Schafft man Durchimpfungsrate?

"Jetzt braucht es Vorbilder"

(25.11.2020) Wie schafft man es, dass sich jeder zweite Österreicher impfen lässt? Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat ja den Fahrplan für die Corona-Impfkampagne präsentiert. So will man schon ab Jänner Hochrisikopatienten sowie Pflege- und Gesundheitspersonal impfen lassen. Ab dem 2. Quartal soll dann die Gesamtbevölkerung geimpft werden. Ziel sei eine Durchimpfungsrate von deutlich mehr als 50 Prozent, so Anschober.

Laut aktueller Umfrage wollen sich derzeit aber nur 20 Prozent der Österreicher mit Sicherheit impfen lassen. Es braucht also viel Überzeugungsarbeit und dafür muss die Politik mit gutem Bespiel vorangehen, sagt Sozialmediziner Michael Kunze:
"Es braucht natürlich eine große Aufklärungskampagne, aber auch Vorbilder. Also Politiker und andere Prominente, die mit gutem Beispiel vorangehen und sich impfen lassen. Dann werden die Menschen diesem Beispiel auch folgen."

Stimmt, sagt auch Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferats in der Österreichischen Ärztekammer:
"Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Es braucht hier politisch renommierte Personen, wissenschaftlich renommierte Personen und Prominente, die sich impfen lassen und somit für einen Impf-Motivationsschub sorgen werden. Davon bin ich überzeugt."

(mc)

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