Schädeldecke aus 3D-Drucker

Premiere am Uniklinikum Salzburg

(02.02.2024) Am Uniklinikum Salzburg kommt es jetzt zur einer Premiere! Ende 2023 ist in Bayern nahe der Grenze zu Salzburg ein zehnjähriger Bub bei einem Forstunfall lebensbedrohlich verletzt worden. Ein Metallstück hat einen Teil seiner Schädeldecke zertrümmert. Die behandelnden Ärzte am Uniklinikum Salzburg entschlossen sich, das fehlende Knochenstück mit dem 3D-Drucker nachzubauen. Das ist im Krankenhaus seit dem Vorjahr in Eigenregie möglich und nun erstmals bei einem Kind erfolgt. Fünf Wochen nach dem Unfall wird der Bub heute entlassen.

Heikle Phasen

"Die erste Zeit ist besonders heikel. Das Gehirn schwillt an, es könnte sich etwas entzünden, Nachblutungen und Störungen auftreten", sagt Roman Metzger, der Vorstand am Uniklinikum Salzburg für Kinder- und Jugendheilkunde. Die Eltern dürfen am Anfang ihren Sohn nicht einmal streicheln, weil jeder Impuls für das Gehirn vermieden werden soll. Lange bangen sie - Prognosen sind zunächst nicht möglich. "Nach der Operation erwarten wir eigentlich eine Reihe von heiklen Phasen. Auch das Risiko neurologischer Folgen ist da", erklärt Metzger. Doch nach einigen Tagen geht es Felix besser. "Nichts ist so eingetreten, wie man es hätte befürchten müssen, das war eine Glückskette."

Das Uniklinikum Salzburg ist eines der ersten Krankenhäuser mit eigenem 3D-Labor. Seit vergangenem September wurden 24 Implantate gedruckt - bisher nur für Erwachsene. "Dass eine im Haus selbst 3D-gedruckte Plastik bei einem Kind gemacht worden ist, ist unserer Kenntnis nach das erste Mal passiert", sagt dazu Neurochirurg Pöppe. Nachsatz: möglicherweise weltweit.

Technik für die Zukunft?

Der Technologie dürfte auch die Zukunft gehören. "Ziel ist Präzisionsmedizin", sagt dazu Abteilungsvorstand Metzger. "Wo Implantate nicht von der Stange kommen und man auf fixe Größen zugreifen muss, sondern wo sie für das Individuum gestaltet werden." Die Schädeldeckenplastik von Felix sei dafür gedacht, grundsätzlich Jahrzehnte im Kopf des Burschen zu bleiben. "Ob mit seinem Wachstum einmal eine Knochenlücke entsteht, die man zusätzlich noch einmal deckeln müsste, kann ich noch nicht sagen. Das kann sein, muss aber nicht sein."

(mt/apa)

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