Signa reißt KaDeWe mit!

Lamarr-Kaufhaus Wien betroffen

(29.01.2024) Im Signa-Komplex könnte es bald zur nächsten Insolvenz kommen. Laut mehreren Medienberichten steht die deutsche Luxuskaufhaus-Gruppe KaDeWe, zu der auch das noch im Bau befindliche Lamarr-Kaufhaus auf der Wiener Mariahilfer Straße gehört, kurz vor der Insolvenz. Schon im Laufe dieser Woche soll der Antrag eingereicht werden, schreibt beispielsweise das "Handelsblatt" am Montag. Als Erster berichtete das deutsche Wirtschaftsmagazin "Capital" darüber.

Wichtige Standorte der KaDeWe-Gruppe sind das gleichnamige Kaufhaus in Berlin, das Oberpollinger in München sowie das Alsterhaus in Hamburg. Die KaDeWe-Gruppe gehört zu 49,9 Prozent der Signa, die restlichen 50,1 Prozent gehören der thailändischen Central Group. Dachgesellschaft ist die Signa Retail Selection, die in der Schweiz ansässig ist und zu der auch die bereits insolvente deutsche Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gehört. Die Signa Retail Selection und die Signa European Invest Holding AG, in der die Handelsbeteiligungen der Signa an Globus, Selfridges und der KaDeWe-Gruppe gebündelt sind, haben im vergangenen Dezember eine sogenannte provisorische Nachlassstundung erwirkt. Die Nachlassstundung in der Schweiz ist ein gesetzlich vorgesehenes Verfahren zur Schuldensanierung.

Ein Grund für die möglicherweise bevorstehende Insolvenz der KaDeWe-Gruppe könnten die hohen Mieten sein, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. "Laut einem Bericht des Handelsblatts von Dezember beläuft sich die Jahresmiete im Oberpollinger auf 20 Prozent des Umsatzes, im Alsterhaus auf 17 Prozent und im KaDeWe auf 13 Prozent", heißt es in dem Bericht. Üblich am Markt seinen Mieten von bis zu 12 Prozent. Zuletzt habe die Gruppe einen Umsatz von 800 Mio. Euro erzielt.

Von einer Insolvenz der KaDeWe-Gruppe wären laut der "Süddeutschen Zeitung" rund 1.900 Beschäftigte betroffen. Auch die Zukunft des Lamarr-Kaufhauses in Wien stünde dann auf der Kippe. Die Signa und die Projektgesellschaft für das Lamarr-Kaufhaus haben sich zum Baufortschritt zuletzt nicht zu Wort gemeldet. Ein offizieller Baustopp wurde bisher nicht verkündet, die für Anfang 2025 anvisierte Eröffnung rückt aber immer mehr in weite Ferne. Seit November war keine größere Aktivität auf der Lamarr-Baustelle erkennbar. Ende Juni 2023 konnte der Rohbau fertig gestellt werden und die Signa lud noch Medienvertreter zu einem Dachgleichen-Pressetermin ein. Bereits vor mehreren Wochen forderte der Bezirksvorsteher von Wien Neubau die Stadt Wien zum Handeln auf, damit das Lamarr nicht zu einer Bauruine verkomme. Von der Stadt Wien hieß es kurz darauf, man rechne mit einer Fertigstellung des Gebäudes.

Ob und zu welchem Preis die börsennotierte Central Retail Corporation rund um die thailändische Milliardärsfamilie Chirathivat gewillt ist, die Signa-Anteile an der KaDeWe-Gruppe, Globus und Selfridge zu übernehmen, ist offen. Ein öffentliches Statement zu ihrem Europa-Geschäft hat die Gruppe zuletzt nicht abgegeben. An der Börse beläuft sich die Marktkapitalisierung des thailändischen Handelskonzerns derzeit auf 210 Mrd. Baht (5,5 Mrd. Euro). Die Immobilien der KaDeWe-Gruppe, Globus und Selfridge sowie das zugehörige Handelsgeschäft sind in eigene Gesellschaften aufgeteilt und könnten auch einzeln abverkauft werden. In Wien rückt heute erneut die Signa Holding in den Fokus. Zu Mittag findet am Montag am Handelsgericht die Prüfungstagsatzung für die Signa-Dachgesellschaft statt.

(fd/apa)

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