, angekündigt, die Menschen könnten entweder nach Russland oder in andere Städte der Ukraine reisen. "Ab 10.00 Uhr Moskauer Zeit (08.00 MEZ) am 11. März 2022 wird die Russische Föderation ein 'Regime der Stille' erklären und ist bereit, humanitäre Korridore zur Verfügung zu stellen", zitiert Interfax Misintsew. Fluchtwege sind demnach für Kiew, Sumy, Charkiw, Mariupol und Tschernihiw vorgesehen. RIA zitierte Beamte mit den Worten, die ukrainische Seite müsse Listen von Personen und Fahrzeugkennzeichen vorlegen, bevor die Korridore geöffnet würden.

(Update 15:30)

Ukraine beschlagnahmt russisches Eigentum

Die Ukraine will Eigentum Russlands und russischer Steuerzahler auf ihrem Staatsgebiet beschlagnahmen. Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete dazu ein entsprechendes Gesetz, wie das Parlament in Kiew am Donnerstag mitteilte. Die Rechtsgrundlage sei, dass die "Russische Föderation einen Krieg gegen die Ukraine und deren Einwohner begonnen hat".

Entscheidungen über Beschlagnahmungen werden demnach durch den Sicherheitsrat der Ukraine getroffen und per Dekret des Präsidenten in Kraft gesetzt. Kompensationen seien nicht vorgesehen. In dem Gesetz werden ausdrücklich auch Steuerresidenten als steuerpflichtige Bewohner erwähnt, deren Eigentum oder Vermögen beschlagnahmt werden können.

In der Ukraine haben unter anderem russische Banken und Unternehmen Vertretungen und besitzen Anteile an örtlichen Unternehmen.

(Update 14:50)

Neue Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staats und Regierungschefs sagen der Ukraine weitere Hilfe zu und drohen Russland mit neuen Sanktionen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die Ukraine-Erklärung des informellen EU-Gipfels in Versailles am Donnerstag und Freitag hervor. "Wir werden sicherstellen, dass alle Sanktionen vollständig umgesetzt werden. Und wir sind bereit, schnell zu agieren mit weiteren Sanktionen falls nötig", heißt es darin.

** (Update 11:20)**

Kein Fortschritt bei Verhandlungen

Bei dem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow hat es nach den Worten des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba keine Fortschritte hinsichtlich einer Waffenruhe gegeben. Er sei bereit zu einem erneuten Gespräch in diesem Format, sagte Kuleba am Donnerstag im türkischen Antalya. Die beiden Außenminister waren erstmals seit Kriegsbeginn vor zwei Wochen zusammengetroffen.

(Update 10:00)

Verhandlungen in Türkei

Erstmals seit Kriegsbeginn vor zwei Wochen sind der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Amtskollege Dmytro Kuleba in der Türkei zusammengetroffen. Fotos, die die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verbreitete, zeigen die beiden Außenminister, wie sie einander gegenüber sitzen. Die Begegnung wurde vom türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu vermittelt.

Die Gespräche in der Türkei sollten dazu dienen, die russische Aggression gegen die Ukraine zu beenden, teilte das Außenministerin in Kiew mit. Bei der Unterredung sollen nach Angaben aus Kiew Möglichkeiten ausgelotet werden, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann.

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Lawrow und Cavusoglu.

Die Türkei, die NATO-Mitglied ist, unterhält gute Beziehungen zu beiden Kriegsparteien und hat sich wiederholt als Vermittlerin angeboten. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am 24. Februar den Befehl für den Einmarsch in die Ukraine gegeben - unter anderem mit der Begründung, das Land entmilitarisieren und die russischsprachige Bevölkerung im Osten des Landes schützen zu wollen. Als Bedingung für eine Einstellung der Gefechte fordert Russland, dass sich die Ukraine in ihrer Verfassung für neutral erklärt. Zudem müsse Kiew die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch sowie die Separatistengebiete Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten anerkennen.

Die Ukraine lehnt das bisher zwar in weiten Teilen ab. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich aber gesprächsbereit gezeigt und zuletzt eine gewisse Kompromissbereitschaft angedeutet. "Ich sage Ihnen ganz offen, dass ich nur geringe Erwartungen an die Verhandlungen habe", hatte Kuleba am Mittwoch gesagt. "Aber wir werden fraglos maximalen Druck ausüben."

(Update 06:30)

Selenskyj: Angriff auf Kinderkrankenhaus ist "Kriegsverbrechen"

Im von russischen Streitkräften belagerten Mariupol sind nach Angaben der örtlichen Behörden binnen neun Tagen mehr als 1200 Zivilisten gestorben. Am Mittwoch war in der südukrainischen Hafenstadt eine Geburts- und Kinderklinik durch russischen Beschuss zerstört worden. Mindestens 17 Mitarbeiter des Krankenhauses wurden nach Angaben der örtlichen Behörden verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den Angriff in einer Videobotschaft als "Kriegsverbrechen". Er fügt hinzu: "Die Bombardierung aus der Luft ist der letzte Beweis. Der Beweis, dass ein Völkermord an Ukrainern stattfindet." Die russische Regierung erklärt ihrerseits, ukrainische Kämpfer hätten das Krankenhaus zuvor geräumt gehabt und aus dem Gebäude heraus russischen Truppen beschossen.

(Update: 05:00)

Ukraine plant weitere Fluchtkorridore in Sumy

Für Donnerstag sind einem ukrainischen Behördenvertreter zufolge drei Fluchtkorridore zur Evakuierung von Menschen aus der Region Sumy im Nordosten des Landes geplant. Diese führten aus den Städten Trostjanez, Krasnopillja und Sumy jeweils in Richtung der zentralukrainischen Stadt Poltawa, teilt der Chef der Gebietsverwaltung von Sumy, Dmytro Schywyzkyj, in der Nacht im Nachrichtenkanal Telegram mit. Der Beginn der Waffenruhe für die betreffenden Routen sei für 8 Uhr MEZ geplant.

(Update: 04:41)

Verbindung zu weiterem Akw in Ukraine reißt ab

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) verliert nach Tschernobyl auch die Verbindung zum größten europäischen Atomkraftwerk in der Ukraine, Saporischschja. IAEA-Chef Rafael Grossi teilt mit, dass die Datenverbindung zu den Überwachungsgeräten in Saporischschja ausgefallen sei. Zuvor hat die IAEA gewarnt, dass sie die Verbindung zu den Überwachungssystemen in der ebenfalls von russischen Truppen eroberten Atomruine von Tschernobyl verloren habe. Später teilte die Behörde mit, dass sie von der Ukraine die Information erhalten habe, dass es einen Stromausfall gegeben hatte. Sie sehe "in diesem Fall keine kritischen Auswirkungen auf die Sicherheit". Der Verbindungsverlust zu den beiden Atomstandorten sei jedoch besorgniserregend. "Die Fernübertragung von Daten aus den IAEA-Überwachungsanlagen an Nuklearstandorten auf der ganzen Welt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Überwachungsmaßnahmen", erklärt Grossi. Die Datenleitungen "ermöglichen es uns, Kernmaterial und Aktivitäten an diesen Standorten zu überwachen, wenn unsere Inspektoren nicht anwesend sind".

(Update:04:20)

Mehr als eine Million Kinder sind auf der Flucht

Seit dem Einmarsch der Russen sind mehr als eine Million Kinder aus der Ukraine in Nachbarländer geflüchtet. Das teilt das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Mindestens 37 Kinder wurden den Angaben zufolge getötet und 50 verletzt.

(Update 17:00)

Kinderkrankenhaus zerstört

In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol ist nach Angaben des Stadtrats ein Kinderkrankenhaus durch russische Luftangriffe zerstört worden. „Die russischen Streitkräfte haben mehrere Bomben auf das Kinderkrankenhaus geworfen. Die Zerstörung ist immens“, heißt es in einem Online-Beitrag. Opferzahlen seien noch nicht bekannt. Reuters kann den Bericht nicht sofort verifizieren. Russland hat bestritten, bei seinem Angriff auf die Ukraine auf Zivilisten zu zielen.

(Update 13:00)

Strom zu AKW gekappt

Die staatliche ukrainische Atomenergiefirma Energoatom warnt davor, dass radioaktive Substanzen aus dem AKW Tschernobyl austreten könnten. Der Stromanschluss des Kraftwerks sei gekappt worden und darum könne verbrauchter Kernbrennstoff nicht gekühlt werden. Arbeiten zur Wiederherstellung der Verbindung und der Stromversorgung der von russischen Soldaten besetzten Anlage seien wegen der anhaltenden Kämpfe nicht möglich, hieß es.

(Update 10:00)

Sechs Fluchtkorridore für Ukrainer

Die Ukraine hat der Einrichtung von sechs Fluchtkorridoren für die Rettung von Zivilisten aus belagerten Städten zugestimmt. Menschen aus Enerhodar und Mariupol sollten am Mittwoch nach Saporischschja im Südosten gebracht werden, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk. Für die Bewohner von Wolnowacha ist Pokrowsk vorgesehen, Poltawa für Einwohner aus Sumy. Auch für Isjum im Osten sowie für mehrere Kleinstädte nördlich von Kiew sind Korridore geplant.

Der Waffenstillstand soll demnach bis 20.00 Uhr MEZ gelten. Das Militär habe zugestimmt, dass in dieser Zeit nicht geschossen werde, sagte Wereschtschuk. Die Fluchtrouten seien mit Russland koordiniert und der entsprechende Brief ans Internationale Rote Kreuz geschickt worden. Zuvor hatte auch das russische Verteidigungsministerium eine Feuerpause für mehrere Regionen angekündigt. Zunächst war unklar, ob diese auch halten würde.

(Update: 07:57)

Ukraine zieht Blauhelme ab

Die Ukraine zieht ihre Blauhelmsoldaten und militärische Ausrüstung aus der Demokratischen Republik Kongo ab. Ein UN-Sprecher teilt mit, die ukrainische Regierung habe die UNO offiziell darüber informiert, dass ihr Militärkontingent einschließlich des Personals, der Hubschrauber und der Ausrüstung zurückberufen würden. Das ukrainische Kontingent umfasst demnach 250 Soldaten. Die Ukraine ist laut UNO unter anderem auch an Friedensmissionen der Vereinten Nationen im Südsudan und in Mali beteiligt.

(Update 05:49)

Tausende buchen Ferienwohnungen in Kriegsgebieten

Tausende Nutzer der Plattform Airbnb buchen Ferienwohnungen in der Ukraine - allerdings nicht, um dort zu übernachten, sondern um die Gastgeber nach dem Angriff Russlands finanziell zu unterstützen. Innerhalb von zwei Tagen wurden vergangene Woche rund 1,9 Millionen Dollar für mehr als 61.000 Übernachtungen in der Ukraine ausgegeben, sagt ein Airbnb-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Nachdem sie ihre Unterkünfte über Airbnb gebucht hatten, teilten einige Nutzer im Internet die Antworten der ukrainischen Gastgeber, die ihnen für ihre finanzielle und moralische Unterstützung dankten.

(Update 05:05)

Siebenjähriges Kind stirbt bei Wohnhaus-Beschuss in Charkiw

In der Nähe der Großstadt Charkiw starben zwei Menschen, darunter ein sieben Jahre altes Kind, dem Zivilschutz zufolge beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohnhaus. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar seien bei Kämpfen in Charkiw 170 Zivilisten getötet worden, darunter fünf Kinder, sagt ein Behördensprecher der Agentur Unian zufolge. Russland beharrt darauf, die Truppen griffen keine zivilen, sondern nur militärische Ziele an.

(Update 04:35)

Schwere Luftangriffe in Malyn, zwei Kinder sterben

Laut Behörden zufolge sind bei neuen Luftangriffen auf Städte in der Ukraine mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. In der Stadt Malyn im Gebiet Schytomyr starben drei Erwachsene und zwei Kinder, als Bomben sieben Häuser zerstörten, wie der Zivilschutz mitteilt. In Ochtyrka bei Sumy kam mindestens ein Mensch ums Leben, 14 Menschen wurden demnach verletzt. Die russische Armee habe zwei Stunden lang die zivile Infrastruktur des Ortes beschossen, sagt der Chef der Gebietsverwaltung, Dmytro Schywyzkyj. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

(Update 04:10)

USA senden Luftabwehrraketensysteme nach Polen

Die Vereinigten Staaten entsenden zwei Patriot-Raketenbatterien nach Polen als "defensive Stationierung", um einer möglichen Bedrohung für die Verbündeten der USA und der NATO während der laufenden russischen Invasion in der Ukraine zu begegnen, sagt ein Sprecher des US European Command. Patriots sind Luftabwehrraketensysteme: Sie sollen ankommende ballistische Kurzstreckenraketen, moderne Flugzeuge und Marschflugkörper abwehren und zerstören.

(Update 03:38)

Russland kündigt neue Evakuierungskorridore an

Russland hat auch für Mittwoch die Öffnung mehrerer "humanitärer Korridore" in der Ukraine angekündigt. Ab 08 Uhr MEZ sollten lokale Waffenruhen gelten, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf eine für humanitäre Fragen zuständige Abteilung des Verteidigungsministeriums. Zuvor waren die ersten Zivilisten über einen offiziellen Evakuierungskorridor aus der umkämpften Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine gebracht worden.

(Update 02:31)

Murray will Preisgelder für Kriegsopfer spenden

Der britische Tennisstar Andy Murray will alle seine Preisgelder für den Rest des Jahres für Opfer des Krieges in der Ukraine spenden. Er arbeite dafür mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) zusammen, erklärt die frühere Nummer eins der Weltrangliste. Sämtliche Preisgelder, die er bei Tennisturnieren in diesem Jahr erhalte, wolle er daher Unicefs Ukraine-Hilfe spenden. Insgesamt seien mehr als 7,5 Millionen Kinder vom Krieg in der Ukraine bedroht, schreibt Murray. Unicef trage dazu bei, ihnen medizinische Versorgung und frühkindliche Förderung zur Verfügung zu stellen

(Update 00:12)

Hunderte Deutsche kämpfen angeblich in der Ukraine

Aktuell seien knapp 1000 Deutsche in der Ukraine im Einsatz, schreibt die "Bild" unter Berufung auf Angaben aus ukrainischen Regierungskreisen. Allein in der ersten Kriegswoche hätten sich rund 500 Bundesbürger gemeldet. Insgesamt würden in der ukrainischen Armee mittlerweile rund 22.000 Ausländer kämpfen. Die vorwiegend jungen Männer kämen zu großen Teilen aus Osteuropa, aber auch beispielsweise aus den USA.

(Update 23:42)

Weltweites Musiklabel zieht sich aus Russland zurück

Das weltgrößte Musiklabel Universal Music stellt wegen des Ukraine-Kriegs seinen Betrieb in Russland vorübergehend ein. Alle Büros würden dort geschlossen, teilt die Plattenfirma mit.

(Update 23:08)

Russland kritisiert USA für Stopp von Öl-Importen

Russland rechnet nach dem von den USA verhängten Importverbot für russisches Rohöl mit weltweiten Auswirkungen. "Es liegt auf der Hand, dass der Verzicht auf unsere Ressourcen auch zu erheblichen Schwankungen auf den globalen Energiemärkten führen wird. Sie wird sich nachteilig auf die Interessen von Unternehmen und Verbrauchern auswirken, vor allem in den USA selbst", schreibt die russische Botschaft in Washington auf Facebook. Der Sanktionsdruck der USA auf Russland habe "die Grenzen der politischen und wirtschaftlichen Vernunft überschritten."

(Update 20:33)

UNHCR lobt Solidarität

Aus der Ukraine sind seit Beginn des russischen Einmarschs mehr als zwei Millionen Menschen geflohen. Die wichtigsten Aufnahmeländer der Kriegsflüchtlinge brauchen aus Sicht von UN-Hochkommissar Filippo Grandi dringend Hilfe von anderen Staaten. Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR lobte am Dienstag die bisherige Aufnahmebereitschaft von europäischen Staaten, besonders von Ukraines Nachbarn wie Polen und Moldau. "Die Reaktion Europas ist bemerkenswert", sagte Grandi.

(Update 20:03)

Offensive geht weiter

In der umkämpften ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind prorussische Einheiten nach Angaben aus Moskau weiter auf dem Vormarsch. Kämpfer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk seien seit dem Ende einer Waffenruhe bereits knapp einen Kilometer weit vorgedrungen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Mariupol am Asowschen Meer wird seit Tagen belagert, die Lage in der Stadt gilt als katastrophal. Mehrere Evakuierungsversuche waren gescheitert.

Erfolge auch an anderen Fronten

Auch an anderen Frontabschnitten in der Ostukraine erzielten Separatisten und russische Einheiten nach eigenen Angaben Erfolge. Der Chef der von Russland als unabhängig anerkannten "Volksrepublik" Luhansk, Leonid Passetschnik, sagte, die Stadt Popasna sei erobert und ukrainische Kräfte seien eingekesselt worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

(Update 19:16)

Nehammer telefoniert mit Klitschko

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat am Dienstag erneut mit dem Kiewer Bürgermeister Wladimir Klitschko telefoniert. Dabei habe Klitschko "emotional" die sich täglich verschärfenden Situation geschildert, hieß es anschließend aus dem Bundeskanzleramt. Nehammer versprach demnach bei dem Telefonat, sich weiter dafür einzusetzen, "damit endlich humanitäre Korridore geschaffen werden und nicht noch mehr Schaden in der Zivilbevölkerung angerichtet wird."

(Update 18:43)

Putin ist frustriert: CIA warnt

Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, William Burns, sagt im Ukraine-Krieg düstere Wochen voraus. "Ich glaube, Putin ist im Moment wütend und frustriert", sagte Burns am Dienstag bei einer Anhörung im US-Kongress mit Blick auf den russischen Präsidenten. "Er wird wahrscheinlich noch einen draufsetzen und versuchen, das ukrainische Militär ohne Rücksicht auf zivile Opfer zu zermalmen." Die nächsten paar Wochen würden vermutlich "hässlich".

(Update 18:22)

Börse bleibt geschlossen

Die Moskauer Börse bleibt nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine geschlossen. Auch morgen Mittwoch würden auf dem wichtigsten russischen Marktplatz keine Unternehmensanteile gehandelt, teilte die Börse am Dienstag in Moskau mit. Der Handel mit russischen Aktien sollte nach den Feiertagen in Russland wieder beginnen. Die Börse ist seit mehr als zehn Tagen geschlossen, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin den Befehl gegeben hatte, in die Ukraine einzumarschieren. Nach dem bisher letzten Öffnungstag der Moskauer Börse am 25. Februar hatten die Anteilsscheine russischer Unternehmen zunächst massiv an Wert verloren, bevor sie am vergangenen Donnerstag vom Handel ausgesetzt wurden. Auch etliche börsengehandelte Indexfonds mit russischen Werten werden derzeit nicht gehandelt. Zudem wollen einige globale Indexanbieter wie MSCI russische Titel aus ihren Indizes verbannen.

(Update 17:43)

Türkei fordert Waffenruhe ein

Die Türkei hat Russland im Krieg gegen die Ukraine erneut zu einer Waffenruhe aufgefordert. Diese sei wichtig, um weitere Todesopfer zu vermeiden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Dienstag nach einem Telefonat von Ressortchef Hulusi Akar mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu mit. Akar begrüßte demnach die Bemühungen um einen Fluchtkorridor für Zivilisten.

(Update 16:55)

GB stoppt russische Öl-Importe

Großbritannien wird einem Medienbericht zufolge die Einfuhr von russischem Öl einstellen. Eine entsprechende Ankündigung werde noch heute erwartet, meldet "Politico" unter Berufung auf Londoner Regierungskreise. Es sei eine monatelange Übergangsphase geplant, um eine Anpassung der Weltmärkte zu ermöglichen und Panikkäufe zu verhindern. Einen Stopp russischer Gas-Einfuhren solle es zeitgleich wohl nicht geben. Allerdings werde darüber noch innerhalb der Regierung diskutiert.

(Update 16:27)

Ferrari und Lamborghini verlassen Russland

Ferrari und Lamborghini ziehen sich wegen des Kriegs in der Ukraine aus dem Russland-Geschäft zurück. Ferrari erklärte, die Produktion von Supersportwagen für den russischen Markt werde bis auf Weiteres gestoppt. Lamborghini schrieb über Instagram, das Geschäft werde auf Eis gelegt. Schon vergangene Woche hatten sich die deutschen Hersteller aus dem Russland-Geschäft zurückgezogen.

(Update 15:33)

3.000 Menschen aus Irpin evakuiert

Aus der umkämpften ukrainischen Stadt Irpin sind nach Behördenangaben bisher etwa 3.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. "Die Evakuierung der Bevölkerung aus der Stadt Irpin nach Kiew geht weiter", teilte der ukrainische Katastrophenschutz am Dienstag mit. "Fast 3.000 Zivilisten wurde Hilfe geleistet." Die Rettungsaktion solle fortgesetzt werden. Einwohner haben der Agentur Unian zufolge weder Wasser noch elektrischen Strom.

(Update 15:05)

Keine Flugzeuge für die Ukraine

Die Ukraine bittet den Westen seit Beginn des Krieges um Kampfflugzeuge, um sich gegen russische Luftangriffe verteidigen zu können. "Wenn Sie uns nicht wenigstens Flugzeuge liefern, damit wir uns schützen können, dann wollen Sie auch, dass wir einen langsamen Tod sterben", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem seiner emotionalen Appelle an die westliche Welt. Auch am Dienstag beklagte er sich bitter darüber, dass der Westen seine "Versprechen" nicht einhalte und keine Kampfflugzeuge liefere. Mehrere westliche Politiker haben zwar bereits Bereitschaft zur Lieferung von Kampfjets erkennen lassen. In der Praxis ist dies jedoch ein sehr heikles Unterfangen, weil kein Land das Risiko eingehen will, von Russland als Kriegspartei eingestuft zu werden.

(Update 14:17)

13 Soldatinnen tot am Weltfrauentag

Im Kampf gegen russische Truppen sind nach offiziellen Angaben aus Kiew bisher 13 Soldatinnen der ukrainischen Luftstreitkräfte getötet worden. Fast 7.000 weibliche Angehörige der Luftstreitkräfte erlebten den Internationalen Frauentag "nicht mit Blumen, sondern mit der Waffe in der Hand", sagte der Kommandant, Generalleutnant Mykola Oleschtschuk, am Dienstag. "Schulter an Schulter mit den Männern wehren sie die russische Aggression ab, kämpfen für die Zukunft ihrer Kinder und die Zukunft unserer Ukraine." Mehr als 1.500 Soldatinnen der Luftstreitkräfte hätten direkt an Kampfhandlungen teilgenommen, sagte Oleschtschuk. 16 von ihnen seien mit Orden ausgezeichnet worden. Zur Gesamtzahl der Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen ukrainischen Angaben.

(Update 13:39)

Evakuierungsroute bei Mariupol beschossen

Russische Streitkräfte haben nach Angaben der ukrainischen Regierung eine Evakuierungsroute für die belagerte Hafenstadt Mariupol unter Beschuss genommen und damit gegen eine vereinbarte Feuerpause verstoßen. Russland hatte zuvor eine Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine verkündet und die Einrichtung von humanitären Korridoren aus fünf belagerten Großstädten bekannt gegeben. Aus Sicht des Roten Kreuzes ist derzeit keine sichere Flucht aus Mariupol möglich.

Video der Zerstörung von Charkiw

In der heftig umkämpften ostukrainischen Großstadt Charkiw sind nach ukrainischen Angaben seit Beginn des russischen Angriffs 133 Zivilisten getötet worden, unter ihnen fünf Kinder. Außerdem seien bei den Kämpfen 76 Angehörige verschiedener ukrainischer Streitkräfte ums Leben gekommen, meldete die ukrainische Agentur Unian am Montag unter Berufung auf die Nationalpolizei des Gebiets Charkiw. Weitere 443 Menschen seien verletzt worden, davon 319 Zivilisten.

(Update 12:15)

Mehr als 2 Mio. sind schon geflohen

Aus der Ukraine sind seit Beginn des russischen Einmarschs mehr als zwei Millionen Menschen geflohen. Das berichteten die Vereinten Nationen am Dienstag in Genf. Nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) waren darunter gut 100.000 Menschen aus Drittstaaten. Die meisten Menschen seien in Nachbarländer geflüchtet, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Mehr als die Hälfte von ihnen, über 1,2 Millionen, wurde demnach von Polen aufgenommen.

(Update 10:45)

Kasachstan bleibt 'neutral'

Kasachstan hat seine Nichteinmischung in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine unterstrichen. "Es ist schmerzhaft für uns. Beide Nachbarn stehen uns nahe", erklärte der zu einem Kurzbesuch in Wien weilende kasachische Vizeaußenminister Roman Vassilenko am Montag in einem Pressegespräch. Kasachstans Präsident Kassym-Schomat Tokajew habe Moskau und Kiew seine Vermittlerdienste angeboten und zur Beendigung der Kämpfe aufgerufen.

(Update 08:15)

Feuerpause seit 8 Uhr!

Russland hat eine Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine verkündet und die Einrichtung von humanitären Korridoren aus fünf belagerten Großstädten bekanntgegeben. Die russischen Kräfte hätten das Feuer um 8.00 Uhr MEZ eingestellt, teilte das Verteidigungsministerium des Aggressorstaates nach Angaben der Agentur Interfax mit. Russland habe zudem Korridore für Zivilisten aus den Kiew, Tschernihiw, Sumy, Charkiw und Mariupol eingerichtet.

(Update 05:23)

Kinder sterben bei Angriffen auf ukrainische Stadt Sumy

Bei Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy wurden den örtlichen Behörden zufolge mehr als zehn Menschen getötet, darunter auch Kinder. "In einigen Ortschaften wurden Wohngebäude bombardiert. Und fast im Zentrum von Sumy wurden mehrere Häuser durch einen Bombentreffer zerstört", teilt der Chef der Gebietsverwaltung, Dmytro Schywyzkyj, mit. Die Angaben waren nicht unabhängig zu prüfen.

(Update 05:14)

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg

Russland hat erneut die Einrichtung mehrerer "humanitärer Korridore" in der Ukraine in Aussicht gestellt. In den Städten Kiew, Charkiw, Mariupol, Tschernihiw und Sumy sollen Dienstagvormittag lokale Waffenruhen gelten, hieß es Montag laut russischen Nachrichtenagenturen aus dem Verteidigungsministerium. Ob Kiew zustimmt war vorerst nicht bekannt. Montagabend machte Präsident Wolodymyr Selenskyj via Telegram Russland für gescheiterte Evakuierungen verantwortlich.

(Update 02:57)

Bisher mindestens 406 Zivilisten getötet

Dem UN-Menschenrechtsbüro zufolge sind seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 406 Zivilisten getötet worden. Darunter seien 27 Kinder. Die Zahl sei bestätigt, die eigentliche Ziffer dürfte aber deutlich höher liegen. Allein in der heftig umkämpften ostukrainischen Großstadt Charkiw sind nach ukrainischen Angaben seit Beginn des russischen Angriffs 133 Zivilisten getötet worden, unter ihnen fünf Kinder. Außerdem seien bei den Kämpfen 76 Angehörige verschiedener ukrainischer Streitkräfte ums Leben gekommen, meldet die ukrainische Agentur Unian unter Berufung auf die Nationalpolizei des Gebiets Charkiw. Weitere 443 Menschen seien verletzt worden, davon 319 Zivilisten.

(Update 02:23)

Lage in Mariupol spitzt sich zu

In der von Russland belagerten Hafenstadt Mariupol spitzt sich die Lage nach Angaben des Stadtrats der südukrainischen Kommune weiter zu. "Es gibt keine Straße ohne kaputte Fenster, zerstörte Wohnungen oder Häuser." Die Stadt sei ohne Strom, Wasser und Gas. Mariupol liegt nahe der sogenannten Kontaktlinie zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee im Verwaltungsbezirk Donezk. Die Stadt hat strategisch große Bedeutung.

(Update 23:43)

Putin will keine Wehrpflichtigen in die Ukraine schicken

Russland will nach Angaben von Präsident Wladimir Putin keine Wehrpflichtigen oder Reservisten zum Kampf in die Ukraine schicken. "Wehrpflichtige Soldaten nehmen nicht an den Kämpfen teil und werden es auch nicht tun. Es wird auch keine zusätzliche Einberufung von Reservisten geben", sagt Putin in einer Fernsehansprache. "Die festgelegten Ziele werden nur von professionellen Soldaten ausgeführt. Ich bin mir sicher, dass sie die Sicherheit und den Frieden für das russische Volk auf effektive Weise gewährleisten", fügt Putin hinzu

(Update 23:16)

Italien stoppt Hälfte des russischen Gas-Imports

Italien will bis zur Jahresmitte etwa die Hälfte seiner derzeitigen Gas-Importe aus Russland durch andere Quellen ersetzen. Das sagt der Minister für ökologischen Wandel, Roberto Cingolani, dem italienischen Staatsfernsehen. Italien importiert mehr als 90 Prozent seines Erdgases. Im vergangenen Jahr machte russisches Gas etwa 40 Prozent dieser Einfuhren aus.

(Update 21:53)

Vor nichts Angst": Kiew dringt auf Treffen Putin - Selenskyj

Die Ukraine wünscht sich Außenminister Dmytro Kuleba zufolge direkte Gespräche zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Alle wüssten, dass Putin am Ende die Entscheidungen treffe, sagt Kuleba im Fernsehen. "Unser Präsident hat vor nichts Angst, einschließlich eines direkten Treffens mit Putin", erklärt er. "Wenn Putin auch keine Angst hat, soll er zu dem Treffen kommen." Dann könnten sie sich hinsetzen und reden.

(Update 19:40)

USA schicken wegen weitere 500 Soldaten nach Europa

Die US-Regierung schickt wegen des Ukraine-Kriegs weitere 500 US-Soldaten zur Verstärkung ihrer Truppen nach Europa. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums sagte am Montag in einem Telefonbriefing mit Journalisten, die Soldaten würden nach Deutschland, Griechenland, Polen und Rumänien geschickt. Aufgabe sei unter anderem, die Bemühungen zum Schutz des NATO-Luftraums zu unterstützen.

(Update 19:30)

Tschechischer Rundfunk und Radio Freies Europa verlassen Moskau

Nach zahlreichen anderen Medien hat auch der öffentlich-rechtliche Tschechische Rundfunk seine Mitarbeiterin aus Moskau abgezogen. Ivana Milenkovicova habe Russland am Wochenende verlassen, teilte ein Sprecher des Senders am Montag in Prag mit. Grund ist demnach ein neues Gesetz im Zusammenhang mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine, das bis zu 15 Jahre Haft für die Verbreitung von angeblichen Falschinformationen über die russischen Streitkräfte vorsieht.

(Update 19:20)

Dritte Verhandlungsrunde zwischen Moskau und Kiew beendet

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Kiew und Moskau nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist am Montag nach rund drei Stunden in Belarus beendet worden. Das meldeten belarussische Staatsmedien in Minsk unter Berufung auf die dortige Botschaft Russlands. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Die belarussische Staatsagentur Belta hatte auf Telegram ein Bild der Delegationen an einem Tisch veröffentlicht.

(Update 18:55)

Wie Nike und Puma sperrt auch Adidas die Läden in Russland

Nach Weltmarktführer Nike und dem Konkurrenten Puma zieht sich auch der deutsche Sportartikelkonzern Adidas vorübergehend aus dem russischen Markt zurück. Der Betrieb der eigenen Geschäfte und des Onlinehandels in Russland würden angesichts des Kriegs gegen die Ukraine bis auf weiteres eingestellt, teilte Adidas am Montag mit. Die Mitarbeiter sollen aber weiterhin ihren Lohn bekommen.

(Update 18:30)

Shell Deutschland schränkt Handel mit Heizöl und Diesel ein

Der Ölkonzern Shell hat wegen der angespannten Marktlage den Verkauf von Heizöl, Diesel und anderen Produkten an einige Großkunden in Deutschland vorerst eingeschränkt. Das geht aus einem Schreiben von Shell Deutschland vom Montag hervor, das der Deutschen Presse-Agentur und dem "Handelsblatt" vorliegt.

(Update 17:50)

Trudeau: Westen hat sich mit Einigkeit selbst überrascht

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat die Einigkeit des Westens im Angesicht der russischen Invasion in die Ukraine gelobt und Durchhaltevermögen beschworen. Die gegen Moskau verhängten Sanktionen seien noch vor kurzem nicht denkbar gewesen, sagte Trudeau am Montag bei einer Pressekonferenz in London nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson und dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.

(Update 17:40)

Montagnachmittag 120 Flüchtlinge in Kärnten

In Kärnten sind vom Land übers Wochenende zwei neue Notquartiere für Flüchtlinge aus der Ukraine organisiert worden. Vorerst und vorübergehend können 100 Menschen in Jugendgästehäusern in Klagenfurt und Velden (Bezirk Villach-Land) unterkommen. Am Montagnachmittag waren beim Bundesasylzentrum in Villach-Langauen 120 vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete Personen. Etwa 80 Prozent wollen laut Angaben von Gerd Kurath vom Landespressedienst aber weiterreisen.

(Update 17:35)

EU-Beitritt: Ball liegt bei der Kommission

Die EU-Kommission soll eine Einschätzung zum möglichen EU-Beitritt der Ukraine, Moldau und Georgien abgeben. Darauf einigten sich Vertreter der 27 EU-Länder am Montag, wie die französische Ratspräsidentschaft am Montag bekanntgab. Die Ukraine, Moldau und Georgien hatten in der vergangenen Woche offizielle Anträge auf eine EU-Mitgliedschaft beim Rat eingereicht. Die Weiterleitung an die Kommission ist ein erster Schritt auf dem Weg zu offiziellen Beitrittsverhandlungen.

(Update 17:30)

Chinas Außenminister bietet Vermittlung an

China hat sich als Vermittler zwischen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg angeboten. Peking sei bereit mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um "die notwendige Vermittlung" zu gewährleisten, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Montag in Peking. Die EU appellierte an China, "Druck auf Russland auszuüben". Wang betonte, die Freundschaft seines Landes zu Russland sei "felsenfest".

(Update 17:20)

13 Tote bei russischem Luftangriff auf Bäckerei nahe Kiew

Bei einem russischen Luftangriff westlich von Kiew sind nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Eine Granate habe das Gelände einer Großbäckerei im Ort Makariw getroffen, teilte das ukrainische Innenministerium am Montag mit. Fünf Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden. Insgesamt hätten sich etwa 30 Menschen auf dem Gelände aufgehalten. Die Bäckerei sei derzeit nicht in Betrieb, hieß es.

(Update 16:45)

Krieg könnte Millionen weltweit in den Hunger treiben

Russlands Krieg gegen die Ukraine könnte nach Angaben der deutschen Entwicklungsministerin Svenja Schulze katastrophale Folgen für die Lebensmittelversorgung in Afrika und anderen ärmeren Weltregionen haben. "Russland und Ukraine sind zwei der größten Exporteure für Weizen und damit die Kornkammer der Welt", erklärte die SPD-Politikerin am Montag am Rande eines EU-Entwicklungsministertreffens im französischen Montpellier.

(Update 16:25)

Medien: Neue Verhandlungen von Moskau und Kiew begonnen

In Belarus hat am Montag russischen Medien zufolge die dritte Runde der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine begonnen. Die Agenturen Tass und Interfax beriefen sich dabei auf die russische Botschaft in Belarus. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Die belarussische Staatsagentur Belta veröffentlichte im Nachrichtenkanal Telegram ein Bild der Delegationen an einem Tisch.

(Update 16:10)

UN: Bisher 406 Zivilisten im Ukraine-Krieg getötet

Die Zahl der getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg ist nach UN-Angaben auf 406 gestiegen. Wie das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) in Genf am Montag weiter mitteilte, wurden bisher 801 Zivilisten verletzt. Unter den Opfern seien 27 tote und 42 verletzte Kinder. Die wahren Opferzahlen dürften laut OHCHR erheblich höher sein. Das Hochkommissariat gibt nur Todes- und Verletztenzahlen bekannt, die es selbst unabhängig überprüft hat.

Die meisten der Zivilisten seien durch den Einsatz von Explosivwaffen mit weitem Wirkungsbereich zu Schaden gekommen, darunter Beschuss durch schwere Artillerie und durch Raketen.

(Update 16:00)

Belgien könnte Atomausstieg verschieben

Die steigenden Energiepreise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg könnten in Belgien zu einem späteren Atomausstieg führen. "Die aktuelle Situation ist eine ganz andere als bei unserer Entscheidung Ende Dezember", sagte der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo am Montag dem Rundfunksender RTBF. Damals hatte Brüssel die geplante Abschaltung seiner zwei Atomkraftwerke bis 2025 bestätigt.

(Update 15:50)

UN zählen bisher 1,7 Millionen Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter deutlich. Nach aktuellen Zahlen der UN-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR haben inzwischen 1,7 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, teilte die Organisation am Montag auf Twitter mit. Das ist ein Plus von 200.000 binnen eines Tages. Alleine in Polen sind bereits über eine Million ukrainische Flüchtlinge angekommen. Der EU-Außenbeauftragten Josep Borrell erwartet bis zu fünf Millionen Flüchtlinge.

(Update 15:40)

Frauen und Mädchen besonders verletzlich im Krieg

Frauen und Mädchen sind in den Wirren des Ukraine-Krieges besonders verwundbar. Über 23 Millionen Ukrainerinnen sind aktuell betroffen - und wenn sie die riskante Flucht geschafft haben, warten weitere Gefahren auf sie. "Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet, im Kriegsgebiet oder auf dem Fluchtweg Opfer sexualisierter Gewalt und Ausbeutung zu werden", sagte Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, anlässlich des Internationalen Frauentags am Montag.

(Update 15:30)

Botschafter: Jerusalem möglicher Verhandlungsort

Der ukrainische Botschafter in Israel, Jewhen Kornijtschuk, kann sich Jerusalem als Ort von Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine vorstellen. "Unsere Führung sieht Jerusalem als möglichen Ort von Verhandlungen und Treffen auf der höchsten Ebene", sagte Jewhen Kornijtschuk am Montag vor Journalisten in Tel Aviv. Man sehe Israel als "engen Freund".

(Update 15:05)

IAEA: Nukleare Forschungseinrichtung zerstört

Eine nukleare Forschungseinrichtung in der Ukraine ist laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) offenbar zerstört worden. Das Physik- und Technologieinstitut in Charkiw und sein Neutronengenerator seien getroffen worden, berichtete IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag in Wien. "Es ist keine Strahlung ausgetreten", sagte er bei einer Pressekonferenz. Zuvor hatte die ukrainische Atombehörde von einem Beschuss durch russische Streitkräfte am Sonntag berichtet.

(Update 14:50)

Macron wirft Putin bei Evakuierungen "Zynismus" vor

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin mit Blick auf die geplanten "humanitären Korridore" in der Ukraine "moralischen und politischen Zynismus" vorgeworfen. Putin habe Korridore für Flüchtlinge in Richtung Russland angeboten, sagte Macron. "Ich kenne keine Ukrainer, die nach Russland fliehen wollten, dass ist reine Verlogenheit", sagte Macron am Montag dem Sender TF1.

(Update 14:40)

Kasachstan betont Nichteinmischung in Konflikt

Kasachstan hat seine Nichteinmischung in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine unterstrichen. "Es ist schmerzhaft für uns. Beide Nachbarn stehen uns nahe", erklärte der zu einem Kurzbesuch in Wien weilende kasachische Vizeaußenminister Roman Vassilenko am Montag in einem Pressegespräch. Kasachstans Präsident Kassym-Schomat Tokajew habe Moskau und Kiew seine Vermittlerdienste angeboten und zur Beendigung der Kämpfe aufgerufen.

(Update 14:30)

Russland sammelt Ressourcen zum Angriff auf Kiew

Laut der ukrainischen Armee hat Russland begonnen, Ressourcen für den Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zusammenzuziehen. Das geht aus dem Bericht des Generalstabs hervor, der auf Facebook veröffentlicht wurde. In der Nacht auf Montag setzte die russische Armee ihre Luftangriffe auf die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, fort. Die Ukraine meldete indes die Rückeroberung der Stadt Chuhuiv im Nordosten und des Flughafens von Mykolajiw im Süden des Landes.

(Update 14:15)

Benefizkonzert am Wiener Heldenplatz geplant

Die Initiative #YesWeCare, die Ende Februar am Wiener Heldenplatz ein Lichtermeer für die Ukraine organisiert hat, plant nun am selben Ort ein großes Benefizkonzert. Am 27. März sollen Künstler wie Kurt Ostbahn, Lou Asril, Oska oder Folkshilfe auftreten, teilte Organisator Daniel Landau via Twitter mit. Startschuss ist um 16 Uhr. Beim Konzert sollen Spenden gesammelt werden, "um die bittere humanitäre Katastrophe in der Ukraine wenigstens etwas abzumildern".

(Update 14:15)

Johnson warnt vor "Hexenjagd" gegen Russen

Der britische Premier Boris Johnson hat angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine davor gewarnt, Russinnen und Russen pauschal zu verurteilen. "Es ist sehr, sehr, sehr wichtig, die Botschaft zu verbreiten, dass wir nicht anti-russisch sind, wir sind nicht gegen Russen", sagte Johnson am Montag in London. "Wir haben einen Konflikt mit dem Regime und den Aggressionen von [Präsident] Wladimir Putin."

(Update 13:40)

Deutschland sagt 38,5 Millionen Euro Hilfe zu

Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat 38,5 Millionen Euro Hilfe für die Ukraine zugesagt. "Wir werden den Flüchtlingen dort helfen und alles tun, um uns solidarisch zeigen", erklärte Schulze am Montag beim Treffen der EU-Entwicklungsminister im französischen Montpellier. Österreich war bei dem Treffen auf Beamtenebene vertreten.

(Update 13:25)

Ungarn verbietet Waffen-Ausfuhren in die Ukraine

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat via Facebook erklärt, per Dekret würden Waffenexporte von Ungarn aus in die Ukraine verboten. Damit setzt sich der Regierungschef des NATO-Landes Ungarn in seinem am Montag veröffentlichten Video von mehreren EU-Ländern ab, die mit Rüstungsgütern die ukrainische Armee unterstützen.

(Update 13:15)

Flüchtlingshilfe in Wien voll angelaufen

Die Einrichtungen für Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, werden in Wien bereits stark frequentiert. Im Ankunftszentrum in der Leopoldstadt wurden am Wochenende insgesamt rund 1.500 Personen betreut, wie eine Sprecherin des Krisenstabs der APA am Montag berichtete. Die Zahl der Notquartiere für Betroffene, die zumindest kurzfristig einen Platz zum Schlafen brauchen, musste bereits aufgestockt werden.

(Update 13:10)

Chinas Außenminister gibt Russland Rückendeckung

Chinas Außenminister Wang Yi hat Russland im Konflikt um dessen Invasion in die Ukraine den Rücken gestärkt. Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses am Montag in Peking betonte Wang Yi, dass "China und Russland ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben" werden. Dennoch rief er auch zur Zurückhaltung im Ukraine-Krieg auf.

(Update 13:05)

EU-Außenbeauftragter erwartet fünf Millionen Flüchtlingen

Europa muss sich nach Einschätzung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell auf fünf Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine einstellen. Europa müsse alle Ressourcen mobilisieren, um die Menschen aufzunehmen, sagte Borrell am Montag bei einem informellen Treffen der europäischen Entwicklungsminister im französischen Montpellier. In Polen sind nach Angaben des dortigen Grenzschutzes indes bereits über eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen

(Update 12:55)

Neue Verhandlungen von Moskau und Kiew am Montagnachmittag

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine soll nach Angaben aus Kiew am Montagnachmittag um 15.00 Uhr MEZ beginnen. Das schrieb der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak am Mittag auf Twitter. Podoljak twitterte dazu ein Selfie vor einem Militärhubschrauber. Die russische Delegation war zuvor laut Staatsagentur Tass nach Belarus geflogen. Wo genau sich beide Seiten treffen, war zunächst nicht bekannt.

(Update 12:45)

Türkei: Treffen von Lawrow und Kuleba am Donnerstag geplant

Ein erstes Treffen auf Regierungsebene zwischen Russland und der Ukraine seit Ausbruch der Kämpfe ist nach türkischen Angaben für Donnerstag geplant. Dann sollen die Außenminister aus Kiew und Moskau, Dmytro Kuleba und Sergej Lawrow, in Antalya zu einem Gespräch zusammenkommen, teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montag mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angeboten, zu vermitteln.

(Update 12:30)

"Humanitärer Schulterschluss": Hilfe aus Österreich

"Rasch und unbürokratisch" will Österreich den Vertriebenen des Krieges von Russland gegen die Ukraine helfen. Das sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag in Wien bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Diakonie, Volkshilfe, Caritas und dem Roten Kreuz. Caritas-Präsident Michael Landau sprach von einem "humanitären Schulterschluss".

(Update 12:20)

Burgenland holt 500 Flüchtlinge aus Grenzregion ins Land

Das Burgenland holt in den nächsten Tagen 500 ukrainische Flüchtlinge aus der Grenzregion der Slowakei zur Ukraine ins Land. Das gab Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Montag bei der SPÖ-Klubklausur in Bad Tatzsmannsdorf bekannt. Er selbst war am Freitag in Kosice in der Slowakei und habe sich die Infrastruktur für die Verteilung von Hilfsgütern angesehen. Kommenden Samstag soll es außerdem eine weitere Sammlung, konkret rezeptfreie Medikamente, geben.

(Update 12:15)

3.000 Vertriebene pro Tag per Zug durch Österreich

Rund 3.000 Vertriebene aus der Ukraine sind derzeit pro Tag mit dem Zug durch Österreich unterwegs. Rund 70 bis 80 Prozent der Betroffenen, bei denen es sich durchwegs um Frauen mit Kindern handelt, reisen vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien weiter, wie es seitens der ÖBB hieß. In Österreich ist erneut der Wiener Hauptbahnhof der Hotspot: Hier hat die Caritas auch eine Notschlafstelle eingerichtet.

(Update 12:10)

Russische Armee am Weg zum Flughafen Mykolajiw

Bei ihrem Krieg gegen die Ukraine sind russische Truppen nach Angaben der örtlichen Behörden auf den Flughafen der südukrainischen Großstadt Mykolajiw vorgedrungen. Alle anderen Angriffe in der Gegend seien abgewehrt worden, sagte der Gouverneur des Gebiets Mykolajiw, Witalij Kim, in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft. Er kündigte eine Gegenoffensive an. "Wir werden sie auch von dort verjagen", sagte Kim. Der Airport liegt im Norden der Stadt.

(Update 10:30)

China unterstützt Russland

Chinas Außenminister Wang Yi hat Russland im Konflikt um dessen Invasion in die Ukraine den Rücken gestärkt. Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses am Montag in Peking betonte Wang Yi, dass "China und Russland ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben" werden. Dennoch rief er auch zur Zurückhaltung im Ukraine-Krieg auf.

(Update 06:39)

Waffenruhe für Evakuierungen ab 8 Uhr

Das russische Militär hat laut der Nachrichtenagentur Interfax für heute, Montag, 8.00 Uhr eine Waffenruhe geplant, um humanitäre Korridore für mehrere ukrainische Städte zu öffnen. Es sollen auf Bitte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und angesichts der Lage vor Ort Korridore für die Hauptstadt Kiew sowie die Städte Mariupol, Charkiw und Sumy geöffnet werden, meldet Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.

(Update 06:02)

Wieder Luftangriffe auf Charkiw

Die russische Armee hat ihre Luftangriffe auf Charkiw in der Nacht auf heute fortgesetzt. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass dabei unter anderem ein Sportkomplex einer Universität und ein Wohnblock in der zweitgrößten ukrainischen Stadt getroffen wurden. Vor dem Wohngebäude lagen demnach mehrere Leichen neben einem Auto. Unterdessen konzentrierten die russischen Truppen nach Angaben des ukrainischen Generalstabs ihre Angriffe neben Charkiw im Osten des Landes auch auf Sumy im Nordosten und Mykolajew im Süden.

(Update 05:29)

Russland sammelt Ressourcen zum Angriff auf Kiew

Nach Angaben der ukrainischen Armee hat Russland begonnen, Ressourcen für den Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zusammenzuziehen. Das geht aus dem Bericht des Generalstabs hervor, der in der Nacht zu Montag auf Facebook veröffentlicht wurde. In der Nacht auf Montag hat die russische Armee ihre Luftangriffe auf die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, fortgesetzt.

(Update 23:16)

Netflix stoppt Russland-Geschäfte

Nach der russischen Invasion in die Ukraine stellt Netflix den Betrieb in Russland ein. Bereits vor einigen Tagen hatte der Videostreaming-Riese angekündigt, er werde entgegen den Vorschriften keine russischen TV-Sender über die Plattform verfügbar machen. Jetzt zieht der US-Konzern den Stecker: Der Dienst werde ausgesetzt, teilte Netflix mit. Ab Montag wird man sich in Russland nicht mehr neu bei Netflix anmelden können, bisherige Kunden werden den Dienst noch schauen können, bis die nächste monatliche Zahlung fällig wird.

(Update 20:20)

Tiktok schränkt Funktionen in Russland ein

Die Video-App Tiktok schränkt den Dienst in Russland ein, da nach einer Gesetzesänderung Gefängnisstrafen für Äußerungen drohen, die von der offiziellen Darstellung des Krieges in der Ukraine abweichen. Nutzer in Russland werden nicht mehr live streamen und neue Inhalte in den Videodienst hochladen können. Man habe angesichts der neuen Gesetzeslage keine andere Wahl, schrieb Tiktok am Sonntag bei Twitter.

(Update 20:15)

Kiew setzt Export von mehreren Agrarprodukten aus

Die ukrainische Regierung hat einem Medienbericht zufolge den Export von mehreren Agrarprodukten ausgesetzt. Betroffen seien Roggen, Hafer, Hirse, Buchweizen, Salz, Zucker, Fleisch und Vieh, meldete die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine am Sonntagabend unter Berufung auf eine Entscheidung der Regierung.

(Update 19:40)

Danone setzt Investitionen in Russland aus

Der französische Lebensmittelkonzern Danone setzt nach eigenen Angaben alle Investitionen in Russland aus. Allerdings werde die Produktion und der Vertrieb "von frischen Milchprodukten und Säuglingsnahrung aufrechterhalten, um den essenziellen Nahrungsmittelbedarf der örtlichen Bevölkerung weiterhin zu decken", hieß es am Sonntag auf der Website des französischen Unternehmens. Nach der russischen Invasion sei eine von zwei Fabriken in der Ukraine nun geschlossen.

(Update 19:10)

Bennett telefoniert mit Putin

Einen Tag nach seinem Überraschungsbesuch in Moskau hat der israelische Regierungschef Naftali Bennett am Sonntag mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. "Der ausführliche Meinungsaustausch über die Situation im Zusammenhang mit der militärischen Spezialoperation Russlands zum Schutz des Donbass wurde (...) fortgesetzt", hieß es in einer Kreml-Mitteilung vom Sonntagabend. Auch ein Sprecher Bennetts bestätigte das Telefonat.

(Update 18:40)

US-UNO-Botschafterin: Hunderte getötete Russen pro Tag

Die amerikanische UNO-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield hat von hohen russischen Verlusten im Ukraine-Krieg berichtet. "Wir sehen, dass jeden Tag Hunderte von russischen Soldaten getötet werden", sagte Thomas-Greenfield am Sonntag dem US-Sender ABC. Kremlchef Wladimir Putin spüre die Folgen seines Handelns. Die Diplomatin sagte dabei nicht, wie viele Opfer es auf ukrainischer Seite nach Einschätzung der USA gibt.

(Update 18:30)

Wolf Bierman: "Putin eifert Kollegen Adolf Hitler nach"

Bei einer Kundgebung in Berlin haben zahlreiche Künstler ihre Solidarität mit der Ukraine gezeigt. Zugeschaltet waren am Sonntagnachmittag auch mehrere Kulturschaffende, darunter die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und der Autor Navid Kermani. Liedermacher Wolf Biermann schickte ebenfalls eine Videobotschaft. Darin sagte er, Putin eifere "seinem Kollegen Adolf Hitler" nach.

(Update 18:10)

Michel bestreitet Rassismus-Vorwürfe bei Flüchtlingen

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Berichte über systematischen Rassismus gegen afrikanischstämmige Flüchtlinge aus der Ukraine an der polnischen Grenze als "russische Propaganda" zurückgewiesen. "In keinem Fall wurde weder auf ukrainischer noch auf polnischer Seite bewusst diskriminiert", sagte Michel am Sonntag im französischen Radio. Die europäischen Länder seien "bei diesem Thema Opfer der russischen Propaganda".

(Update 18:00)

Polen: Liefern keine Kampfjets - USA bestätigt Prüfung

Polen hat erneut Berichten widersprochen, wonach das Land die Ukraine mit Kampfflugzeugen sowjetischer Bauart ausstatten will. "Polen wird seine Kampfjets nicht in die Ukraine schicken und auch nicht erlauben, seine Flughäfen zu nutzen. Wir helfen ganz erheblich in vielen anderen Bereichen", erklärte die Regierung in Warschau am Sonntag auf Twitter. Dagegen sagte US-Außenminister Antony Blinken, dass man entsprechende Überlegungen - und möglichen Ersatz - prüfe.

(Update 17:50)

Kiew fordert Ausschluss von Russland und Belarus aus IWF

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal hat die Regierungen der G7-Staaten förmlich dazu aufgefordert, Russland und Belarus aus dem Internationalen Wärungsfonds (IWF) und der Weltbank auszuschließen. "Diese beiden Länder haben ihre Verpflichtungen missachtet und ihre Politik auf Krieg ausgerichtet", erklärte der Regierungschef am Sonntag auf Twitter.

(Update 17:40)

UNO: Bisher 364 Zivilisten im Krieg getötet

Die Zahl der getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg ist nach UNO-Angaben auf 364 gestiegen. Wie das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) am Sonntag weiter mitteilte, wurden bisher 759 Zivilisten verletzt. Darunter waren auch mindestens 41 Kinder. Die meisten Opfer seien durch den Einsatz von Explosivwaffen mit weitem Wirkungsbereich verursacht worden, darunter Beschuss durch schwere Artillerie und durch Raketen.

(Update 16:30)

Elfjähriger kommt nur mit Sackerl allein in die Slowakei

Ganz allein hat ein elfjähriger Bub aus der Ukraine die Grenze zur Slowakei überquert - ausgerüstet nur mit einem Plastiksackerl, seinem Reisepass und einer auf seine Hand gekritzelten Telefonnummer. "Er kam aus Saporischschja, seine Eltern mussten in der Ukraine bleiben", sagte die slowakische Polizeisprecherin Denisa Bardyova am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Freiwillige Helfer kümmerten sich demnach um den Buben.

(Update 16:20)

Mindestens 37.800 Flüchtlinge in Deutschland angekommen

In Deutschland sind auch am Wochenende tausende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angekommen. Während die Hilfsbereitschaft weiter groß ist, fordern Politiker eine bessere Koordinierung und Verteilung der Menschen auf das Bundesgebiet. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) begrüßte die Hilfsbereitschaft. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) machte deutlich, dass die Aufnahme von aus der Ukraine fliehenden Menschen in Deutschland nicht von deren Staatsangehörigkeit abhängig sei.

(Update 16:00)

Proteste in zahlreichen Ländern gegen Moskaus Krieg

In zahlreichen Ländern sind am Wochenende Zehntausende Menschen gegen Russlands Krieg in der Ukraine auf die Straßen gegangen. Während in Russland mehr als 2.500 Menschen bei Protesten gegen die Militärintervention im Nachbarland festgenommen wurden, zogen in westlichen Hauptstädten Zehntausende für die Ukraine auf die Straße. Auch außerhalb Europas wurde gegen Russlands Präsident Wladimir Putin demonstriert, etwa in New York - und in Almaty, der größten Stadt Kasachstans.

(Update 15:30)

111 Migranten warten an Bord von Geo Barents auf Hafen

Die Crew des Rettungsschiffes "Geo Barents" hat am Sonntag in maltesischen Gewässern 31 Menschen von einem auf dem Meer treibenden Schlauchboot gerettet. Dies teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen am Sonntag auf Twitter mit. An Bord des Schiffes befinden sich jetzt 111 Flüchtlinge, 80 von ihnen waren am Samstag in Sicherheit gebracht worden. Sie warten auf einen sicheren Landehafen, hieß es.

(Update 15:10)

Internationale Medien stellen Arbeit in Russland ein

In Reaktion auf ein neues Mediengesetz haben zahlreiche internationale Sender und Agenturen die Arbeit in Russland eingestellt. Auch der vom US-Kongress finanzierte US-Radiosender Radio Free Europe teilte Samstagabend (Ortszeit) mit, dass die Berichterstattung ausgesetzt wird. Die amerikanische Regierung hat das neue Gesetz verurteilt. Das deutsche Auswärtige Amt warnte auch vor privaten Äußerungen in sozialen Medien.

(Update 15:00)

Evakuierung von Mariupol erneut unterbrochen

In der Ukraine ist ein zweiter Versuch gescheitert, die Bewohner der von russischen Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol in Sicherheit zu bringen. "Inmitten verheerender Szenen menschlichen Leids in Mariupol ist heute ein zweiter Versuch, mit der Evakuierung von rund 200.000 Menschen aus der Stadt zu beginnen, gestoppt worden", erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Sonntag.

(Update 14:50)

Paris wirft London "Mangel an Menschlichkeit" vor

Zwischen London und Paris ist ein Streit über den britischen Umgang mit den Flüchtlingen aus der Ukraine entbrannt, die vom nordfranzösischen Calais aus nach Großbritannien weiterreisen wollen. In einem Brief an seine britische Kollegin Priti Patel beklagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin einen "Mangel an Menschlichkeit" der britischen Behörden, die sich bei der Visa-Vergabe stur stellten. Der britische Justizminister Dominic Raab wies die Vorwürfe zurück.

(Update 14:30)

Über 2.000 Festnahmen bei Protesten in Russland

Die Beobachter des russischen Menschenrechtsprojekts OVD-Info melden neuerlich massenhafte Festnahmen bei Protesten in Russland. Inzwischen habe die Polizei mehr als 2.000 Menschen bei Kundgebungen im ganzen Land in Gewahrsam genommen, berichtete OVD am Sonntag. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

(Update 14:00)

Polens Präsident nimmt Flüchtlinge in Dienstvillen auf

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine wird in Polen jeder freie Raum benötigt - und auch Präsident Andrzej Duda bietet einige Zimmer an. Auf Initiative der polnischen First Lady Agata Kornhauser-Duda seien bereits seit mehreren Tagen Geflüchtete in zwei Dienstvillen des Präsidenten untergekommen, sagte Dudas Kanzleichef Adam Kwiatkowski am Sonntag der Nachrichtenagentur PAP. Die Präsidentengattin werde die Menschen dort bald besuchen.

(Update 13:40)

Nehammer weist russische Vorwürfe zurück

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat am Sonntag im ORF auf russische Vorwürfe gegenüber Österreich reagiert. "Ich habe als Bundeskanzler der Republik Österreich im Parlament erklärt, dass russische Soldaten Österreich befreit haben und die Nazis besiegt haben." Gleichzeitig sei es "aber auch ein Faktum, dass Österreich zehn Jahre danach frei" wurde, "indem es sich zur immerwährenden Neutralität bekannt hat und das war eine Bedingung der Sowjets damals", so der Kanzler.

(Update 13:20)

Putin: Kein Ende, bevor wir nicht haben, was wir wollen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einmal mehr klargemacht, dass er im von ihm angezettelten Krieg mit der Ukraine nicht kompromissbereit ist: Nach Angaben seines Präsidialamtes erklärte Putin im Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Sonntag, der "Einsatz" werde erst dann beendet, wenn die Ukraine den Kampf einstelle und die Forderungen Russlands erfüllt würden.

(Update 12:40)

Über 1.000 Festnahmen bei Protesten in Russland

Die Beobachter des russischen Menschenrechtsprojekts OVD-Info melden neuerlich massenhafte Festnahmen bei Protesten in Russland. Inzwischen habe die Polizei mehr als 1.015 Menschen bei Kundgebungen in 29 Städten in Gewahrsam genommen, berichtete OVD am Sonntag. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

(Update 12:10)

Gazprom: Gas fließt weiter über Ukraine nach Westen

Russisches Gas fließt nach Angaben des Staatskonzerns Gazprom weiter im normalen Umfang über die Ukraine nach Westen. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow. "Gazprom führt die Lieferung von russischem Gas für den Transit durch das Territorium der Ukraine im regelmäßigen Regime und entsprechend den Anforderungen der europäischen Verbraucher aus", sagte der Sprecher demnach.

(Update 12:00)

Mehr als 1,5 Millionen Menschen vor Krieg geflohen

Wegen des Krieges in der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Es handle sich um die "am schnellsten anwachsende Flüchtlingskrise" in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, erklärte die UNO am Sonntag im Online-Dienst Twitter. Angesichts der sich intensivierenden Kämpfe dürfte die Zahl der täglich außer Landes Flüchtenden weiter steigen.

(Update 10:00)

Erneute Evakuierung Mariupols geplant

In der von russischen Truppen eingekesselten und unter Beschuss genommenen Stadt Mariupol soll es einen erneuten Evakuierungsversuch geben. Nach Angaben des dortigen Stadtrates sollen ab Mittag Zivilisten weggebracht werden. Es sei eine Feuerpause von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr (Ortszeit; 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr MEZ) vereinbart worden. Um 12.00 Uhr (11.00 Uhr MEZ) werde damit begonnen, Zivilisten in Sicherheit zu bringen.

Der Leiter der ukrainischen Delegation für Gespräche mit Russland hofft auch auf einen humanitären Korridor aus der ostukrainischen Stadt Charkiw am Sonntag. "So Gott will" werde es einen geben, schrieb David Arachamija in der Nacht auf Facebook.

Am Samstag war eine Evakuierung aus dem seit sechs Tagen unter Beschuss stehenden Mariupol gescheitert. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, gegen die verabredete Feuerpause verstoßen zu haben. Um 16.00 Uhr (MEZ) nahm die russische Armee eigenen Angaben zufolge die Angriffe auf die Großstadt und auf die Stadt Wolnowacha wieder auf.

(Update 19:20)

Demonstration zugunsten Russlands in Belgrad

Einige hundert Menschen versammelten sich am Freitagabend bei einer Demonstration zur Unterstützung Russlands im Zentrum Belgrads. Organisiert wurde sie von mehreren rechtsextremistischen serbischen Gruppen, darunter den sogenannten "Volkspatrouillen", die in den letzten Jahren durch ihre Hetze gegen Flüchtlinge aufgefallen sind.

(Update 19:00)

Kiew will internationalen Vermittler für Gespräche mit Moskau

Die Ukraine hat für ihre Gespräche mit Russland über ein Ende der Kampfhandlungen internationale Vermittlung gefordert. "Wir vertrauen der Russischen Föderation überhaupt nicht, deshalb wollen wir einen verantwortungsbewussten internationalen Vermittler haben", sagte der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak am Freitag der Agentur UNIAN zufolge im westukrainischen Lwiw (Lemberg).

(Update 18:50)

EU-Staaten schränken Justiz-Zusammenarbeit mit Russland ein

Die EU-Staaten schränken die Zusammenarbeit mit Russland im Bereich der Justiz wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine ein. So sollten russische und auch belarussische Ersuchen um Rechtshilfe oder Auslieferung im Bereich des Strafrechts nicht mehr grundsätzlich wahrgenommen werden, sagte Frankreichs Justizminister Éric Dupond-Moretti am Freitag nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

(Update 17:45)

Immer mehr Flüchtlinge verlassen das Land

Immer mehr Menschen verlassen wegen des Krieges die Ukraine. Der Großteil davon will in die EU. In Polen kamen nach Angaben von Präsident Andrzej Duda seit Kriegsbeginn mehr als 700.000 Flüchtlinge an. In Ungarn landeten bis dato fast 145.000 Menschen, im Nicht-EU-Land Moldau etwa 194.000. Die UNO-Organisation für Migration hatte am Freitag angegeben, dass rund 1,25 Millionen Menschen unterwegs sein sollen. Unter den Geflüchteten sollen auch knapp 79.000 Nicht-Ukrainer sein.

(Update 17:00)

Außenminister wirft russischen Soldaten Vergewaltigung vor

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat russischen Soldaten vorgeworfen, in ukrainischen Städten Vergewaltigungen begangen zu haben. Kuleba liefert allerdings keine Beweise, und Reuters kann die Äußerungen nicht unabhängig überprüfen.

(Update 16:30)

Schallenberg: Sanktionen gegen Russland wirken

Die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verhängten EU-Sanktionen gegen Russland zeigen nach Ansicht von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) Wirkung. Man sehe, "dass die jetzigen Sanktionen schon Biss haben, sie tun weh, sie funktionieren", sagte Schallenberg vor einem EU-Sondertreffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Brüssel mit Verweis auf Filialschließungen von westlichen Unternehmen und leere Bankomaten. "Die Menschen merken, es ist was schiefgelaufen."

(Update 16:20)

Zahlreiche westliche Medien in Russland nicht mehr abrufbar

Das Onlineangebot der Deutschen Welle (DW) und weiterer westlicher Medien ist in Russland nicht mehr abrufbar. Wie der deutsche Auslandssender am Freitag unter Berufung auf seine Cybersecurity-Experten mitteilte, war "dw.com" seit der Nacht in allen Sendesprachen in Russland gesperrt. Wie die BBC berichtete, war auch der Zugang zu deren eigener Nachrichtenwebsite sowie zu mehreren anderen westlichen Medien, Facebook und dem Google Playstore ganz oder teilweise eingeschränkt.

(Update 16:00)

Rund 3.000 Flüchtlinge kommen täglich ins Burgenland

Der Andrang von Flüchtlingen aus der Ukraine ist an der österreichisch-ungarischen Grenze im Burgenland weiter überschaubar. Nach Angaben der Landespolizeidirektion reisen täglich rund 3.000 Menschen ins Burgenland ein, von denen 80 Prozent in andere Länder weiterfahren, wo sie bei Freunden oder Verwandten unterkommen wollen. Eine Delegation des UNHCR machte sich am Freitag am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ein Bild von der Lage

(Update 15:50)

Scharfe Kritik an AKW-Beschuss - Nehammer will Schutzzone

Der russische Beschuss des ostukrainischen AKW Saporischschja ist am Freitag scharf verurteilt worden. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach am Freitag von "Rücksichtslosigkeit". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass nur eine Flugverbotszone Russland davon abhalten werde, Atomanlagen zu bombardieren. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) forderte Russland auf, Schutzzonen um AKW zu achten. Der UNO-Sicherheitsrat wollte noch am Freitag darüber beraten.

(Update 15:40)

Scholz rief Putin in Telefonat zu Waffenruhe auf

Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat zur Waffenruhe aufgefordert. Scholz habe sich in dem einstündigen Gespräch sehr besorgt gezeigt, teilt Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag mit. Seit Tagen sähe man schlimme Bilder und Informationen aus der Ukraine.

(Update 14:50)

NATO wird Flugverbot in der Ukraine nicht durchsetzen

Die NATO hat Forderungen nach der Durchsetzung einer Flugverbotszone über der Ukraine eine klare Absage erteilt. Die NATO werde nicht in den Krieg eingreifen, weder zu Land noch in der Luft, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach Beratungen der Außenminister des Bündnisses in Brüssel. "Die NATO will keinen Krieg mit Russland", betonte der Norweger. Eine Ausweitung des Krieges hätte nämlich "verheerende Folgen", warnte er.

(Update 14:30)

Bereits 1,25 Millionen Menschen geflohen

Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine beläuft sich nach Angaben der UNO-Organisation für Migration (IOM) inzwischen auf 1,25 Millionen. Davon seien allein etwa 672.000 nach Polen geflohen, etwa 194.000 nach Moldau und etwa 133.000 nach Ungarn, sagte ein IOM-Sprecher am Freitag in Genf. Unter den Geflüchteten seien 78.800 Menschen, die nicht aus der Ukraine, sondern 138 verschiedenen anderen Ländern stammten, sagte der Sprecher.

(Update 13:30)

Kreml ruft Russen zur Unterstützung Putins auf

Der Kreml hat die russische Bevölkerung angesichts der Proteste gegen den Ukraine-Krieg aufgerufen, sich hinter Präsident Wladimir Putin zu stellen. "Jetzt ist nicht die Zeit, um gespalten zu sein", so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. "Jetzt ist es an der Zeit, sich zu vereinen. Und sich um unseren Präsidenten zu versammeln." Wie sich die Lage weiter entwickeln werde, hänge von der Reaktion der Regierung in Kiew auf die mit Russland geführten Gespräche ab.

(Update 12:00)

Rund 2.700 Flüchtlinge in Griechenland eingetroffen

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind in Griechenland 2.704 ukrainische Flüchtlinge eingetroffen. Am Freitag zählte das Ministerium für Bürgerschutz 515 Neuankünfte binnen 24 Stunden, wie die Behörde mitteilte. "Wir arbeiten eng mit der Botschaft der Ukraine zusammen und unterstützen alle ukrainischen Bürger, die kommen", sagte Bürgerschutzminister Takis Theodorakis Donnerstagabend dem Sender Open TV. In Griechenland leben bereits zahlreiche Ukrainer.

(Update 10:45)

Russische Truppen nahmen nach Beschuss und Brand AKW ein

Das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben einer regionalen Behörde von russischen Truppen eingenommen worden. Das Betriebspersonal überwache den Zustand der Kraftwerksblöcke, teilt die Behörde in Sozialen Medien mit. Man wolle sicherstellen, dass der Betrieb in Europas größtem AKW weiterhin den Sicherheitsanforderungen entspreche. In der Nacht auf Freitag war es dort durch russischen Beschuss zu einem Brand gekommen.

(Update 10:20)

Russische Truppen kreisen Kiew weiter ein

Russische Truppen setzen nach ukrainischen Armeeangaben ihren Vormarsch auf die Hauptstadt Kiew fort. "Die Hauptanstrengungen der Besatzer konzentrieren sich auf die Einkreisung Kiews", heißt es im Morgenbericht der ukrainischen Armee. Es wurden zunächst keine Angaben zu Kämpfen rund um die Millionenstadt gemacht. Die Stadt löste seit Mitternacht mehrfach Luftalarm aus. Die Bewohner sollten sich in Luftschutzbunker in Sicherheit bringen.

(Update 10:00)

Russland droht, Journalisten zu verhaften

Angesichts des Ukraine-Kriegs will Russland die Verbreitung angeblicher Falschinformationen über die russischen Streitkräfte mit drastischen Strafen belegen. Das Parlament stimmte am Freitag in Moskau für eine entsprechende Gesetzesänderung. Es drohen demnach hohe Geldstrafen und bis zu 15 Jahre Haft.

Zuvor hatten die russischen Behörden den Zugang zu den Websites der Deutschen Welle und weiterer unabhängiger Medien nach eigenen Angaben "eingeschränkt". Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor teilte am Freitag mit, von dem Schritt seien neben dem deutschen Auslandssender auch die Websites des britischen Rundfunksenders BBC, der in Lettland ansässigen russisch- und englischsprachigen Nachrichtenwebsite Medusa und von Swoboda betroffen.

(Update 08:00)

Russland nimmt nach Brand AKW ein

Das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben einer regionalen Behörde von russischen Truppen eingenommen worden. Das Betriebspersonal überwache den Zustand der Kraftwerksblöcke, teilt die Behörde in Sozialen Medien mit. Man wolle sicherstellen, dass der Betrieb in Europas größtem AKW weiterhin den Sicherheitsanforderungen entspreche. In der Nacht auf Freitag war es dort durch russischen Beschuss zu einem Brand gekommen.

AKW-Leitung und Behörden berichteten von einem Feuer in einem Schulungsgebäude. In den Morgenstunden vermeldeten der ukrainische Katastrophenschutz und das Innenministerium, dass der Brand gelöscht sei. Die Strahlungssicherheit des Kernkraftwerks sei gewährleistet, sagte der Direktor der Anlage laut Medienberichten. Es seien keine Veränderungen registriert worden, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde am Freitagmorgen bei Facebook mit. "Für die Sicherheit von Kernkraftwerken wichtige Systeme sind funktionsfähig." In dem AKW sei aktuell nur der vierte Block in Betrieb. In einem Block liefen geplante Reparaturarbeiten, andere seien vom Netz genommen, hieß es.

(Update 20:40)

Selenskyj will Putin persönlich sprechen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin zu direkten Gesprächen aufgefordert. "Wenn du nicht (mit deinen Truppen aus der Ukraine) abhauen willst, setz dich zu mir an den Verhandlungstisch, ich habe Zeit", sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten. "Aber nicht auf 30 Meter Abstand wie mit Macron, Scholz - ich bin doch ein Nachbar", so Selenskyj weiter. Die NATO forderte er erneut zur Einrichtung einer Flugverbotszone auf.

"Ich beiße nicht."

"Ich beiße nicht. Ich bin ein ganz normaler Typ. Setz dich zu mir, sag mir, wovor du Angst hast", meinte der 44-Jährige auf Putin bezogen. "Wenn ihr den Himmel jetzt nicht schließen wollt, dann nennt eine Frist", postulierte er gegenüber der NATO. "Sagt mir, wie viele Menschen sollen in die Luft fliegen, wie viele Arme, Beine, Köpfe braucht ihr, damit das zu euch durchdringt?" Eine Flugverbotszone gilt als ausgeschlossen, weil es damit zu einer direkten Konfrontation von NATO-Truppen und russischen Streitkräften käme. An die USA und Polen richtete er die Forderung, seinem Land Flugzeuge zu überlassen.

(Update 19:40)

Angriff läuft wie geplant

Der Angriff auf die Ukraine verläuft nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin wie geplant. "Die spezielle Militäroperation verläuft streng nach Plan. Alle Aufgaben werden erfolgreich erfüllt", sagte Putin am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Am achten Tag des russischen Krieges in der Ukraine betonte er erneut, dass es sich um einen Kampf gegen "Neonazis" handle, von denen das Nachbarland befreit werden müsse.

(Update 19:15)

Humanitäre Korridore genehmigt

Eine Woche nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine haben sich Kiew und Moskau nach ukrainischen Angaben auf die Schaffung humanitärer Korridore verständigt, um Zivilisten aus Kriegsgebieten herausholen zu können. Dies sei das einzige Ergebnis einer zweiten Gesprächsrunde mit Russland, erklärte der ukrainische Unterhändler Mychailo Podoljak nach Abschluss der Gespräche an der belarussisch-polnischen Grenze am Donnerstag auf Twitter.

(Update 18:55)

Endlich neue Gespräche vereinbart

Russland und die Ukraine einigen sich auf eine dritte Gesprächsrunde. Das teilt der ukrainische Unterhändler mit. Man wolle bald wieder zusammenkommen. Zuvor hatte die Ukraine die Einrichtung humanitärer Korridore für Zivilisten in zerstörten und umkämpften Städten und Dörfern gefordert. Weitere Punkte auf der Tagesordnung seien das sofortige Einstellen der Kämpfe und ein Waffenstillstand gewesen. Ob es dazu auch schon eine Einigung gibt, ist noch nicht bekannt, das wird wohl erst die kommende Nacht zeigen.

(Update 18:36)

Fridays for Future bekundet Solidarität

Anhänger der Fridays for Future-Bewegung haben am Donnerstag in 50 Städten rund um die Welt für Frieden für die Ukraine demonstriert. Am Wiener Heldenplatz versammelten sich am späten Nachmittag laut Angaben der Organisatoren etwa 3.000 Anhänger der Bewegung, die insbesondere auch die internationale Solidarität beschworen. "Stoppt den Kauf von russischem Öl und Gas", forderte Magdalena Frauenberger von Fridays for Futures. Sie machte auch Österreich für die Füllung der Kriegskasse von Wladimir Putin mitverantwortlich. In Sprechchören wurde Klima- und Friedenspolitik gleichgesetzt.

(Update 17:54)

Lukoil mit Appell für den Frieden

Russlands zweitgrößter Ölproduzent Lukoil fordert die schnellstmögliche Beendigung des Konflikts in der Ukraine. In einer Erklärung auf der Website des Unternehmens hieß es am Donnerstag, man sei besorgt über die "tragischen Ereignisse in der Ukraine" und unterstütze die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts. Im Aufsichtsrat des russischen Ölriesen, der mehrheitlich seinen russischen Managern gehört, sitzt auch der ehemalige ÖVP-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Wiederholte Aufforderungen zum Rückzug hat er bisher mit der Begründung zurückgewiesen, es handle sich um ein in London börsennotiertes Unternehmen und keine Staatsfirma. Lukoil, einer der größten börsennotierten Ölkonzerne der Welt, will seine internationalen Aktivitäten künftig in Wien bündeln und errichtet gerade eine neue Firmenzentrale am Schwarzenbergplatz.

(Update 17:13)

Schallenberg fordert Waffenstillstand

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat sich am Donnerstagnachmittag stolz über einen "riesigen Akt der Solidarität" in Bezug auf die Ukraine gezeigt und sie mit historischen österreichischen Hilfsstellungen 1956, 1968 und während der Bosnienkriege verglichen. Im Gespräch mit der APA betonte er aber auch die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und äußerte Skepsis, dass der russische Angriffskrieg bei der Bevölkerung Russlands auf breites Verständnis stoße. Dass Menschen vom Kriegsschauplatz flüchteten und sich in Sicherheit bringen müssten, sei zu befürchten gewesen, sagte Schallenberg nach einem Besuch der griechisch-orthodoxen Kathedrale in Wien. Er verweist auf Hunderttausende, die bereits in Nachbarstaaten der Ukraine angekommen seien.

(Update 16:55)

Historische Einigung: EU-Staaten nehmen Flüchtlinge auf

Die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine schnell und unkompliziert aufzunehmen. Dies teilte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Donnerstag auf Twitter mit. Sie sprach von einer historischen Entscheidung. Die Kommission hatte auf Bitten der EU-Staaten vorgeschlagen, für den schnellen und unbürokratischen Schutz der Ukraine-Flüchtlinge erstmals eine Richtlinie für den Fall eines "massenhaften Zustroms" von Vertriebenen in Kraft zu setzen.

(Update 16:35)

Verheerende konventionelle Waffen im Einsatz?

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace befürchtet den Einsatz umstrittener Waffen durch die russischen Truppen in der Ukraine. Wie weit Präsident Wladimir Putin gehen werde und welche Waffen er zulasse, um sein Ziel zu erreichen, sei unklar, sagte Wallace heute in Estland. Es seien jedoch thermobarische Artillerie-Waffensysteme ins Einsatzgebiet gebracht worden. "Wir sind besorgt, wie weit sie eingesetzt werden könnten", so Wallace weiter.

Thermobarische Gefechtsköpfe?

Thermobarische Gefechtsköpfe sind in ihrer Wirkung mit Aerosolbomben vergleichbar, die eine besonders zerstörerische Kombination aus Hitze- und Druckwelle verursachen. Der bei der Explosion entstehende Feuerball verrichtet sein zerstörerisches Werk in einem Umkreis von 200 bis 400 Metern. Fachleuten zufolge handelt es sich um eines der wohl verheerendsten konventionellen Waffensysteme.

(Update 15:33)

Oleksii Reznikov

Der ukrainische Verteidigungsminister beschwört seine Landsleute durchzuhalten und bezeichnet sie in einem Twitter Video als Helden und Beschützer der ganzen Welt.

(Update 14:40)

Twitter sperrt RT und Sputnik aus

Nach dem Verbot von RT und Sputnik durch die EU hat der Kurznachrichtendienst Twitter die Konten der beiden russischen Staatsmedien gesperrt. Die Accounts der Medien können seit Donnerstag in der EU nicht mehr aufgerufen werden. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die EU den Staatsmedien am Mittwoch sowohl im Fernsehen als auch im Internet untersagt, ihre Inhalte zu verbreiten.

(Update 14:05)

Der Ton zwischen Russland und dem Westen wird rauher

Die Rhetorik zwischen Russland und Westen wird schärfer. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen "nukleare Panikmache" vor. Sein "Vize" Sergej Rjabkow sprach von einer "beispiellosen Attacke des Westens gegen Russland". Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock wiederum verlangte Untersuchungen zu "gravierendsten" Menschenrechtsverletzungen Russlands beim Krieg in der Ukraine. Die Atombehörde IAEA verurteilte die russische Einnahme von ukrainischen AKW.

(Update 13:40)

China hat nicht um Olypima-Verschiebung gebeten

China hat Russland nach eigenen Angaben nicht um eine Verschiebung der Invasion in der Ukraine bis nach den Olympischen Winterspielen in Peking gebeten. Außenamtssprecher Wang Wenbin nannte einen entsprechenden Bericht der "New York Times" am Donnerstag vor der Presse in Peking "falsche Nachrichten": "Eine solche Methode, die Aufmerksamkeit abzulenken und Schuld zuzuweisen, ist verabscheuungswürdig." Der Sprecher wiederholte Beschuldigungen, wonach die NATO-Erweiterung Ursache des Konflikts sei. "Jene, die das Problem schaffen, sollten auch diejenigen sein, die es lösen."

(Update 13:10)

NATO-Verbände in Litauen aufegrüstet

Der Kommandant des NATO-Verbands in Litauen, der deutsche Oberstleutnant Daniel Andrä, hat die steigende Kampfkraft der multinationalen Truppe angesichts der Bedrohung durch Russland betont. "Dieser Gefechtsverband ist ein sehr scharfes Schwert, und dieses Schwert ist in den letzten Wochen noch schärfer geworden", sagte Andrä heute Donnerstag bei einem Besuch von Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Militärstandort Rukla an der NATO-Ostflanke.

(Update 12:35)

"Bin stolz Russe zu sein"

Der russische Fußball-Nationalspieler Artjom Dsjuba kritisiert den Umgang mit russischen Sportlern während des Ukraine-Krieges. "Krieg ist beängstigend. Aber ich bin schockiert von menschlicher Aggression und Hass", schrieb der 33-jährige Stürmer auf Instagram. "Ich bin gegen eine Diskriminierung auf Grundlage von Nationalität." Er schäme sich nicht für seine Nationalität. "Ich bin stolz, Russe zu sein. Und ich verstehe nicht, warum Athleten leiden müssen", schrieb Dsjuba, der aktuell für Zenit St. Petersburg spielt. Er sei gegen eine Doppelmoral. "Warum sagen immer alle, dass sich der Sport aus der Politik raushalten soll, aber bei erster Gelegenheit, wenn es gegen Russland geht, wird dieses Prinzip vollständig vergessen?"

(Update 12:13)

Putin will mit dem nationalen Sicherheitsrat sprechen

Der russische Präsident Wladimir Putin will am Donnerstag mit den Vertretern des Nationalen Sicherheitsrats in Moskau sprechen. "Wir werden das im Fernsehen zeigen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow zu Mittag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Es sei davon auszugehen, dass Putin auch auf die in der Ukraine gefallenen russischen Soldaten eingehen werde, sagte Peskow. Offiziellen Angaben zufolge sind seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor einer Woche 498 Russen getötet worden. Die Ukraine hingegen spricht von fast 9.000 getöteten Russen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

(Update 06:00)

Häuserkampf könnte Monate dauern

Sollte es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu einem Häuserkampf kommen, könnten die Kämpfe Monate dauern und auf beiden Seiten zu hohen Verlusten führen. "Der Ortskampf ist einer der schwierigsten und blutigsten Kämpfe, die es gibt", erklärt Major Klaus Kuss vom österreichischen Bundesheer im Gespräch mit der APA. Wenn die Russen die 3-Millionen-Einwohner-Stadt Kiew Haus für Haus erobern müssen, dann werde das Wochen und bei erbittertem Widerstand auch Monate dauern.

Die großen Gefahren bei einem Häuserkampf sind Hinterhalte, Sprengfallen und subkonventionelle Kampfmethoden wie etwa der Bewurf mit Molotowcocktails. Während sich ein Soldat in der Fläche, auf einem Feld oder im Wald leicht bewegen und das Gelände überblicken kann, ist er in der Stadt einer 360-Grad- Bedrohung ausgesetzt. "Bei 4.000 Fenstern kann aus jedem einzelnen geschossen werden, hinter jeder Tür kann ein Feind lauern."

(Update 04:00)

Russland nimmt erste Großstadt ein

Die ukrainischen Behörden haben die Einnahme der Hafenstadt Cherson im Süden der Ukraine durch die russische Armee bestätigt. Regionalverwaltungschef Gennady Lakhuta schrieb in der Nacht zum Donnerstag im Mitteilungsdienst Telegram, russische Besatzer seien in allen Stadtteilen und "sehr gefährlich". Cherson ist die erste Großstadt, die Russland seit dem Einmarsch in die Ukraine vor einer Woche erobert hat.

Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es in der Nacht auf Donnerstag zu mehreren schweren Explosionen. Auf Videos, die in sozialen Netzwerken geteilt wurden, waren mächtige Detonationen zu sehen. Zunächst war unklar, ob es sich etwa um einen Luftangriff handelt und was die Ziele gewesen sein könnten. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb im Nachrichtenkanal Telegram: "Der Feind versucht, in die Hauptstadt durchzubrechen."

(Update 20:04)

Putin telefoniert mit Bennett

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin erneut mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett telefoniert. Das teilte der Kreml am Mittwochabend in Moskau mit. Es sei um die von Russland geführte "Spezial-Militäroperation" gegangen. Putin habe die Position Russlands dargelegt und erneut Bedingungen zur Lösung des Konflikts skizziert. Die Regierung in Kiew muss demnach die "Volksrepubliken" Luhansk und Donezk in der Ostukraine sowie Russlands Anspruch auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim anerkennen. Zudem fordert Russland eine "Demilitarisierung" der Ukraine.

(Update 18:50)

Erste offizielle Todeszahlen

Im Krieg in der Ukraine sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau bisher 498 russische Soldaten getötet worden. Zudem seien 1.597 Soldaten verletzt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Es sind die ersten offiziellen Zahlen dazu aus Russland seit Kriegsbeginn am Donnerstag voriger Woche. Die Ukraine hatte bisher von rund 6.000 Verlusten auf russischer Seite gesprochen.

Angaben nicht unabhängig zu prüfen

Auf ukrainischer Seite habe es bisher 2.870 Tote und etwa 3.700 Verletzte gegeben, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Diese Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen. Die Ukraine hat zu Verlusten in den eigenen Reihen keine aktuellen Angaben gemacht. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte früher am Mittwoch mitgeteilt, Russland habe mehr als 5.840 Soldaten verloren. Mehr als 200 Panzer, 860 weitere militärische Fahrzeuge, 30 Flugzeuge und 31 Hubschrauber seien seit Kriegsbeginn zerstört worden. Das ukrainische Ministerium warf Russland schwere Kriegsverbrechen vor.

(Update 17:22)

UniCredit könnte 1 Milliarde Euro verlieren

Die Abschreibung ihres Russlandgeschäfts würde die italienische Großbank UniCredit Insidern zufolge etwas über eine Milliarde Euro kosten. Zudem würde das Geldhaus dann bei seiner Kapitalquote etwa 35 Basispunkte einbüßen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bank-Austria-Mutter zählt zu den europäischen Finanzkonzernen, die vergleichsweise stark in Russland engagiert sind. Italiens zweitgrößte Bank hat 2,3 Milliarden Euro an Eigenkapital bei ihrer russischen Tochter gebunden. Das sind etwa 3,7 Prozent des gesamten Eigenkapitals des Finanzkonzerns. Der russische Arm der UniCredit, die AO UniCredit Bank, ist in Russland die vierzehntgrößte Bank.

(Update 16:34)

Nehammer will sichere Korridore

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat am Mittwoch mit dem bulgarischen Premierminister Kiril Petkow zur Ukraine-Krise telefoniert. "Petkow unterstützt Österreichs Forderung nach der Schaffung sicherer Korridore, um Menschen aus den Kriegsgebieten zu evakuieren und humanitäre Hilfskonvois in die Krisengebiete zu ermöglichen", teilte Nehammer nach Angaben des Bundeskanzleramts anschließend mit.

(Update 16:12)

EU mit Sanktionen gegen Belarus

Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Belarus wegen der Unterstützung des russischen Einmarsches in die Ukraine beschlossen. Dies teilte die EU am Mittwoch mit, ohne die einzelnen Strafmaßnahmen zunächst zu veröffentlichen. Die französische EU-Ratspräsidentschaft twitterte, dass die Maßnahmen neue Wirtschaftssanktionen und neue Listen belarussischer Beamter und Militärs umfassen, die an der Aggression gegen die Ukraine beteiligt seien.

(Update 15:43)

Steyr Automotive stellt Produktion ein

Steyr Automotive stellt morgen Donnerstag vorübergehend seine gesamte Produktion ein. Das berichtete das ORF Radio Oberösterreich heute Mittwoch. Hintergrund seien Lieferschwierigkeiten bei Kabelbäumen aus der Ukraine, bestätigte eine Unternehmenssprecherin der APA. Am Mittwoch kommender Woche wolle man die Produktion in Steyr in Oberösterreich wieder aufnehmen, aber "wir müssen auf Sicht fahren".

(Update 15:09)

Britischer Motorsportverband schließt Russen aus

Der russische Formel-1-Pilot Nikita Masepin vom Haas-Team dürfte heuer nicht am Grand Prix von Großbritannien am 3. Juli in Silverstone teilnehmen. Der britische Motorsportverband teilte am Mittwoch mit, dass Teams, Fahrer und Offizielle mit einer russischen oder belarussischen Rennlizenz nicht an den Wettbewerben im Vereinigten Königreich teilnehmen dürfen. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine habe man die Entscheidung in Absprache mit der Regierung getroffen.

(Update 14:38)

Gefahr von Zusammenstößen mit NATO steigt

Angesichts der Unterstützung der NATO für die Ukraine hat Russland vor einem Konflikt mit der Allianz gewarnt. "Natürlich entstehen Risiken", sagte Vizeaußenminister Alexander Gruschko dem Staatssender Rossija-24. "Wir sind natürlich beunruhigt über das Waffenlieferungsprogramm, das ist in dieser Situation sehr gefährlich", sagte Gruschko. Es gebe keine Garantien, dass es keine Zwischenfälle geben wird. Solche Zwischenfälle könnten in einer völlig unnötigen Weise eskalieren. Mehrere NATO-Mitglieder, darunter Deutschland, hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Waffenlieferungen an Kiew angekündigt. Russland betont, es handle sich um eine "Militär-Sonderoperation" zum Schutz russischer Bürger und zur Durchsetzung russischer Sicherheitsinteressen.

(Update 13:57)

Russland zeigt sich gesprächsbereit

Russland zeigt sich nach Kremlangaben bereit für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit der Ukraine noch am Mittwoch. "Heute Nachmittag, am späten Nachmittag, wird unsere Delegation vor Ort sein und auf die ukrainischen Unterhändler warten", sagte Sprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das ukrainische Präsidialamt in Kiew mitteilte, werden noch am Mittwoch die Gespräche in zweiter Runde fortgesetzt.

(Update 13:17)

Museum und Kunst zerstört

Bei den russischen Angriffen auf die Ukraine soll auch ein Museum in Iwankiw, rund 80 Kilometer nordwestlich von Kiew, zerstört worden sein. Dies teilte das US-Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats (ICOM) mit. Das Museum ist demnach auf Archäologie, Heimatgeschichte und bildende Kunst spezialisiert. Es beherbergte auch Werke der wichtigen ukrainischen Künstlerin Maria Prymachenko (1909-1997).

(Update 12:50)

Widerstand der Zivilbevölkerung

Die russischen Truppen stoßen in der Ukraine offenbar vielerorts auf Widerstand der Zivilbevölkerung. In der südukrainischen Stadt Melitopol im Gebiet Saporischschja formierte sich ein Protestzug gegen die Angreifer, wie am Mittwoch veröffentlichte Videos in sozialen Netzwerken nahelegten. Aus anderen Städten der Region gab es ähnliche Berichte, etwa aus Berdjansk und Dniprorudne. Die Zivilisten hielten ukrainische Fahnen hoch und forderten in Sprechchören: "Haut ab!"

(Update 12:15)

Offensive geht weiter

Russland treibt die militärische Offensive in der Ukraine weiter voran. Am sechsten Tag der Invasion konzentrierten sich die Kämpfe auf die südukrainische Stadt Cherson und nach wie vor auf die zweitgrößte Stadt des Landes Charkiw im Nordosten. Auch die Hafenstadt Mariupol lag unter Beschuss russischer Truppen. Aus Kiew wurden vereinzelte Angriffe gemeldet. Der erwartete Großangriff der russischen Streitkräfte, die sich vor Kiew zusammengezogen haben, blieb noch aus.

Cherson eingenommen

Der Generalstab in Moskau vermeldete am Mittwochvormittag, dass russischen Streitkräfte das südukrainische Cherson mit rund 250.000 Einwohnern eingenommen hätten. Die Stadt liegt nordwestlich der von Russland 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Die örtlichen Behörden meldeten dagegen, Cherson sei von russischen Truppen vollständig umzingelt.

(Update 10:45)

Morgen wieder Gespräche!

Russland hat sich zu erneuten Verhandlungen mit der Ukraine am Mittwochabend bereit erklärt. "Unsere Delegation ist bereit, die Gespräche fortzusetzen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Eine erste Verhandlungsrunde an der belarussisch-ukrainischen Grenze war am Montag vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

(Update 08:50)

Weitere Angriffe auf Charkiw

Die russischen Truppen haben ihre Angriffe auf zahlreiche ukrainische Städte in der Nacht auf Mittwoch fortgesetzt. Die ukrainische Armee berichtete, dass russische Luftlandetruppen die zweitgrößte Stadt Charkiw angegriffen hätten. "Russische Luftlandetruppen sind in Charkiw gelandet (...) und haben ein örtliches Krankenhaus angegriffen", erklärte die ukrainische Armee auf Telegram. In den vergangenen 24 Stunden sollen in der Stadt mindestens 21 Menschen getötet worden sein.

Zudem gab es durch Bombardements in diesem Zeitraum 112 Verletzte. Auch in anderen Städten gingen die Kämpfe weiter. Aus der ukrainischen Großstadt Schytomyr wurde am Dienstagabend ein Luftangriff gemeldet. Vermutlich Marschflugkörper des russischen Typs Kalibr hätten zahlreiche Wohngebäude beschädigt, außerdem ein Krankenhaus, meldete die Agentur Unian. Auf Videos, die in sozialen Netzwerken geteilt wurden, waren brennende Häuser und Rettungskräfte zu sehen. Schytomyr liegt rund 140 Kilometer westlich der Hauptstadt Kiew.

(Update 21:15)

Knapp 700.000 auf der Flucht

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind nach UN-Angaben bereits 677.000 Menschen in Nachbarländer geflüchtet. Rund die Hälfte sei in Polen angekommen, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, Dienstag in Genf. Rund 90.000 seien in Ungarn und Zehntausende in anderen Nachbarländern wie Moldau, Slowakei und Rumänien. Innerhalb von 24 Stunden sei die Gesamtzahl um 150.000 gestiegen. Die UNO stellt sich auf bis zu vier Millionen Flüchtlinge ein. Die Vereinten Nationen starteten einen Spendenaufruf: Sie brauchen nach eigenen Angaben knapp 1,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe im Ukraine-Krieg.

(Update 19:58)

Medienhäuser gesperrt

Die russischen Behörden haben zwei unabhängige Medien wegen ihrer Berichterstattung über den russischen Einmarsch in der Ukraine gesperrt. Wie russische Nachrichtenagenturen am Dienstag berichteten, wies der Generalstaatsanwalt die russische Medienaufsicht an, den Zugang zum Fernsehsender Doschd sowie zum Radiosender "Moskauer Echo" zu blockieren. Als Grund gab er demnach an, die beiden Sender verbreiteten "absichtlich falsche Informationen" über den russischen Einmarsch. Die Websites beider Medien konnten am Abend in Russland nicht mehr aufgerufen werden.

(Update 19:15)

Säbelrasseln aus Belarus

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko will von Russland ein zusätzliches Luftabwehrsystem vom Typ S-400 haben. Er habe sich deshalb an Präsident Wladimir Putin gewandt, sagte Lukaschenko am Dienstag der Staatsagentur Belta zufolge. Es sollte westlich der Hauptstadt Minsk aufgestellt werden. Bisher gebe es ein solches System im Südosten des Landes an der Grenze zur Ukraine. Lukaschenko drohte zugleich bei Gefahr für Belarus, in den Krieg des Verbündeten Russlands gegen die Ukraine einzugreifen. "Sie sind bereit. Alle sind bereit." Lukaschenko hatte zuvor abermals gesagt, dass keine belarussischen Truppen im Kriegseinsatz im Nachbarland Ukraine seien. Es gab allerdings Medienberichte, wonach belarussisches Militär in der Region Tschernihiw an der Grenze zu Belarus gesehen worden sein soll.

(Update 18:30)

NATO-Staaten am Freitag bei Sondertreffen

Vor dem Hintergrund des russischen Kriegs in der Ukraine kommen die Außenminister der 30 NATO-Staaten am Freitag zu einem Sondertreffen in Brüssel zusammen. Das teilte das Verteidigungsbündnis am Dienstag mit. Generalsekretär Jens Stoltenberg werde um 12.30 Uhr nach dem Treffen eine Pressekonferenz halten.

NATO: Ostflanke wird verstärkt

Als Reaktion auf den Krieg hatte die NATO ihre militärische Unterstützung für die Ukraine zuletzt weiter ausgebaut. Zudem beschloss das Bündnis, seine Ostflanke zur Abschreckung Russlands zu verstärken. Bei einem Besuch in Polen schloss Stoltenberg am Dienstag jedoch erneut eine militärische Beteiligung der NATO am Ukraine-Krieg aus.

(Update 17:50)

Tote nach Angriff auf Fernsehturm

Bei dem russischen Angriff auf den Fernsehturm von Kiew sind nach ukrainischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien bei dem Angriff am Dienstag verletzt worden, teilte der Katastrophenschutz mit. Durch den Angriff wurde die Ausstrahlung der Fernsehprogramme unterbrochen. Zwei Raketen sollen an dem Ort eingeschlagen sein. Die Struktur des im Zentrum von Kiew stehenden Fernsehturms sei aber intakt geblieben. Über dem Stadtviertel sei Rauch aufgestiegen und Ausrüstung für den Fernsehturm sei beschädigt worden, teilte das Ministerium weiter mit. In der Millionenstadt wurde am Nachmittag erneut Luftalarm ausgelöst.

Vitali Klitschko: "Lage bedrohlich."

Bürgermeister Vitali Klitschko bezeichnete die Lage als "bedrohlich". "Der Feind will das Herz unseres Landes erobern. Aber wir werden kämpfen und Kiew nicht aufgeben", schrieb er im Nachrichtenkanal Telegram. Er warnte zugleich vor Panik und Falschinformationen.

(Update 17:19)

Fernsehturm von Kiew getroffen

Der Fernsehturm von Kiew ist nach ukrainischen Angaben am Dienstag durch einen russischen Angriff getroffen worden. Die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen sei dadurch "für eine gewisse Zeit" unterbrochen, teilte das ukrainische Innenministerium mit. Zwei Raketen sollen an dem Ort eingeschlagen sein. Die Struktur des im Zentrum von Kiew stehenden Fernsehturms sei aber intakt geblieben. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

(Update 16:52)

Kanuverband ICF schließt Athleten aus

Der Welt-Kanuverband ICF hat Athleten aus Russland und Belarus aufgrund der russischen Invasion in die Ukraine bis auf weiteres von allen Veranstaltungen ausgeschlossen. Das gab der Verband am Dienstag bekannt. Zusätzlich zu den Athleten habe das ICF-Exekutivkomitee beschlossen, alle Offiziellen aus Russland und Belarus von der Teilnahme an vom Verband sanktionierten Veranstaltungen, Sitzungen, Ausschüssen und Foren des ICF auszuschließen, hieß es weiter.

(Update 16:07)

Emotionaler Appell

In einem emotionalen Appell an das Europaparlament hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eindringlich die Aufnahme seines Landes in die Europäische Union gefordert. "Wir kämpfen für unsere Rechte, für unsere Freiheit, für unser Leben. Und nun kämpfen wir ums Überleben", sagte Selenskyj am Dienstag zu Beginn einer Sondersitzung des Parlaments in einer Videobotschaft. "Aber wir kämpfen auch, um gleichwertige Mitglieder Europas zu sein", sagte Selenskyj.

(Update 15:50)

Die Bevölkerung leidet

Immer mehr herzzerreißende Botschaften trudeln aus der Ukraine ein.

(Update 15:33)

Angriffe auf Geheimdienste angekündigt!

Am sechsten Tag des Krieges gegen die Ukraine hat Russland gezielte Angriffe auf die Informationsinfrastruktur des ukrainischen Geheimdienstes angekündigt. Um "Informationsangriffe" gegen Russland zu zerschlagen, würden unter anderem "technologische Objekte des SBU in Kiew mit hochpräzisen Waffen getroffen werden", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Ziel der neuen Angriffe sei auch das 72. Zentrum für so bezeichnete informations-psychologische Operationen in Browary östlich von Kiew. Die Bevölkerung in Kiew, die in der Nähe der genannten Einrichtungen lebe, wurde aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

(Update 14:29)

Nord Stream 2 AG vor Konkurs

Nach dem Aus für die Ostsee-Pipeline steht die schweizerische Eigentümergesellschaft Insidern zufolge vor der Pleite. Die Nord Stream 2 AG arbeite mit Finanzberatern derzeit daran, Teile ihrer Verbindlichkeiten zu ordnen, und könnte noch in dieser Woche offiziell in der Schweiz einen Insolvenzantrag stellen, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Arbeitsverträge mit den mehr als 140 Mitarbeitern am Firmensitz in Zug hat Nord Stream 2 bereits gekündigt, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. Das sei die Konsequenz der US-Sanktionen gegen das Unternehmen. Schon am Montagabend hatte der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin über die Kündigungen berichtet.

(Update 14:02)

Protest: Diplomaten verlassen UNO-Menschenrechtsrat

Aus Protest gegen den russischen Krieg in der Ukraine haben rund 140 Diplomaten in Genf vor der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow den Saal des UNO-Menschenrechtsrats verlassen. An der koordinierten Aktion war auch Österreich beteiligt, wie eine Sprecherin des Außenministeriums der APA bestätigte. Lawrow, der per Video zugeschaltet war, verlas eine lange Erklärung, in der er den Angriff mit Menschenrechtsverletzungen auf ukrainischer Seite rechtfertigte.

(Update 13:26)

Ukraine will um jeden Preis in die EU

In einem emotionalen Appell an das Europaparlament hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eindringlich die Aufnahme seines Landes in die Europäische Union gefordert. "Wir kämpfen für unsere Rechte, für unsere Freiheit, für unser Leben. Und nun kämpfen wir ums Überleben", sagte Selenskyj am Dienstag zu Beginn einer Sondersitzung des Parlaments in einer Videobotschaft. "Aber wir kämpfen auch, um gleichwertige Mitglieder Europas zu sein", sagte Selenskyj.

(Update 13:15)

Russland in der EU als Schurkenstaat eingestuft

Das Europäische Parlament stuft Russland wegen der Invasion in der Ukraine als "Schurkenstaat" ein und fordert weitere Sanktionen gegen die Regierung in Moskau. Dies geht aus einem Entwurf für eine Entschließung hervor, welche die Parlamentarier am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung verabschieden wollten. Eine Mehrheit dafür galt als sicher.

(Update 12:50)

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat am Dienstag ihre Forderung nach zusätzlichen Mittel für das österreichische Bundesheer bekräftigt. Es gebe einen "unglaublichen Aufholbedarf" aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, betonte sie beim Spatenstich der neuen Stellungskommission in Wien-Floridsdorf im Gespräch mit der APA. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, hier zu einer Einigung auf Regierungsebene zu kommen.

(Update 12:15)

Schwere Angriffe gegen Charkiw und Kiew

Die russische Armee hat am sechsten Tag ihres Angriffskrieges die massiven Angriffe gegen die beiden größten ukrainischen Städte Charkiw und Kiew fortgesetzt. Das Außenministerium veröffentlichte am Dienstag bei Twitter ein Video, das einen Raketeneinschlag im Zentrum von Charkiw zeigt. Besorgnis gab es auch wegen eines über 60 Kilometer langen russischen Militärkonvois vor Kiew. Russland bestätigte, den Angriff fortzusetzen, "bis die gesetzten Ziele erreicht sind".

"Die Gruppierung der Streitkräfte der Russischen Föderation führt weiterhin eine Spezial-Militäroperation durch, bis die gesetzten Ziele erreicht sind", sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Das Wichtigste sei, Russland "vor der militärischen Bedrohung durch westliche Länder zu schützen, die versuchen, das ukrainische Volk im Kampf gegen unser Land einzusetzen", so Schoigu weiter.

Achtung Trigger-Warnung: Video eines Raketenangriffes

(Update 11:40)

Sondersitzung des EU-Parlaments

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt am Dienstag per Videoschaltung an einer Sondersitzung des Europaparlaments zu dem russischen Angriff auf sein Land teil. Das kündigte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter an. Selenskyj sowie der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk wollen sich Metsola zufolge virtuell in Ansprachen "an die Welt richten". Die Brüsseler Debatte beginnt um 12.30 Uhr.

(Update 08:30)

China beginnt mit Evakuierung von Staatsbürgern aus Ukraine

Sechs Tage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine beginnt China, seine Bürger aus dem Land zu evakuieren. Rund 600 chinesische Studenten seien am Montag aus Kiew und der südlichen Hafenstadt Odessa gebracht worden, berichtete die staatliche Zeitung "Global Times" unter Berufung auf die chinesische Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt. Dem Bericht zufolge reisten sie mit einem Bus in die benachbarte Republik Moldau.

(Update 08:00)

Hafenstadt Mariupol wegen Luftangriff fast ohne Strom

In der südukrainischen Stadt Cherson soll nach Angaben des staatlichen Informationsdiensts der Ukraine ebenfalls ein Angriff begonnen haben. Die strategisch bedeutende Hafenstadt Mariupol im äußersten Südosten des Landes war am Dienstag in der Früh weiterhin unter der Kontrolle der ukrainischen Armee, doch nach einem russischen Luftangriff fast ohne Stromversorgung. Es gebe auch Internet- und Mobilfunkausfälle.

(Update 07:40)

Russland will Soldaten als Veteranen einstufen

Die in der Ukraine kämpfenden russischen Soldaten sollen nach dem Willen des Verteidigungsministeriums in Moskau als Veteranen gelten. Die Staatsagentur Tass zitierte am Dienstag aus einem entsprechenden Gesetzentwurf. Die Militärs können dann etwa mehr Pension und Gutscheine für eine Rehabilitation bekommen. Sie hätten zudem Urlaubsvorteile und könnten zum Beispiel einfacher Prothesen bei Kriegswunden erhalten.

(Update 06:40)

Russland verlegt Ost-Truppen näher an Europa

Russland verlegt einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax zufolge Truppen aus dem äußeren Osten Russlands näher an Europa heran. Die militärischen Einheiten würden Übungen in der Provinz Astrachan im Südwesten an der Grenze des asiatischen und des europäischen Teils des Landes abhalten, zitiert die Agentur das zuständige Militärkommando am Dienstag. Die Truppen würden vor allem die Verlegung von militärischen Einheiten über große Entfernungen üben.

(Update 05:40)

Konsequenzen für Kinobesucher in Russland

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat auch Konsequenzen für Kinobesucher in Russland. Die großen US-Filmstudios Disney, Sony und Warner haben in der Nacht auf Dienstag ihre geplanten Filmstarts abgesagt und dies mit dem Krieg begründet. Bei Disney ist der im März erscheinende Pixar-Film "Turning Red" (dt. Titel "Rot") betroffen, bei Sony die Marvel-Comicverfilmung "Morbius" und bei Warner der neue "Batman"-Film.

(Update 05:00)

Angriffe Charkiw und Kiew dauern an

Die russische Armee hat am sechsten Tag ihres Angriffskrieges die massiven Angriffe gegen die beiden größten ukrainischen Städte Charkiw und Kiew fortgesetzt. In Charkiw wurden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow Umspannwerke gesprengt. Auch seien die oberen Stockwerke zweier Hochhäuser zerstört worden. Die Truppenbewegungen auf die Hauptstadt Kiew gingen weiter, im Nordwesten der Stadt stand ein über 60 Kilometer langer russischer Militärkonvoi.

(Update 20:00)

250.000 bei Demo gegen den Krieg

An einer Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine haben sich am Montag in Köln bis zu 250.000 Menschen beteiligt. Nach Polizeiangaben zogen die Menschen friedlich und ohne Zwischenfälle durch die Kölner Innenstadt. Die Friedenskundgebung mit anschließendem Demonstrationszug wurde vom Festkomitee Kölner Karneval organisiert und fand anstelle des abgesagten Rosenmontagszugs statt.

(Update 19:00)

Russland von allen Fußball-Bewerben suspendiert

Der Fußball-Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA haben am Montag Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine von allen Wettbewerben suspendiert. Das bedeutet unter anderem, dass die russische Auswahl nicht am WM-Play-off Ende März teilnehmen kann. Außerdem steht RB Leipzig im Viertelfinale der Europa League, weil Spartak Moskau der Achtelfinal-Gegner gewesen wäre.

Zudem teilte die UEFA mit, dass die Zusammenarbeit mit Gazprom mit sofortiger Wirkung beendet wird. Der russische Ölkonzern zahlte seit 2012 kolportierte 40 Millionen Euro pro Jahr an die UEFA. Diesen Entscheidungen waren zahlreiche Boykottdrohungen von Nationalverbänden vorangegangen. Wenige Stunden vor der FIFA- und UEFA-Entscheidung verkündeten die Fußballverbände von Dänemark, Norwegen und der Schweiz, vorerst nicht mehr gegen Russland antreten zu wollen.

(Update 17:15)

Russland will Entmilitarisierung und die Krim

Russlands Präsident Wladimir Putin hat als Bedingungen für ein Ende der russischen Invasion in der Ukraine deren Entmilitarisierung sowie eine Anerkennung der von Russland annektierten Krim als russisches Territorium verlangt. Putin forderte zudem erneut eine "Entnazifizierung" der ukrainischen Regierung und die "Neutralität" der Ukraine, teilte der Kreml am Montag nach einem Telefonat Putins mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit.

Die Forderungen erfolgten vor dem Hintergrund der derzeit laufenden ukrainisch-russischen Verhandlungen.

(Update 15:30)

Schweiz schließt sich Sanktionen an

Die Schweiz schließt sich den Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen Russland nach dem Einmarsch des Landes in die Ukraine an. Die Vermögen von gelisteten Personen und Unternehmen seien ab sofort gesperrt, erklärte die Regierung des neutralen Landes am Montag. Auch die Finanzsanktionen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, Ministerpräsident Michail Mischustin und Außenminister Sergej Lawrow würden mit sofortiger Wirkung vollzogen.

Damit reagiere die Schweiz auf die schwerwiegenden Verstöße gegen das Völkerrecht, für die diese Personen verantwortlich seien. Mit Verweis auf die traditionelle Neutralität des Landes hatte die Schweizer Regierung bisher gezögert, scharfe Sanktionen gegen Russland zu ergreifen. Dieses Zögern war im In- und Ausland kritisiert worden.

(Update 15:00)

Russland schießt trotz Friedensverhandlungen

Trotz der laufenden Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine hat Russland am Montag seinen militärische Offensive in der Ukraine fortgesetzt. In der zweitgrößten Stadt der Ukraine, Charkiw, kam es zu heftigen Angriffen. Der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Heraschtschenko, veröffentlichte zu Mittag ein Video, das mehrere Raketeneinschläge in einem Wohngebiet zeigte.

"Die ganze Welt sollte diesen Horror sehen", schrieb Heraschtschenko. Es gebe Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Russland dagegen behauptete, die ukrainischen "Nationalisten" würden die von russischen Truppen umstellten Städte selber beschießen.

(Update 14:30)

Russland sperrt Luftraum für Österreich

Als Reaktion auf Luftraumsperrungen mehrerer Staaten für russische Maschinen dürfen künftig Flugzeuge aus Österreich und 35 weiteren Staaten nicht mehr über Russland fliegen. Das teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija am Montag mit. Ausnahmen könne es mit einer Sondergenehmigung etwa des russischen Außenministeriums geben.

In einer veröffentlichten Liste werden weitere europäische Staaten wie Österreich, Polen, Frankreich, Finnland, Tschechien und Belgien erwähnt. Auch Kanada ist demnach betroffen. Wann diese Beschränkung wieder aufgehoben wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Österreich hat ab Sonntag 15:00 Uhr seinen Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Das beschloss die Bundesregierung am Sonntag.

(Update 13:00)

Abschreckwaffen alarmbereit

Das russische Verteidigungsministerium hat die Abschreckungswaffen der Atommacht in verstärkte Alarmbereitschaft versetzt. Das sagte Minister Sergej Schoigu am Montag dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Konkret nannte er die strategischen Raketentruppen, die Nord- und die Pazifik-Flotte und die Fernfliegerkräfte. Putin hatte den Schritt angeordnet als Reaktion auf aggressive Äußerungen der NATO.

Putin sprach in einem am Sonntag vom Kreml verbreiteten Video von Abschreckungswaffen und nannte nicht explizit Atomwaffen. "Die Spitzenpersönlichkeiten der führenden NATO-Staaten lassen aggressive Äußerungen gegen unser Land zu, deshalb befehle ich dem Verteidigungsminister und dem Chef des Generalstabs die Streitkräfte der Abschreckung der russischen Armee in ein besonderes Regime der Alarmbereitschaft zu versetzen."

(Update 10:00)

Verhandlungen kurz vor Beginn

Die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sollen nach russischen Angaben um 10.00 Uhr (MEZ) beginnen. Das sagte der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski am Montag der Staatsagentur Tass. "Wir sind sofort nach ihrer Ankunft bereit für Verhandlungen." Die russische Delegation sei bereit, mit der ukrainischen Seite so lange zu verhandeln, bis eine Einigung erzielt werde. Als Ort des Treffens wurde die ukrainisch-belarussische Grenze vereinbart.

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Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov trifft ein

(Update 08:45)

Söldner jagen Selensky und Klitschko-Brüder

Nach der Ausschaltung einer tschetschenischen Spezialeinheit droht dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weiter Ungemach durch russische Killertruppen. Wie die britische Tageszeitung "Times" berichtet, sollen sich bereits seit Ende Jänner 400 Mitglieder der berüchtigten Söldnereinheit "Wagner" in Kiew aufhalten, deren Auftrag es sei, zwei Dutzend hochrangige ukrainische Politiker aufzuspüren und zu töten.

Auf der Liste stünden demnach neben Selenskyj, Premier Denys Schmychal und den restlichen Ministern auch der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir. Die Söldner sollen bereits im Jänner aus Afrika nach Belarus geflogen und von dort in das Nachbarland eingesickert sein, also deutlich vor Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.

Die ukrainische Führung soll am Samstag in der Früh von der Anwesenheit der Söldnertruppe erfahren haben, berichtete die "Times". Kurze Zeit später wurde dann eine Ausgangssperre in der Hauptstadt verhängt, um den Kampf gegen Saboteure zu erleichtern. Die tschetschenische Sondereinheit wurde ebenfalls am Samstag im Zuge heftiger Kämpfe um den Flughafen Hostomel nördlich von Kiew zerschlagen. Wie ein Gefangener laut ukrainischen Medienberichten später verriet, kam dabei auch der Kommandant, General Magomed Tuschajew, ums Leben.

(Update 08:30)

EU-Mitglied Ukraine?

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich für einen EU-Beitritt der Ukraine ausgesprochen. "Im Laufe der Zeit gehören sie tatsächlich zu uns. Sie sind einer von uns und wir wollen sie drin haben", sagte sie am Sonntag in einem Euronews-Interview. Zudem betonte sie, dass es bereits mehrere Bereiche der Zusammenarbeit gebe. Der EU-Beitritt war auch Thema eines Telefonats von der Leyens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag. Das bestätigt er hier in diesem Tweet:

(Update 04:15 Uhr)

Riesiger Militärkonvoi Richtung Kiew unterwegs

Im Ukraine-Krieg mehren sich die Anzeichen für einen massiven Ansturm der russischen Armee auf die Hauptstadt Kiew. Wie der US-Nachrichtensender CNN in der Nacht auf Montag berichtete, ist ein "riesiger russischer Militärkonvoi" dorthin unterwegs. Im Norden Kiews versuche die Armee eine Pontonbrücke über den Fluss Irpin zu bauen, schrieb der ukrainische Generalstab. Ein Versuch zur Eroberung der gleichnamigen Stadt sei erfolglos geblieben

Sanktionen gegen russische Zentralbank

Die Europäische Union hat in der Nacht auf Montag ihre schwerwiegenden Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft gesetzt. Sie umfassen nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Verbot von Transaktionen mit dem Finanzinstitut. Zudem werden alle Vermögenswerte der Bank in der EU eingefroren, um zu verhindern, dass damit der Krieg von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine finanziert wird.

(Update 16:06 Uhr)

Friedensverhandlungen

Wie unter anderem die russische Zeitung "Kommersant" und das ukrainische Portal "Nexta" berichten, haben die Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland bereits begonnen. Für die russische Seite nehme unter anderem der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Duma, Leonid Slutskii, und der stellvertretende Verteidigungsminister Alexander Fomin teil.

(Update 15:00)

keine russichen Flugzeuge über Österreich

Ab jetzt ist auch Österreichs Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt, so Bundeskanzler Karl Nehammer auf Twitter.

In mehreren EU-Staaten sind derartige Verbote bereits in Kraft, heute haben sich auch Deutschland, Frankreich, Belgien und Irland angeschlossen.

Damit dürfte der direkte Luftverkehr zwischen der EU und Russland weitgehend zum Erliegen kommen. Alternativ könnten Passagiere in Ländern umsteigen, die keine Flugverbote erlassen haben. So ist Istanbul ein Drehkreuz, das Westeuropa und weiter auch Russland bedient.

Russische Maschinen könnten zukünftig nirgendwo mehr in der EU landen oder starten dürfen. Ein entsprechender Vorschlag sei in Arbeit und könnte von der EU beschlossen werden.

(Update: 14:54)

Ukraine stimmt Verhandlungen mit Russland zu

Die Ukraine hat Friedensverhandlungen mit Russland zugestimmt. Eine russische und eine ukrainische Delegation sollen sich an der ukrainisch-belarussischen Grenze treffen, teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag mit. Es gebe keine Bedingungen.

(Update: 14:38)

Putin versetzte Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Nuklearstreitkräfte seines Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Das habe er wegen des aggressiven Verhaltens der NATO und der westlichen Wirtschaftssanktionen der russischen Militärführung befohlen, sagte Putin am Sonntag im Fernsehen.

(Update 13:53)

Ukraine kontrolliert Charkiw wieder

Die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben wieder vollständig unter der Kontrolle der ukrainischen Armee.

(Update 13:00)

Ukraine klagt Russland

Die Ukraine hat laut Präsident Wolodymyr Selenskyj Klage gegen Russland beim Internationalen Gerichtshof eingereicht. Er twittert dazu: "Russland muss für die Manipulation des Begriffs Völkermord zur Rechtfertigung einer Aggression zur Rechenschaft gezogen werden. Wir fordern eine dringende Entscheidung, die Russland anweist, die militärischen Aktivitäten jetzt einzustellen und erwarten, dass die Prozesse nächste Woche beginnen."

(Update 07:35)

Durchbruch in Charkiw

Am Sonntag hat es einen ersten großen Rückschlag für die ukrainische Armee gegeben. Russischen Soldaten ist es nämlich in der Früh gelungen, ins Zentrum der Millionenstadt Charkiw im Osten des Landes einzudringen. "Es gibt einen Durchbruch im Zentrum der Stadt", teilte die Stadtverwaltung nach Angaben des Onlinemediums "Kyiv Independent" mit. Die Bewohner der Stadt wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Den Behördenangaben zufolge hatten die Eindringlinge nur "leichte Ausstattung". Der Durchbruch ereignete sich nach einer Nacht heftiger Kämpfe um die zweitgrößte Stadt der Ukraine. In der Nähe Charkiws war dabei auch eine Gaspipeline explodiert. Sie soll von der russischen Armee in die Luft gejagt worden sein.

(Update 06:50)

Heftige Kämpfe in Charkiw

Vier Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs wächst in der Ukraine die Hoffnung, den Invasoren standhalten zu können. "Die Dunkelheit wird zurückweichen. Die Morgendämmerung ist nahe", teilte der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Sonntag in der Früh auf Facebook mit. In der Nacht hatte es wieder schwere Kämpfe gegeben, doch blieb es in der Hauptstadt Kiew vergleichsweise ruhig.

Resnikow sprach von "drei Tagen, die unser Land und die Welt für immer verändert haben". Dabei sei es den Russen nicht gelungen, wie geplant Kiew zu erobern. "Stattdessen sehe ich eine heldenhafte Armee, eine siegreiche Wache, furchtlose Grenzwächter, engagierte Retter, zuverlässige Polizisten, unermüdliche medizinische Engel." Die Ukraine erwarte nunmehr Hilfe, die vor drei Tagen nicht möglich schien, sagte er in Anspielung auf die am Samstag angekündigten Waffenlieferungen mehrerer westlicher Staaten, darunter auch Deutschland.

(Update 06:00)

Austrian Airlines meiden russischen Luftraum

Angesichts der sich abzeichnenden Luftraumsperre für Russland hat die AUA ihre Flüge in den Aggressorstaat abgesagt. Wie es am Samstagabend in einer der APA übermittelten Stellungnahme hieß, wird Austrian Airlines den russischen Luftraum "vorerst in den nächsten sieben Tagen nicht mehr nutzen". "Die Flüge nach Russland werden in diesem Zeitraum ausgesetzt". Zuvor hatte sich eine EU-weite Luftraumsperre für russische Maschinen abgezeichnet.

27.02.2022 (Update 00:00)

Russland von Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen

Russland wird wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen. Das teilte die deutsche Regierung am Samstagabend mit. Die USA, Frankreich, Kanada, Italien, Großbritannien, Deutschland und die EU-Kommission hätten zudem Maßnahmen gegen die russische Zentralbank vereinbart. Der russische Präsident Wladimir Putin werde daran gehindert, seine Kriegskassen zu nutzen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

(Update 19:30)

Deutschland liefert Waffen an die Ukraine

Jetzt nicht nur indirekt, sondern auch direkt! Unser Nachbar Deutschland liefert jetzt auch Waffen aus eigenen Beständen in die Ukraine. Zuerst war nur gemeldet worden, dass man der Niederlande und Estland gestattet hätte, Waffen aus Deutscher Produktion in die Ukraine zu liefern. Jetzt hat der Sprecher der Deutschen Regierung Steffen Hebestreit mitgeteilt, dass Deutschland 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft Raketen liefern wird. Zudem darf Estland auch Artilleriegeschütze aus DDR-Altbeständen in die Ukraine liefern. Bis vor kurzem war ein Ausliefern von tödlichen Waffen von Deutschland ausgeschlossen worden.

(Update 17:30)

Widersprüchliche Angaben zu Verhandlungsbereitschaft

Es ist eine "Lüge" aus Moskau! Die Meldung, dass die Ukraine die Verhandlungen mit Russland abgelehnt hätte, hat heute Nachmittag zuerst für Aufregung gesorgt. Laut Russland hätte die Ukraine auf ein Verhandlungsangebot nicht reagiert. Jetzt stellt die Ukraine aber klar: Präsident Wolodymyr Selinsky hat keine Verhandlungen abgelehnt, er bestehe aber auf vollwertige Verhandlungen, die nicht inakzeptable Bedingungen und Ultimaten für die Ukraine beinhalten. Die Meldung, dass man abgelehnt hätte sei nur russische Taktik.

(Update 14:30)

Türkei fordert Russland zum Stopp auf

Auch die Türkei fordert Russland jetzt auf den Angriff auf die Ukraine zu stoppen! Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu hat in einem Telefonat mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow einen Stopp der Russischen Angriffe gefordert. In einer Erklärung des türkischen Außenministeriums heißt es zudem, dass die Türkei angeboten hat, die Führung von Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Ankara zu übernehmen.

(Update 11:20)

Zivilisten unter den Opfern

Bei den Angriffen der russischen Armee sind laut den ukrainischen Behörden bisher 198 Zivilisten getötet worden. Unter den Todesopfern seien drei Kinder, erklärte Gesundheitsminister Viktor Ljaschko am Samstag auf Facebook. Zudem seien 1.115 Menschen verletzt worden, darunter 33 Kinder. Diese Angaben lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Russland will laut Ex-Präsident Dmitri Medwedew trotz westlicher Sanktionen den Einmarsch in die Ukraine nicht abbrechen.

(Update 11:00)

Frankreichs Präsident stellt sich auf längeren Krieg ein

Nach Einschätzung des französischen Präsidenten Emmanuel Macrons wird der von Russland geführte Krieg in der Ukraine "andauern". "Wir müssen uns darauf vorbereiten", warnte der Staatschef bei der Eröffnung der Internationalen Landwirtschaftsmesse in Paris. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet um nach einem Telefonat mit Macron neue Waffenlieferungen seiner westlichen Partner an sein Land.

(Update 10:30)

Hochhaus in Kiew getroffen

Bei schweren Angriffen russischer Truppen in der Ukraine ist ein Hochhaus in der Hauptstadt Kiew von einem Geschoss getroffen worden. Bilder von dem Hochhaus zeigten deutlich sichtbar einen Einschlag in oberen Stockwerken. Mindestens vier Etagen auf einer Seite des Hauses wurden dabei zerstört. Es stieg Rauch auf. Unklar war zunächst, was genau vorgefallen war und ob es Opfer gab. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba twitterte ein Foto des getroffenen Hochhauses.

"Kiew, unsere schöne, friedliche Stadt hat eine weitere Nacht unter Beschuss von russischen Bodentruppen und Raketen überlebt", schrieb er dazu. "Ich fordere die Welt auf: Russland vollständig isolieren, Botschafter ausweisen, Ölembargo, die russische Wirtschaft zerstören", schrieb Kuleba. "Stoppt russische Kriegsverbrecher!"

(Update 08:00)

Ukrainischer Präsident appeliert an Durchhaltewillen der Bevölkerung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer neuen Videobotschaft seinen Durchhaltewillen im Kampf gegen den russischen Angriff bekräftigt. "Wir werden die Waffen nicht niederlegen, wir werden unseren Staat verteidigen", sagte er in dem Video, in dem er offenbar vor seinem Amtssitz in Kiew stand. Er selbst werde in Kiew bleiben. Zudem wünsche er "allen einen guten Morgen." Er wolle kursierende Falschnachrichten widerlegen, wonach er das Land verlassen habe.

"Ich bin hier." Das Land müsse verteidigt werden. "Ruhm der Ukraine!" Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die ukrainische Armee aufgefordert, die Waffen niederzulegen. Das zeichnete sich nicht ab. Die Behörden warnten unterdessen vor Straßenkämpfen in der ukrainischen Hauptstadt. "Auf den Straßen unserer Stadt laufen jetzt Kampfhandlungen. Wir bitten darum, Ruhe zu bewahren und maximal vorsichtig zu sein!", hieß es in der Mitteilung am Samstag. Wer in einem Bunker sei, solle dort bleiben. Im Fall von Luftalarm sollten die Menschen den nächsten Bunker aufsuchen. Die Stadt veröffentlichte eine Karte dazu.

"Wenn Sie zuhause sind, dann gehen sie nicht ans Fenster, gehen sie nicht auf die Balkone." Die Menschen sollten sich etwa auch abdecken, um sich vor Verletzungen zu schützen. In Kiew gilt eine Sperrstunde von 22.00 Uhr (21.00 MEZ) bis 07.00 Uhr (6.00 Uhr MEZ) morgens.

(Update 06:00)

Explosionen im Zentrum von Kiew

Die russische und ukrainische Armee haben in der Nacht auf Samstag erbittert um die Kontrolle über die Hauptstadt Kiew gekämpft. Im Zentrum waren Explosionen und Gefechtslärm zu hören, die offenbar von Kämpfen am Stadtrand stammten. Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Oleksij Danilow, sagte in der Früh, die Situation in Kiew sei "unter Kontrolle der Armee". Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor von einer entscheidenden Nacht gesprochen.

"Der Feind wird alle seine Kräfte einsetzen, um unseren Widerstand zu brechen", sagte Selenskyj am späten Freitagabend. "In dieser Nacht setzen sie zum Sturm auf Kiew an." Er rief alle Ukrainer auf, "den Feind wo auch immer möglich aufzuhalten". Die Bevölkerung sollte alle Sonderzeichen entfernen, die Saboteure an Straßen und Häusern anbringen. "Verbrennt die feindliche Militärtechnik mit allem, was zur Verfügung steht!" Sollten die Angreifer auch Kindergärten ins Visier nehmen, sollten sie daran gehindert werden, so Selenskyj weiter. "Alle Gebete sind mit unsere Soldaten. Wir glauben an sie. Sorgt für sie!"

Russische Truppen versuchten, das Heizkraftwerk Nr. 6 anzugreifen, teilte ein Amt für Behördenkommunikation mit. Die ukrainische Armee verteidige sich. Das Kraftwerk liegt im äußersten Nordosten der Millionenstadt auf dem rechten Ufer des Flusses Dnipro. Auch von anderen Stellen auf dem rechten Ufer gab es Berichte über Explosionen und Schüsse aus automatischen Waffen. Die Armee teilte mit, dass ein russischer Angriff auf einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt zurückgeschlagen werden konnte.

25.02.2022 (Update 19:40)

Österreichische Botschaftsmitarbeiter verlegt

Die österreichische Botschaft in Kiew ist nicht geschlossen, der Großteil der Botschaftsmitarbeiter wurde jedoch in den Westen der Ukraine verlegt, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums am Freitagabend der APA. "Ein Bereitschaftsteam der österreichischen Botschaft ist weiterhin rund um die Uhr in Kiew tätig und unterstützt Österreicher vor Ort bestmöglich", hieß es. Spanien und Tschechien haben Botschafter und Botschaftspersonal aus der Ukraine ins Ausland evakuiert

(Update 19:00)
Die Staats- und Regierungschefs der 30 Nato-Staaten haben nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ihre feste Entschlossenheit zur kollektiven Verteidigung der Alliierten zum Ausdruck gebracht. "Unser Bekenntnis zu Artikel 5 des Vertrags von Washington ist unerschütterlich. Wir stehen zum Schutz und zur Verteidigung aller Verbündeten zusammen", hieß es am Freitag in der gemeinsamen Abschlusserklärung eines Nato-Sondergipfels.

(Update 18:50)
Ungeachtet des Angriffs auf die Ukraine beliefert der staatliche russische Gasriese Gazprom Europa unverändert mit Gas. Das gilt sowohl für Lieferungen über die Ukraine als auch über die Pipeline Nordstream 1. Auch Öllieferungen aus Russland finden noch statt, sagen Händler.

(Update 18:30)
Die Strahlungswerte um die ukrainische Atomruine Tschernobyl sind nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nicht gefährlich. Das frühere Atomkraftwerk wurde im Zuge der Invasion von russischen Soldaten eingenommen. Die erhöhte Strahlung, die am Freitag gemessen wurde, könnte laut ukrainischen Behörden durch Militärfahrzeuge vom Boden aufgewirbelt worden sein, der Jahrzehnte nach der Atomkatastrophe von 1986 noch immer belastet ist.

(Update 18:15)
Ein ukrainischer Soldat hat sich heute selbst um die Luft gesprengt, um die Krim-Brücke zu zerstören und somit eine russische Invasion auf der Halbinsel zu verhindern. Der Mann soll sich freiwillig dazu gemeldet haben.

(Update 18:00)
Der Krieg in der Ukraine legt die Auto-Produktion bei Volkswagen in Sachsen zumindest für einige Tage lahm. Im Werk Zwickau werde von Dienstag bis Freitag kommender Woche, in Dresden von Mittwoch bis Freitag nicht produziert, sagte ein VW-Sprecher am Freitag. Mehrere tausend Mitarbeiter würden in Kurzarbeit geschickt. Grund seien wegen der Grenzschließung ausbleibende Materiallieferungen aus der Ukraine, unter anderem von Kabelsätzen, die dort hergestellt werden.

(Update 17:50)
Russland wird aufgrund der Invasion in die Ukraine vom diesjährigen Eurovision Song Contest in Turin ausgeschlossen. Das teilte die zuständige Europäische Rundfunkunion EBU am Freitagabend in Genf mit. Der 66. ESC soll am 14. Mai mit seinem großen Finale über die Bühne gehen. Deutschland will seinen Song kommende Woche küren.

(Update 17:30)
Der Europarat hat Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine suspendiert. Das Ministerkomitee mit Vertretern der 47 Mitgliedsländer entschied am Freitag, Russland wegen schwerer Verstöße von seinen Repräsentationsrechten innerhalb der Straßburger Organisation zu entbinden. Russland bleibt dennoch formell Mitglied.

(Update 16:50)
Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben am Freitagnachmittag ihren Sondergipfel zum russischen Krieg in der Ukraine begonnen. Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Russland zu einem Ende des Militäreinsatzes auf. Zugleich verurteilte der Norweger den Krieg erneut auf Schärfste.

(Update 16:45)
Angesichts des russischen Angriffs öffnet die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriachats (UOK-MP) die Keller ihrer Gotteshäuser in Kiew für Schutz suchende Bürger. Metropolit Onufrij habe das entschieden, um Sicherheit vor Granaten und Bomben zu bieten, teilte laut Kathpress die russlandfreundliche Kirche am Freitag auf ihrem Onlineportal mit.

(Update 16:25)
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die ukrainische Armee aufgefordert, die Macht in Kiew zu übernehmen und Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein Umfeld zu stürzen. "Nehmt die Macht in Eure Hände. Mir scheint, Verhandlungen zwischen euch und uns wären einfacher", sagte Putin am Freitag in einer an die ukrainischen Streitkräfte gerichteten Rede, die im russischen Fernsehen übertragen wurde.

(Update 16:15)
Während der Krieg in der Ukraine weitergeht, sind jetzt auch die ersten Flüchtlinge in Wien eingetroffen. Mehr als 100.000 Menschen sind laut dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

(Update 15:30)
Rund um den Krieg in der Ukraine ist ein unter moldauischer Flagge fahrender Chemietanker in der Nähe des ukrainischen Hafens von Odessa von einer Rakete getroffen worden. Das teilte die moldauische Marinebehörde mit. Zwei Besatzungsmitglieder seien schwer verletzt worden. "Wir haben gerade vor zehn Minuten gehört, dass die gesamte Besatzung gerettet wurde, aber zwei schwer verletzt wurden und auf dem Weg ins Krankenhaus sind", sagt ein Behördenvertreter zu Reuters.

(Update 15:15)

prominente Russen verurteilen angriff

Mit scharfen Worten haben sich zahlreiche prominente Russen gegen den Angriff ihres Landes auf die Ukraine gewandt. "Der von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine ist eine Schande. Das ist unsere Schande, aber leider wird die Verantwortung dafür noch von unseren Kindern, einer ganz jungen Generation und von noch nicht einmal geborenen Russen getragen werden müssen", heißt es in einer Erklärung von Autoren, Filmemachern und anderen Künstlern sowie von Medienschaffenden.

(Update 15:00)

Österreichische Mobilfunker bieten Hilfe an

Die Telekom Austria ermöglicht ihren Kunden bei A1, yesss!, bob und XOXO bis auf Widerruf gratis Telefonate und sms in die Ukraine und von dort nach Österreich. Das gelte für Kunden im Festnetz und am Handy, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Es entfallen die üblichen Roamingkosten, auch bei der Nutzung mobiler Daten.

(Update 14:40)

Prominente Gebäude erstrahlen blau gelb

Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine werden in zahlreichen Ländern Gebäude in den ukrainischen Nationalfarben blau-gelb beleuchtet. In Wien und Klagenfurt wurde am Freitag am Rathaus bzw. am Amt der Kärntner Landesregierung die ukrainische Flagge gehisst. Der Eiffelturm in Paris und das Kolosseum in Rom wurden als Zeichen der Solidarität in den Farben der Ukraine angestrahlt, ebenso der Sitz des britischen Premiers in London.

(Update 14:35)

Vermögen von Putin wird eingefroren

Die EU-Staaten haben sich nach Informationen eines Offiziellen darauf geeinigt, Vermögenswerte von Russlands Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow einzufrieren. Darauf habe man sich bei der Umsetzung der Beschlüsse des EU-Sondergipfels am Donnerstagabend geeinigt. Zudem sagte ein EU-Beamter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters, dass man an weiteren Elementen einer dritten Runde von Sanktionen gegen Russland wegen der Invasion in der Ukraine arbeite.

(Update 14:30)

Angriff auf Kiew von Westen

Die russischen Truppen haben bei ihrem Angriff auf die Ukraine nach eigenen Angaben die ukrainische Hauptstadt von Westen her blockiert. Der strategisch wichtige Flugplatz Hostomel nordwestlich von Kiew sei eingenommen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag der Agentur TASS zufolge mit. Dabei seien 200 Ukrainer "neutralisiert" worden. Eigene Verluste gebe es nicht, behauptete das Ministerium.

(Update 14:10)

Oberösterreich bereit Flüchtlinge aufzunehmen

Oberösterreich hat heute bekräftigt, dass man ebenfalls bereit sei, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen. Erste Gespräche mit Blaulicht- und Hilfsorganisationen würden laufen. Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hatte am Donnerstag als aktueller Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz bereits die Bereitschaft der Bundesländer betont, Flüchtlinge aufzunehmen.

(Update 14:00)

Verhandlungsbereitschaft?

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben Chinas zu "hochrangigen Verhandlungen" mit der Ukraine bereit. "Russland ist bereit, hochrangige Verhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen", sagte Putin heute. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich persönlich an Putin gewandt und Gespräche vorgeschlagen.

(Update 13:35)

Vergeltung für Sanktionen

Russland hat Vergeltung für vom Westen verhängte Sanktionen angekündigt. "Es versteht sich von selbst, dass Vergeltungsmaßnahmen folgen werden", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute in Moskau. "Wie symmetrisch oder asymmetrisch sie sein werden, wird von der Analyse der Beschränkungen abhängen", die Russland auferlegt worden seien. Der Westen hatte den russischen Großangriff auf die Ukraine scharf verurteilt.

(Update 13:25)

Formel 1 Grand Prix in Russland abgesagt

2022 wird es keinen Formel 1 Grand Prix von Russland geben. Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat die Rennserie am Freitag bekanntgegeben, dass der für 25. September geplant gewesene Grand Prix in Sotschi nicht stattfinden wird.

(Update 13:15)

4 Mio. Flüchtlinge erwartet

Die Vereinten Nationen stellen sich auf bis zu vier Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine ein, sollte sich die Situation weiter verschlechtern. Schon jetzt seien Tausende über die Grenzen in Nachbarländer wie Polen, Moldau, die Slowakei und auch Russland geströmt, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR heute in Genf.

(Update 13:10)

Italien bereit Soldaten zu schicken

Italien ist bereit, der NATO 3.400 zusätzliche Soldaten zur Verfügung zu stellen, um der durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgelösten Krise zu begegnen. Es gehe darum, Druck auf Russland auszuüben, damit es seine Truppen zurückziehe. Italien sei in der Frage der Sanktionen gegen Russland "vollkommen auf einer Linie" mit Frankreich und Deutschland.

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(Update 12:40)

ukraine bittet Hacker um hilfe

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, benötigt das Land nun jede Unterstützung. Die ukrainische Regierung hat nun in Hacker-Foren zur digitalen Landesverteidigung aufgerufen. Das Hacker-Kollektiv Anonymous reagierte schnell und erklärte Russland den Cyber-Krieg.

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(Update 12:00)

Russiche Bevölkerung demonstriert gegen Putin

In vielen Teilen Russlands gehen Menschen auf die Straße, um gegen Wladimir Putin zu demonstrieren. Auf Twitter gibt es immer mehr Videos von Demos in Großstädten. Die Polizei geht massiv gegen die Demonstranten vor.

(Update 11:40)

EU plant weitere Sanktionen

Die Europäische Union will nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel weitere Sanktionen gegen Moskau verhängen. Ein "weiteres (Sanktions-)Paket wird dringend vorbereitet", erklärte Michel am Freitag im Online-Dienst Twitter. Am Donnerstagabend hatte die EU bereits ein zweites Sanktionspaket gegen Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine beschlossen. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) berichtet bereits nach dem EU-Gipfel von weiteren geplanten Strafmaßnahmen.

(Update 10:30)
Die ukrainische Armee kämpft nach eigenen Angaben mittlerweile gegen vordringende russische Truppen in der Hauptstadt Kiew. Im nördlichen Bezirk Oblonsky kam es am Freitag zu Gefechten. Auch Explosionen waren dort, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Medienberichten waren zudem später Schüsse in der Nähe des Regierungsviertels im Zentrum zu hören. Das meldet die russische Agentur RIA Nowosti unter Berufung auf die amerikanische AP.

(Update 09:30) Der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko sagt vor kurzem in einem Intervew, dass er bereit ist, sofort zu kämpfen. 'Ich habe keine andere Wahl'.

(Update 09:20) Russland hat die Raketenangriffe auf die Ukraine wieder aufgenommen. Beschossen würden sowohl zivile als auch militärische Ziele, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer im Fernsehen übertragenen Rede mit. Auch von Fliegalarm in Kiew berichtete das Fernsehen in der Früh. Außenminister Dmytro Kuleba sprach von "schrecklichen russischen Raketenangriffen" auf die Hauptstadt.

(Update 07:30)
Derzeit gibt es nordwestlich von Kiew schwere Gefechte. Die russischen Truppen rücken derzeit mit gepanzerten Fahrzeugen vor, ukrainische Fallschirmjäger stellen sich ihnen entgegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt die Ukrainer für ihren "Heldenmut" und wirft der russischen Armee gleichzeitig vor, bei ihren Angriffen auch auf zivile Gebiete zu zielen. Russland müsse „früher oder später“ mit der Ukraine "sprechen", um die Kämpfe zu beenden, sagte er weiter.

**(Update 04:00) **
Laut der Nachrichtenagentur Interfax sind heute Früh abermals mehrere Explosionen in Kiew zu hören gewesen. Der ukrainische Vize-Innenminister Anton Gerachtschenko schreibt auf seinem Telegram-Account: „Die Angriffe auf Kiew mit Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen haben wieder begonnen. Ich habe zwei starke Explosionen gehört.“

24.02.2022 (Update 20:00)
In Russland regt sich nach dem Angriff auf die Ukraine erster Widerstand. Bei Demonstrationen gegen den Einmarsch ins Nachbarland Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern mehr als 160 Menschen festgenommen worden. Das Bürgerrechtsportal Owd-Info zählte bis zum frühen Donnerstagabend 167 Festnahmen in mehr als 20 russischen Städten. Die Organisation veröffentlichte im sozialen Netzwerk Telegram Fotos von Menschen, die alleine oder in kleineren Gruppen Plakate mit Solidaritätsbekundungen für die Ukraine in die Höhe hielten. Bei den Festnahmen sollen demnach auch Demonstranten geschlagen worden sein.

Tschernobyl eingenommen

(Update 18:30) Die russische Armee hat nach Angaben der ukrainischen Regierung das Gebiet des zerstörten Atomreaktors von Tschernobyl eingenommen. Zuvor hatten die Russen bereits einen Militärflugplatz nahe Kiew erobert. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, es handle sich um den wenige Kilometer nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt gelegenen Flughafen Hostomel. Er habe die ukrainische Armee angewiesen, den Airport zurückzuerobern. Die Russen gaben an, sämtliche Ziele erreicht zu haben.

G7 sehen Angriff als ernste Bedrohung

(Update 17:30) Die G7-Staaten haben den russischen Angriff auf die Ukraine als "ernste Bedrohung" für die internationale Ordnung verurteilt. Der "nicht provozierte und völlig ungerechtfertigte Angriff" Russlands auf die Ukraine verändere "die transatlantische Sicherheitslage grundlegend", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der Staatengruppe. Sie warnten darin auch vor Auswirkungen der Krise "weit über Europa" hinaus.

USA Treffen des Nationalen Sicherheitsrats

US-Präsident Joe Biden beraumte ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats an. Aus dem Weißen Haus hieß es am Donnerstag, Biden habe sich mit dem Team im "Situation Room", dem streng gesicherten Lagezentrum der US-Regierungszentrale in Washington, versammelt. Um 18.30 Uhr MEZ will sich Biden in einer Ansprache zur russischen Attacke äußern.

(Update 16:30) NATO-Truppen werden nicht in die Ukraine entsandt. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht derzeit keine Gefahr, das sich der russische Krieg gegen die Ukraine auf das Bündnisgebiet ausweitet. "Solange Russland weiß, dass ein Angriff auf einen NATO-Verbündeten eine Antwort des gesamten Bündnisses auslöst, werden sie nicht angreifen", sagte Stoltenberg heute in einer Pressekonferenz. "Weil wir das stärkste Bündnis der Geschichte sind", fügte er hinzu und sprach aber von einem "brutalen kriegerischen Akt" Russlands.

Abschreckung soll verstärkt werden

Um die Abschreckung Russlands noch einmal zu verstärken, werden die NATO-Staaten allerdings dennoch zusätzliche Truppen an die Ostflanke schicken. "Es wird in den nächsten Tagen und Wochen mehr Kräfte im Osten des Bündnisses geben", sagte er. Darunter könnten auch Elemente der schnellen Eingreiftruppe NRF sein. Zur NRF zählt zum Beispiel die auch "Speerspitze" genannte VJTF, die derzeit von Frankreich geführt wird.

Fliegeralarm

(Update 15:30) Fliegeralarm ausgelöst. Die ukrainische Hauptstadt Kiew hat wegen des russischen Angriffs Luftalarm ausgelöst. Die Stadtverwaltung rief am Donnerstag alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in Luftschutzbunkern in Sicherheit zu bringen. Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine macht sich in der Hauptstadt Kiew Kriegsangst breit. Im Zentrum bilden sich vor den Bankautomaten lange Schlangen. Die Menschen wollen Geld abheben, sie fürchten, dass bald der Strom ausfallen könnte. Die meisten Geschäfte, Cafés und Restaurants in sonst belebten Stadtteilen haben geschlossen. In den Supermärkten decken sich die Menschen mit Trinkwasser und dem Nötigsten ein. Eine junge Frau mit zwei Wasserflaschen und etwas Brot in der Hand sagt nur: "Alles ist sehr schlecht." Aus Kiew fliehen will sie aber nicht.

LH Wallner will Flüchtlinge aufnehmen

(Update 15:15) Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat am Donnerstag als aktueller Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz die Bereitschaft der Bundesländer betont, Flüchtlinge aufzunehmen. "Falls notwendig, werden alle Bundesländer ukrainische Kriegsflüchtlinge aufnehmen. Zudem muss auch die Energieversorgung für die Bevölkerung weiterhin garantiert werden", so Wallner in einem auf Social Media veröffentlichten Statement.

Wolodymyr Selenskyj ruft zum Widerstand auf

(Update 14:50) Der Westen hat mit Empörung und Entsetzen auf den russischen Angriff auf die Ukraine reagiert. US-Präsident Joe Biden sprach in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von einem "unprovozierten und ungerechtfertigten Angriff". Ähnlich äußerten sich führende europäische Politiker. Der deutsche Kanzler Olaf Scholz sprach von einem "dunklen Tag für Europa". Verständnisvoll hingegen äußerte sich China, während der Iran der NATO die Schuld am Krieg gab. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in seinem Handy-Video. Wir bilden jetzt mit dem Westen eine Anti-Putin-Koalition:

(Update 14:05)
Nach der russischen Einmarschankündigung appelliert Guterres: "Präsident Putin, im Namen der Menschlichkeit: Bringen Sie Ihre Truppen zurück nach Russland", sagte Guterres nach der Dringlichkeitssitzung. "Dieser Konflikt muss jetzt beendet werden." Guterres sprach von dem möglicherweise schwersten Konflikt in Europa seit Jahrzehnten und seinem "traurigsten Tag" als UNO-Generalsekretär. Die Folgen für die Weltwirtschaft seien unvorhersehbar. "Für mich ist klar, dass dieser Krieg keinen Sinn macht. Es verstößt gegen die Grundsätze der (UNO)-Charta."

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in der Nacht auf heute in einer Fernsehansprache eine "Militäroperation" im Donbass angekündigt.

In seiner Ansprache fordert er das ukrainische Militär auf, "die Waffen niederzulegen". Russland plant nach Angaben Putins nicht, ukrainisches Gebiet zu besetzen. Allerdings wolle man die Ukraine demilitarisieren und "denazifizieren". Russland werde nicht zulassen, dass in der Ukraine Atomwaffen auftauchen, so Putin.

Mit seiner Anordnung eines Einsatzes in den abtrünnigen Regionen Luhansk und Donezk entsprach Putin einer schriftlichen Bitte der Chefs der sogenannten Volksrepubliken um Beistand gegen die ukrainische "Aggression", meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der Kremlchef marschiert nun zum zweiten Mal nach 2014 in der Ukraine ein.

Wie die NATO jetzt bestätigt, ist die russische Invasion in der Ukraine bereits im Gange! NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg verurteilt den "rücksichtslosen und unprovozierten Angriff" Russlands auf die Ukraine scharf und erklärt, die NATO-Verbündeten würden sich treffen, um die Folgen der "aggressiven Handlungen" Moskaus zu besprechen. In einer Erklärung am Donnerstag in der Früh sagte Stoltenberg: "Trotz unserer wiederholten Warnungen und unermüdlichen Bemühungen um Diplomatie hat Russland wieder einmal den Weg der Aggression gegen ein souveränes und unabhängiges Land gewählt." Auch US-Präsident Joe Biden reagiert prompt. Er kündigt Konsequenzen an und spricht davon, dass Russland "vorsätzlich" einen "Krieg" gegen die Ukraine begonnen habe.

"Präsident (Wladimir) Putin hat sich für einen vorsätzlichen Krieg entschieden, der zu einem katastrophalen Verlust an Leben und zu menschlichem Leid führen wird", so Biden. Die USA und ihre Verbündeten würden Russland entschlossen dafür "zur Rechenschaft ziehen", erklärt er.

CNN und Fox News berichteten unter anderem von Explosionen in Kiew und Schüssen in der Nähe des Flughafens der ukrainischen Hauptstadt. Auch in der Hafenstadt Mariupol, in Kramatorsk und in Charkiw seien Explosionen zu hören.

(makl/CD/MK/TH/fd/apa)

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