Schüler: Immer mehr Mobbing

Corona-Frust schuld?

(28.10.2021) Mehr Mobbing durch Corona-Frust? Die Kinder- und Jugendanwaltschaft schlägt Alarm. Seit Pandemiebeginn hat die Zahl der Mobbing-Meldungen stark zugenommen. Vor allem über die Sozialen Medien werden immer mehr Schülerinnen und Schüler fertig gemacht. Hintergrund dürfte der steigende Frust in vielen Familien sein. Wenn es daheim nicht passt, fühlen sich die Kids oft hilflos, es kommt zu Spannungen und die werden dann per Mobbing vermeintlich abgebaut.

Und Opfer sind leider schnell gefunden, so Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann:
"Der eine ist dick, der andere hat einen Sprachfehler - es finden sich schnell zwei oder drei zusammen, die dann eben ein Opfer aussuchen und verunglimpfen. Es stecken meist Frustrationen dahinter, mit denen die Kids einfach nicht umgehen können."

Bitte keine Selbstjustiz, so Reumann:
"Mobbing ist ein ganz ernstes Thema und man soll sich da an die Schule, an die Bildungsdirektion oder auch an uns wenden. Es bringt gar nichts, wenn ich als Elternteil dem angeblichen Täter am Heimweg eine Ansage mache oder ihm drohe. Da steigen dann dessen Eltern auf die Barrikaden und das führt zu nichts."

(mc)

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