Strache muss vor Gericht
Korruptionsprozess ab 19.Mai
(17.04.2026) Ab 19. Mai muss sich Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vor Gericht verantworten.
Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit zwei Mitarbeitern des Glücksspielkonzerns Novomatic versucht zu haben, Einfluss auf die Besetzung eines Postens bei den Casinos Austria zu nehmen. Konkret geht es darum, dass der FPÖ-nahe Manager Peter Sidlo in den Vorstand der Casinos Austria gekommen sein soll, obwohl er dafür laut Vorwürfen nicht ausreichend qualifiziert war. Im Gegenzug soll es Absprachen zwischen FPÖ und ÖVP gegeben haben, bei denen politische Vorteile im Bereich Glücksspiel im Raum standen.
Causa Lebensversicherung macht den Anfang
Der Prozess rund um die „Causa Casinos“ verzögert sich weiter, da zusätzlich auch ein weiterer Fall, die sogenannte „Causa Lebensversicherung“, im selben Prozess mit verhandelt wird.
Ursprünglich hätte der Prozess schon im März beginnen sollen, unter anderem wegen des Verdachts der Untreue. Er soll versucht haben, sich die Prämie einer durch die Wiener FPÖ abgeschlossenen Lebensversicherung auszahlen zu lassen, die dafür da war, im Falle seines Ablebens seine Familie abzusichern. Dabei geht es um 300.000 Euro.
(apa/ls)