Skandal bei WM-Test

Totaler und absoluter abscheu

(01.04.2026) Beim WM-Testspiel zwischen Spanien und Ägypten kam es zu unschönen rassistischen Szenen. Während der Freundschaftspartie waren während der 90. Minuten immer wieder zu antimuslimischen Gesängen. Vor dem Anpfiff wurde bereits die ägyptische Nationalhymne vereinzelt ausgebuht.

Rassistische Beleidigungen

Im Stadion von Espanyol Barcelona wurden ab der 20. Spielminute von einem Teil der Fans wiederholt rassistische bzw. antimuslimische Parolen angestimmt. Auch Beleidigungen gegen den linksgerichteten spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez waren häufiger zu hören. Die spanischen Verbandsmitglieder verurteilten nach dem 0:0 die Aktionen aufs schärfste. Spaniens Teamchef Luis de la Fuente sprach unter anderem von „totaler und absoluter Abscheu.“

Präsident des spanischen Fußballverbandes, Rafael Louzan, merkt an, dass man solche punktuellen Vorfälle schwerstens verurteilt. Auch auf den Videoleinwänden im Stadion wurde auf das Fehlverhalten aufmerksam gemacht: „Es wird daran erinnert, dass die Gesetzgebung zur Prävention von Gewalt im Sport die aktive Beteiligung an gewalttätigen, fremdenfeindlichen, homophoben oder rassistischen Handlungen verbietet und sanktioniert.“

Konsequente Strafen gefordert

Teamchef Luis de la Fuente betonte, dass die Mehrheit der Fans sich gegen die einzelnen Störer gewehrt und diese ausgepfiffen haben. „Der Fußball ist nicht gewalttätig – gewalttätige Menschen nutzen ihn als Bühne“, sagte der Europameister von 2024. Solche Personen müssen konsequent identifiziert und bestraft werden.

(sp)

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