Spritpreise täglich erhöhen
3 Tage Regelung läuft aus
(13.04.2026) Mit 12. April ist in Österreich eine umstrittene Regelung ausgelaufen: Die sogenannte Drei-Tages-Regel bei Spritpreiserhöhungen gehört der Vergangenheit an. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich damit auf eine neue Dynamik an den Zapfsäulen einstellen. Der Spritpreisrechner ist auch ein hilfreiches Tool.
Tägliche Preiserhöhungen wieder möglich
Bisher durften Tankstellen ihre Preise nur an drei Tagen pro Woche erhöhen:
- Montag
- Mittwoch
- Freitag
Diese Einschränkung ist nun aufgehoben. Ab sofort dürfen Spritpreise wieder täglich um 12 Uhr mittags angehoben werden. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Montag offiziell mit.
Die Drei-Tages-Regel war von Beginn an als temporäre Maßnahme gedacht und wurde nun durch die sogenannte Spritpreisbremse ersetzt. Diese soll zumindest bis Ende 2026 gelten und für mehr Transparenz sowie fairere Preise sorgen.
Kernpunkte der neuen Maßnahme:
- leichte Senkung der Mineralölsteuer
- Begrenzung der Margen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
- Ziel: rund 10 Cent weniger pro Liter für Konsumenten
Günstigere Preise sollen schneller ankommen
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) betont, dass die neue Regelung vor allem den Konsumenten zugutekommen soll. Durch die Spritpreisbremse könne die E-Control besser überwachen, ob sinkende Einkaufspreise auch tatsächlich rasch weitergegeben werden. Ziel sei es, dass günstigerer Sprit schneller bei den Autofahrern ankommt.
Kritik an alter Regelung
Die nun ausgelaufene Drei-Tages-Regel stand zuletzt auch in der Kritik. Sie hatte einen unerwünschten Nebeneffekt: Tankstellen konnten sinkende Einkaufspreise teilweise verzögert weitergeben, um an den erlaubten Tagen Preissteigerungen auszugleichen. Mit der neuen Spritpreisbremse soll genau das verhindert werden – durch engmaschigere Kontrollen und klarere Vorgaben.
Was das für Autofahrer bedeutet
Für Konsumenten ergibt sich eine gemischte Situation:
- Preiserhöhungen sind wieder flexibler möglich
- gleichzeitig sollen sinkende Preise schneller spürbar werden
- insgesamt wird eine Entlastung von etwa 10 Cent pro Liter angestrebt
Mehr Markt, aber unter Kontrolle
Mit dem Ende der Drei-Tages-Regel kehrt ein Stück Marktmechanismus an die Zapfsäulen zurück. Gleichzeitig bleibt der Staat mit der Spritpreisbremse weiterhin regulierend im Hintergrund aktiv. Ob die Maßnahme tatsächlich für dauerhaft niedrigere Preise sorgt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
(fd/apa)