Streit um totes Baby-Mädchen

Eltern traurig und wütend

(13.11.2023) Vielleicht hätte man da ausnahmsweise auch mal anders entscheiden können. Das kleine englische Mädchen Indi Gregory, das an einer seltenen mitochondrialen Krankheit litt und von den lebenserhaltenden Maßnahmen abgeschnitten worden war, ist gestorben. Dies berichtete der Vater des Kindes laut italienischen Medien. Die Regierung in Rom hatte dem acht Monate alten Kind vergangenen Woche die italienische Staatsbürgerschaft verliehen, um ihm die Behandlung im Kinderkrankenhaus "Bambino Gesu" zu ermöglichen. Auch der Papst hatte für das Kind gebetet.

"Meine Tochter ist gestorben, mein Leben ist heute um 1.45 Uhr zu Ende gegangen. Meine Frau Clare und ich sind wütend, untröstlich und beschämt", sagte Dean Gregory, Indis Vater. "Der britische Gesundheitsdienst und die Gerichte haben Indi nicht nur die Chance auf ein Leben genommen, sondern auch ihre Würde, in ihrem eigenen Haus zu sterben. Sie haben es geschafft, Indis Körper und ihre Würde zu nehmen, aber ihre Seele können sie ihr nicht nehmen", so der Vater.

Ein englisches Berufungsgericht hatte sich dagegen ausgesprochen, Indi Gregory nach Italien überführen zu lassen. Dabei hatte das vatikanische Krankenhaus "Bambino Gesu" sich bereit erklärt, das Kind aufzunehmen. Indi Gregory litt an einer seltenen Form von mitochondrialer Pathologie, die von den Ärzten als unheilbar angesehen wurde. Nachdem sich die englischen Richter geweigert hatten, die Berufung der Eltern anzunehmen, wurde das kleine Mädchen im Queen's Medical Centre in Nottingham nicht mehr lebensnotwendig behandelt und in ein Hospiz für unheilbar Kranke verlegt, wo es starb.

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, die vergangene Woche überraschend den Beschluss ergriffen hatte, dem Mädchen die italienische Staatsbürgerschaft zu verleihen, kondolierte den Eltern. "Wir haben alles getan, was wir tun konnten. Leider war es nicht genug. Gute Reise, kleine Indi", schrieb Meloni auf Faceook.

"Papst Franziskus umarmt die Familie der kleinen Indi Gregory, ihren Vater und ihre Mutter, betet für sie und wendet seine Gedanken allen Kindern zu, die in diesen Stunden auf der ganzen Welt Schmerzen erleiden oder wegen Krankheiten und Kriegen ihr Leben riskieren", so der Leiter des Presseamtes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, am Samstag.

(fd/apa)

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