Shiffrin schreibt Geschichte
Slalom wieder gewonnen
(18.02.2026) Mikaela Shiffrin hat am Mittwoch Olympia-Geschichte geschrieben. Die US-Amerikanerin ist die erste Slalomfahrerin, die zwölf Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg erneut Slalom-Gold holen konnte. Die 30-Jährige gewann zum Abschluss der alpinen Bewerbe in Cortina d’Ampezzo überlegen. Shiffrin siegte als klare Halbzeitführende mit 1,50 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Camille Rast. Bronze ging an die Schwedin Anna Swenn Larsson (+1,71).
„Es war schwierig, sich auf die richtigen Dinge zu konzentrieren“, sagte Shiffrin nach dem Rennen. Im Ziel sei sie zunächst verwirrt gewesen: „Zuerst konnte ich den Einser nicht sehen, daher wusste ich es nicht. Dann habe ich begonnen, es zu realisieren, obwohl ich es nicht glauben konnte – so als ob mein Körper irgendwo anders wäre.“
Emotional gedachte sie ihres verstorbenen Vaters: „Ein Olympiasieg ist nicht dasselbe, wenn man es nicht mit allen, die man liebt, feiern kann.“
Österreicherinnen verpassen Medaille knapp
Aus österreichischer Sicht blieb trotz Aufholjagd eine Medaille aus. Katharina Truppe (+2,00) und Katharina Huber (+2,08) belegten die Plätze fünf und sechs.
„Es ist natürlich schade, wir können uns echt nichts vorwerfen“, sagte Truppe. „Der Rückstand aus dem ersten Durchgang war schon bisschen zu viel.“
Huber meinte: „Ich sehe, es fehlt nicht viel. So weit weg war ich heute nicht. Ich fahre aber trotzdem glücklich heim.“
(fd/apa)