Schärfere Kontrollen?

Änderungen beim AMS

(29.06.2023) Verschärfte Kontrollen und Anreize für geringfügig Beschäftigte

In Österreich erwartet geringfügig Beschäftigte eine Änderung, die ihr Arbeitslosengeld betreffen könnte. Wenn sie nicht genug Bemühungen zeigen, um eine Beschäftigung mit mehr Arbeitsstunden zu finden, könnte ihnen das Arbeitslosengeld gestrichen werden. Diese neue Anweisung kommt vom Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP), der auch die Kontrollen verschärfen möchte. "Minister Kocher intensiviert hier etwas, was wir in mehreren Bundesländern bereits tun", kommentiert Johannes Kopf, der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS).

Verstärkung von Arbeitszeitkontrollen

Das AMS führt bereits eine Art Arbeitszeitüberwachung durch, um Missbrauch zu verhindern. Dieses System überprüft die Arbeitszeiten in Betrieben. Durch diese Maßnahme will man sicherstellen, dass sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen die Regeln befolgen.

Neue Ausrichtungen für das AMS

Darüber hinaus hat Johannes Kopf, der Chef des AMS, die neuen Zielvorgaben von Minister Kocher begrüßt. Künftig sollen die Vermittlungen von Vollzeitstellen und die individuelle Betreuung von Arbeitslosen im Vordergrund stehen. Auch die überregionale Vermittlung wird in Zukunft wichtiger werden.

Durch die aktuell niedrige Arbeitslosenquote ist es möglich, mehr Zeit für einzelne Kundinnen und Kunden aufzuwenden. Doch diese Änderungen erfordern auch eine angemessene Budget- und Personalausstattung, worauf Kopf hinweist.

Reaktion auf Werksschließungen

Zu der jüngsten Schließung des Opel-Werks in Aspern sagte Kopf, es seien Gespräche mit der Stadt Wien im Gange. Diese beinhalten Themen wie die Vermittlung und Umschulung der betroffenen Mitarbeiter. Es wird auch über die Gründung einer Stiftung zur Qualifizierung der betroffenen 300 Mitarbeiter gesprochen.

Zum Schluss erwähnte Kopf, dass das AMS Anreize wie Eingliederungsbeihilfen für Unternehmen bietet, die Vollzeitstellen zur Verfügung stellen. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Vollzeitarbeit in Österreich zu fördern.

(MK/APA)

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