Schmetterlingspartnersuche

Looking for love

(22.03.2024) Ein Forscherteam, bei dem auch Wissenschaftler*innen aus Innsbruck beteiligt sind, hat zum ersten Mal eine direkte Verbindung zwischen einem bestimmten Gen und der Partnerwahl bei tropischen Schmetterlingen nachgewiesen.

Direkte Verbindung zwischen Gen und Partnerwahl bei Schmetterlingen

Die Studie deutet darauf hin, dass ein bestimmtes Gen das Verhalten männlicher Schmetterlinge der Heliconius-Gattung beeinflusst, indem es ihre Vorliebe für Weibchen mit roten Mustern lenkt. Dieses Gen wurde entdeckt, als Forscher*innen verschiedene Arten dieser Schmetterlinge miteinander gekreuzt haben. Markus Möst von der Universität Innsbruck ist einer der Biologen, die ihre Erkenntnisse im Fachjournal "Science" veröffentlicht haben.

Farbenprächtige Bewohner der tropischen Regionen

Die Heliconius-Schmetterlinge leben in den tropischen und subtropischen Regionen der Neuen Welt und sind bekannt für ihre leuchtenden Farben und Muster auf den Flügeln. Diese dienen nicht nur als Warnung vor Fressfeinden, sondern spielen auch eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl.

Experimentelle Erkenntnisse

In Experimenten haben Forscher*innen aus Deutschland, Österreich, Kolumbien und Panama die Paarungspräferenzen von drei verschiedenen Heliconius-Arten in Kolumbien untersucht. Dabei stellten sie fest, dass die männlichen Schmetterlinge der Arten mit roten Bändern auf den Flügeln bevorzugt Weibchen mit ähnlichen Mustern auswählten, unabhängig von der Art. Dies zeigt, dass diese Arten sich untereinander kreuzen können und fruchtbare Nachkommen hervorbringen.

Genetische Grundlagen der Partnerwahl

Die Vorliebe für rote Weibchen bei diesen Schmetterlingen ist mit einem bestimmten Gen namens "regucalcin 1" verbunden, das bei beiden Arten vorhanden ist. Wenn dieses Gen ausgeschaltet wird, beeinflusst es das Balzverhalten und die Partnerwahl der Schmetterlinge. Dieser Befund ist ein bedeutender Schritt, um zu verstehen, wie Gene das Verhalten von Tieren beeinflussen und wie Arten entstehen und sich voneinander unterscheiden.

Bedeutung des entdeckten Gens für die Artenentwicklung

Die Forscher fanden auch heraus, dass dieses Gen in der Vergangenheit durch Kreuzung zwischen zwei Heliconius-Arten weitergegeben wurde, was zeigt, dass Hybridisierung eine wichtige Rolle bei der Evolution von Verhaltensweisen spielen kann. Dieses Gen hat die Attraktivität von roten Weibchen für männliche Schmetterlinge erhöht und damit den Fortpflanzungserfolg einer der Arten verbessert. Die Studie wurde im Fachjournal "Science" als Titelgeschichte unter dem Titel "Looking for Love" veröffentlicht

(APA/VH)

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