Sonderrechte für Getestete

Corona-Wirbel an deutscher Schule

(19.05.2020) Für Mega-Wirbel sorgt das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. An der Schule finden großangelegte Corona-Testungen statt, die Schüler können sich regelmäßig auf das Virus testen lassen – so weit, so gut!

Es gibt aber auch ein großes ABER …
Wer sich freiwillig zweimal die Woche einem Test unterzieht und nachweislich nicht infiziert ist, bekommt einen grünen Farbpunkt auf sein Namensschild. Diese Schüler bekommen dann Sonderrechte. Sie dürfen sich auf dem Schulgelände freier bewegen und beim Einlass ins Schulgebäude eine ‚Fast Lane‘, also eine schnellere Schlange nutzen.

Politiker und Psychologen kritisieren das Vorgehen. Es wird befürchtet, dass Schüler ohne grünen Punkt diskriminiert und gemobbt werden. Dies sei keinesfalls die Absicht hinter der Aktion, argumentiert Schulleiter Henry Tesch im Interview mit „nordkurier.de“. Vielmehr gehe es darum, die logistischen Herausforderungen zu stemmen. Wenn sich 350 Schüler mit Mindestabstand vor dem Schulgebäude anstellen, entstehe eine unglaublich lange Menschenschlange. Er hofft, dass sich viele Schüler regelmäßig testen lassen, denn so könne vielleicht bald wieder in größeren Klassen unterrichtet werden.

(gs)

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