Schüler 13 schießt auf Lehrer

Amok in Bosnien

(14.06.2023) Normalerweise sind diese Attentate nur aus Amerika bekannt. Jetzt ist aber schon das Nächste innerhalb weniger Wochen in Europa passiert. In Bosnien hat ein Bub einen Lehrer an seiner früheren Schule mit einer Feuerwaffe schwer verletzt. Das noch nicht 14 Jahre alte Kind ist heute nach der Tat in der Stadt Lukavac festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei dem Opfer des Schusswaffenangriffs handelte es sich um einen Englischlehrer und stellvertretenden Schulleiter, wie dessen Vater dem Sender N1 sagte.

Der Lehrer habe "Schusswunden im Halsbereich" erlitten, teilte örtlichen Medien zufolge das behandelnde Krankenhaus in der nahegelegenen Stadt Tuzla mit. Er sei intubiert worden und werde operiert. Sein Zustand sei stabil, sagte der Vater des Lehrers unter Berufung auf die Ärzte. Nach Behördenangaben war der mutmaßliche Schütze früher am Ort des Angriffs in die Schule gegangen. Aus "disziplinarischen" Gründe habe er aber zum Halbjahr die Schule gewechselt, sagte Tuzlas Bildungsminister Ahmed Omerovic vor Journalisten.

Die Tat ereignete sich einen Monat nach dem Schusswaffenangriff eines 13-Jährigen im Nachbarland Serbien. In einer Volksschule in der Hauptstadt Belgrad hatte der Jugendliche neun Kinder und einen Wachmann erschossen. Die Tat hatte auch in den anderen Staaten, die früher zu Jugoslawien gehörten, große Betroffenheit ausgelöst.

Während des Bosnien-Kriegs Anfang der 1990er-Jahre war eine unbekannte Zahl an Waffen in das Land geschmuggelt worden. Nach Kriegsende riefen die bosnischen Behörden die Bürger auf, ihre Waffen abzugeben, und hatten dafür mehrere Jahre lang eine Amnestie gewährt. Außerdem fanden Razzien statt, um illegale Waffenlager auszuheben. Dennoch sind weiterhin viele Schusswaffen in dem kleinen Balkan-Land im Umlauf. Laut der Forschungsgruppe Small Arms Survey besitzen in Bosnien gut 31 von 100 Bürgern eine Schusswaffe. Das ist der höchste Waffenbesitz-Anteil in ganz Europa.

(fd/apa)

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