Schulstreiks für die Umwelt

Darf "geschwänzt" werden?

Gerechtfertigter Protest oder letztlich doch nur Schwänzen? Die Greta Thunberg-Bewegung hat auch Österreich erreicht. Die junge Schwedin hat ja mit ihrem Einsatz für die Umwelt Fans in aller Welt gewonnen. Und viele Kids und Teenager machen es Greta nach und organisieren an Freitag-Vormittagen Schulstreiks. Frei nach dem Motto: Wozu in die Schule gehen, wenn der Planet keine Zukunft hat?

Nächsten Freitag (1. März) findet ein solcher Streik auch in St. Pölten statt. Und zwar um 10.30 Uhr, also während des Unterrichts. Fabian Schweiger von der "Aktion Kritischer Schüler_innen Niederösterreich":
"Wir werden die Innenstadt mit Musik in eine Partyzone verwandeln. Wir wollen möglichst laut sein. Man soll uns unbedingt bis ins Landhaus hören."

Doch es gibt auch Kritik an den Aktionen, manche bezeichnen die Teilnehmenden als Schwänzer. Unfair, sagt Schweiger:
"Die Politik hat den Zeitpunkt verschlafen, an dem man hätte handeln können. Jetzt die Schülerinnen und Schüler, denen der Klimaschutz wichtig ist, als Schwänzer zu beleidigen, geht gar nicht."

Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger erinnert aber sehr wohl an die Schulpflicht:
"Ich bin sehr gespannt, wie die Schulbehörden auf diese Bewegung reagieren werden. Es ist natürlich nicht unproblematisch, wenn man hier etwas toleriert, das eigentlich verboten ist. Obwohl der Klimaschutz und natürlich auch das Demonstrationsrecht enorm wichtig sind."

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