Schwere Explosion in Krems

1 toter bestätigt

(05.05.2022) (update: 17:57) Bei der Explosion in der Halle eines Chemieunternehmens in Krems ist am Donnerstagnachmittag ein Mann ums Leben gekommen. Das bestätigte Stefan Loidl von der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf Anfrage. Zudem gab es laut dem Sprecher zwei Verletzte. Das Gebäude wurde stark beschädigt und gleicht einem Trümmerhaufen. Dem betroffenen Unternehmen zufolge ist die Situation dennoch unter Kontrolle, Chemikalien traten nicht aus.

(update: 16:33) Heute Nachmittag ist die Halle eines Chemieunternehmens in Krems in die Luft geflogen. Nach Angaben von Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Boyer hatten sich zwei Arbeiter in dem Gebäude befunden. Einer davon sei gefunden und dem Rettungsdienst übergeben worden. Die Suche nach dem zweiten Betroffenen dauert noch immer an, es wird leider vermutet, dass diese Person nur noch tot geborgen werden kann.

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Da steht nur noch das Stahlgerüst

Die Explosion war in Krems weithin wahrgenommen worden. "Das halbe Gebäude wurde weggerissen", sagte Boyer zur APA. Am Areal verteilt wurden Glassplitter und Ziegelreste. Wie Sonja Kellner, die Sprecherin des niederösterreichischen Roten Kreuzes, mitteilte, erlitt der aus dem Objekt Gerettete schwere Verletzungen. Er wurde per Notarzthubschrauber abtransportiert. Es gab zudem zwei Leichtverletzte, einen Mann und eine Frau.

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Umgebung komplett verwüstet

Die beiden während der Explosion in der Halle aufhältigen Arbeiter gehören einer Fremdfirma an, sagte Gernot Rohrhofer vom Presseteam der Feuerwehr Krems der APA. Aufgabe der Männer sei es gewesen, einen Tank rauszuschneiden. Eine Brandsicherheitswache habe sich deshalb auf dem Areal befunden. Nach der Explosion an Ort und Stelle waren die Betriebsfeuerwehr sowie die Feuerwehr Krems, eingesetzt wurden laut Boyer in Summe bis zu 60 Mitglieder. Seitens des Roten Kreuzes wurden neben dem Bezirkseinsatzleiter auch ein Notarzt- sowie vier Rettungswagen aufgeboten.

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Schutt und Asche

Wie das Chemieunternehmen per Aussendung mitteilte, war es kurz nach 13.30 Uhr bei Abbrucharbeiten zu der Explosion in der Lagerhalle gekommen. "Die Rettungskette wurde unmittelbar in Gang gesetzt und die Zusammenarbeit zwischen der Betriebsfeuerwehr sowie den Rettungskräften hat einwandfrei funktioniert", wurde betont. Von den Betriebsanlagen gehe keine weitere Gefahr aus.

LHStv. Stephan Pernkopf

Die Ursache für die Explosion stand zunächst nicht fest. Dem Unternehmen zufolge werde mit den Ermittlungen "sofort begonnen". Nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Loidl befanden sich Spezialisten des Landeskriminalamts Niederösterreich am Donnerstagnachmittag bereits an Ort und Stelle. Von einem "tragischen Vorfall" sprach in einer ersten Reaktion LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP). Der Landesvize dankte den Einsatzkräften, mit denen er "in Kontakt" sei.

(fd/apa)

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