Schweine als Crashtest-Dummies

Tierschützer alarmiert

(05.11.2019) Muss das wirklich sein?

In China testen Forscher Gurtsysteme an nur 10 Wochen alten Schweinen. Die Tiere werden in Kindersitzen festgeschnallt und bei 30 bis 50 km/h als Crashtest-Dummies missbraucht. Damit das überhaupt möglich ist, wird den Schweinen zuvor Beruhigungsmittel gespritzt. Bei dem Test wird versucht, die Belastung an Brust und Bauch von Kindern zu simulieren. Das Ergebnis ist schockierend: Von 15 Schweinen haben die Hälfte der Tiere den Aufprall nicht überlebt. Die anderen 50 Prozent sind nach nur wenigen Stunden ebenfalls gestorben. Um etwaige Schäden an den Organen festzustellen, wurden die Tiere im Nachhinein noch aufgeschnitten und untersucht. Sowohl Lunge, als auch Milz und Leber, wurden beim Aufprall verletzt.

Ein No-Go für alle Tierschützer und aus wissenschaftlicher Sicht auch eigentlich gar nicht notwendig, meint Sabrina Engel von der Tierschutzorganisation Peta gegenüber RTL. Das Ganze sei laut ihr eine reine Kostenfrage. In Europa werden für solche Tests elektronische Dummies verwendet. Die kosten allerdings 100.000 Euro pro Stück. Damit können aber auch bessere Ergebnisse erzielt werden als bei Tests an Schweinen.

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