Schulstart: Genug Personal?

Lage in Wien herausfordernd

(01.09.2023) In Wien starten am Montag 242.000 Kinder und Jugendliche in das neue Schuljahr. Darunter sind auch 20.000 Taferlklassler, die zum ersten Mal die Schulbank drücken werden, wie Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) und Bildungsdirektor Heinrich Himmer am Freitag in einer Pressekonferenz erläuterten. Herausfordernd bleibt die Personalsituation in Wien. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) betonte indes erneut, man werde österreichweit alle Stunden halten können.

In den vergangenen Wochen sind in Wien 1.500 Pädagoginnen und Pädagogen neu angestellt worden. "Es ist ein Faktum, dass es in ganz Österreich einen Lehrermangel gibt", sagte Wiederkehr. Noch vor nicht allzu langer Zeit seien junge Menschen vom Bund davor gewarnt worden, den Beruf zu wählen, da man keinen Job bekommen werde. Somit sei der Mangel auch zum Teil auch hausgemacht, beklagte er.

Rein rechnerisch erscheint die Anzahl der in Wien nicht besetzte Posten nicht allzu hoch zu sein. Laut Wiederkehr fehlen im Pflichtschulbereich aktuell 31 Lehrer. Dies seien gerade 0,2 Prozent der rund 16.000 Lehrkräfte dieser Schulformen. Allerdings stehen auch viele Menschen in den Klassen, die über keine - oder zumindest noch keine abgeschlossene - pädagogische Ausbildung verfügen. In Wien sind dies etwa im kommenden Schuljahr 100.

Die Quereinsteiger werden von Mentoren begleitet und besuchen Weiterbildungen an der Pädagogischen Hochschule. Gesucht wird vor allem für die Fächer Mathematik, Chemie oder Physik. Lediglich bei den Fremdsprachen gibt es noch immer mehr Bewerberinnen und Bewerber als Jobs. Wiederkehr sprach sich heute auch einmal mehr dafür aus, den Quereinstieg in der Volksschule möglich zu machen. Dies sei vom Bildungsministerium derzeit aber nicht gewünscht, kritisierte der Stadtrat.

Auch Lehramtsstudierende wurden bzw. werden engagiert. Hier wurde zuletzt auch eine Kooperation mit der Universität Bratislava geschmiedet, wobei Studierende der Germanistik eingestellt werden, wie Himmer erläuterte. Doch nicht nur junge Menschen unterrichten: Der älteste Lehrer in Wien ist 78 Jahre alt.

Um den Einstieg generell zu erleichtern, werde man im September heuer auf alle bürokratischen Anforderungen verzichten, die nicht gesetzlich vorgegeben sind, versprach der Bildungsdirektor. Erhebungen, die nicht nötig sind, werden etwa nicht durchgeführt. Und: Das erste Gehalt kommt für Neueinsteiger Mitte September aufs Konto. Bisher war dies erst Mitte Oktober der Fall.

Ob kommende Woche in allen Volksschulklassen auch klassenführende Lehrkräfte anzutreffen sind, ist laut Himmer noch nicht genau vorherzusagen. "Wir könnten mehr brauchen", stellte er klar. Die Garantie, dass in allen 3.600 Klassen ab dem ersten Tag eine zuständige Lehrkraft stehe, die auch vier Jahre bleibe, könne man nicht geben. Es seien aber Lösungen mit den Schulleitungen erarbeitet worden - etwa, dass sich falls nötig zwei Teilzeitkräfte eine Klasse teilen.

Auf Bundesebene hat am Freitag Bildungsminister Martin Polschek (ÖVP) einmal mehr betont, man werde "alle Unterrichtsstunden halten können". Für knapp 7.000 ausgeschriebene Voll- und Teilzeitstellen hätten sich über 11.000 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, dabei gebe es allerdings regional unterschiedlichen Bedarf und unterschiedliche Bewerberzahlen. Unter den Bewerbern waren auch 600 Quereinsteiger mit einem anderen Studienabschluss, die ab Herbst unterrichten und parallel eine Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen (PH) beginnen. Wie viele der insgesamt rund 120.000 Lehrerstellen konkret derzeit noch nicht besetzt sind, konnte man im Ministerium mit Verweis auf die hohe Dynamik etwa durch Schwangerschaften oder Krankenstände auf APA-Anfrage nicht sagen. Anfang August waren es laut Polaschek noch 200.

Als wichtigen Schwerpunkt bezeichneten Wiederkehr und Himmer auch die finanzielle Entlastung von Familien. So werde etwa das Mittagessen in Ganztagesschulen ab dem Schulstart heuer gratis angeboten. Auch Kosten von mehrtägigen Schulveranstaltungen würden stärker gefördert. Der Anspruch auf Unterstützung ist nun bereits ab einer dreitägigen Veranstaltung möglich. Bisher musste sie fünf Tage dauern. Auch bei der Beschaffung von Unterrichtsmaterialien in den Pflichtschulen greife man Betroffenen unter die Arme.

(mt/apa)

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