Strom und Gas teurer?
Tarifwechsel bedenken!
(03.03.2026) Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Turbulenzen auf den Energiemärkten. Während der europäische Gaspreis bereits stark gestiegen ist, sind günstige Strom- und Gastarife in Österreich derzeit noch verfügbar. Doch Experten warnen: Das könnte sich rasch ändern. Wie krone.at berichtet, empfiehlt das heimische Vergleichsportal tarife.at Haushalten, jetzt aktiv zu werden und über einen Tarifwechsel bei Strom und Gas nachzudenken.
Gaspreis: +80 Prozent seit Wochenbeginn
Auslöser der jüngsten Preisexplosion sind die militärischen Eskalationen zwischen den USA, Israel und dem Iran. Teheran drohte damit, Schiffe in der Straße von Hormuz anzugreifen – einer der wichtigsten Transportrouten für Öl und Gas weltweit. Täglich passieren rund 17 Millionen Barrel Öl, etwa 20 Prozent der globalen Produktion, diese Meerenge zwischen Iran und Oman. Zusätzlich kam es zu einem Lieferstopp von Flüssiggas (LNG) aus Katar, nachdem eine Exportanlage nach einem iranischen Drohnenangriff stillgelegt wurde.
30 % Erhöung in 24 Stunden
Die Folge: Der europäische Gaspreis (TTF-Terminkontrakt) stieg zuletzt auf 59,44 Euro je Megawattstunde. Das entspricht einem Plus von rund 30 Prozent binnen eines Tages – und mehr als 80 Prozent seit Wochenbeginn.
Noch stabile Tarife in Österreich – aber wie lange?
Trotz der Turbulenzen sind die günstigsten Strom- und Gasangebote für Privathaushalte in Österreich laut tarife.at aktuell noch unverändert erhältlich. „Die günstigsten Strom- und Gasangebote sind weiterhin unverändert verfügbar“, erklärte Geschäftsführer Michael Kreil am Dienstag laut krone.at. Für Haushalte gebe es derzeit noch keine deutlich negative Veränderung. Allerdings verweist Kreil auf Erfahrungen aus früheren Krisen:
„Erfahrungsgemäß reagieren Energieversorger bei starken Marktbewegungen erst mit etwas Zeitverzögerung.“
Mit anderen Worten: Die steigenden Großhandelspreise kommen häufig erst Wochen oder Monate später bei den Konsumenten an.
Experten empfehlen Fixpreis-Tarife mit Preisgarantie
Haushalten ohne langfristige Vertragsbindung wird daher geraten, aktuelle Angebote zu vergleichen und gegebenenfalls in einen Fixpreistarif mit mindestens zwölf Monaten Preisgarantie zu wechseln. Solche Verträge schützen Verbraucher vor kurzfristigen Preissprüngen – selbst wenn sich die geopolitische Lage weiter verschärft.
Energiepreise: Entwicklung hängt vom Kriegsverlauf ab
Wie stark und wie schnell sich die aktuellen Preissteigerungen auf die Endkundenpreise in Österreich auswirken, hängt laut Experten vor allem von der Dauer und Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten ab. Noch sind günstige Tarife verfügbar. Doch angesichts der angespannten Lage auf den globalen Energiemärkten ist unklar, wie lange das so bleibt.
(fd)