STMK: Frauenmord bei Murtal

Ex-Mann verhaftet

(05.05.2023) Schon wieder ein Frauenmord in Österreich. Diesmal ist die Dame tot in ihrer Wohnung im obersteirischen Bezirk Murtal gefunden worden. Sie dürfte ersten Ermittlungen der Polizei zufolge erstickt worden sein. Unter Verdacht steht ihr ehemaliger Lebensgefährte. Dieser hatte sich offenbar nach der Tat versucht das Leben zu nehmen und verursachte einen Autounfall. Er liegt nun schwer verletzt im künstlichen Tiefschlaf im LKH Graz und konnte noch nicht befragt werden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Unfall hat Beamte aufmerksam gemacht

Der Lauf der Ermittlungen begann am Donnerstag gegen 8.00 Uhr, nachdem ein Mann auf der Schoberpass Straße (B113) zwischen Trieben und Rottenmann (Bezirk Liezen) einen Autounfall gebaut hatte. Er wurde im Pkw eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen im Brustbereich. Er war nach dem Unfall nicht ansprechbar, wurde mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Graz geflogen und dort in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Aufgrund der Spurenlage ging die Polizei von einem Suizidversuch aus.

Zulassungsbesitzerin ausgeforscht

Die Identität des Mannes war zu dem Zeitpunkt aber noch unklar. Deshalb forschte man die Zulassungsbesitzerin des Unfallwagens aus und kontaktierte diese. Es handelt sich um die Mutter der getöteten Frau. Als sie vom Unfall mit ihrem Wagen hörte, fuhr sie zusammen mit ihrem Ehemann sofort zur Wohnung der Tochter. Dort fand sie die Frau gegen Mittag tot auf der Couch liegend.

Gerichtsmedizin

Polizisten der Inspektion Oberzeirig hatten den Verdacht, dass Fremdeinwirkung für den Tod der Frau verantwortlich sein könnte. Das Landeskriminalamt Steiermark und die Gerichtsmedizin wurden hinzugezogen. Letztere stellte Donnerstagabend einen gewaltsamen Tod durch Ersticken fest. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte ein Tatzusammenhang zwischen dem Tod der Frau und dem schwerem Verkehrsunfall ihres Ex-Lebensgefährten bestehen. Das Paar hatte sich kurz zuvor voneinander getrennt", hieß es in der Aussendung der Landespolizeidirektion am Freitag.

Mutmaßlicher Täter auf der Intensiv

Der Mann konnte bisher noch nicht vernommen werden. Er befindet sich auf der Intensivstation des LKH Graz. Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Sicherstellung des Unfallwracks und weitere Ermittlungen zum Tatverdacht des Mordes an. Aus Opferschutzgründen nennt die Polizei keine näheren Details zu Alter und Tatörtlichkeit.

Brauchst du Hilfe?

Auf kronehit berichten wir nur in Ausnahmefällen über Suizide. Solltest du in einer Krise stecken und Selbstmordgedanken haben, erhältst du Hilfe – etwa bei der psychiatrischen Soforthilfe unter 01/313 30 oder bei der österreichweiten Telefonseelsorge unter 142. Beide Telefonnummern sind rund um die Uhr erreichbar. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

(fd/apa)

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