Studie: Wahlprogramme schwer verständlich

(12.10.2017) Studien zeigen, dass wir vor allem nach Privatem suchen, wenn es um Politik oder Spitzenkandidaten geht. Kaum jemand sucht tatsächlich gezielt nach Wahlprogrammen. Solltest du dich aber dennoch mal im Netz verirren und ein Wahl-Parteipogramm finden, wird es dir vermutlich so wie vielen gehen. Du verstehst nur Bahnhof. Keine Sorge: Du bist nicht alleine! Eine Studie bestätigt schwarz auf weiß: Die Parteiprogramme sind tatsächlich schwere Kost und über lange Strecken einfach unverständlich.

Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider hat herausgefunden, dass die Österreicher die Programme der Parteien nicht wirklich checken.

Er hat die Programme mit einer Software analysiert. "0" bedeutet unverständlich, "20" extrem leicht verständlich. Der perfekte Wert sollte laut Brettschneider zwischen 13 und 15 liegen. Die österreichischen Wahlprogramme liegen jedoch im Schnitt bei 10,2.
Hier siehst du, welche Parte am besten und welche am schlechtesten abschneidet.

Wahlprogramme 1

Platz 1 belegen die NEOS.
Laut Studie sind die Inhalte der NEOS mit einem Wert von 11,9 am leichtesten zu verstehen. Kurze Sätze und der Verzicht auf Polit-Jargon seien laut Brettschneider erfolgsversprechend.

Wahlprogramme 2

Auf dem zweiten Platz landet die SPÖ mit einem Wert von 11,5.
Auffällig war hier, dass sich die SPÖ in ihrer Sprache eher wie eine Oppositionspartei verhalte, so der Forscher. Worte wie "mehr", "müssen" und "sollen" werden im Wahlprogramm häufig verwendet.

Wahlprogramme 3

Nochmal deutlich schwieriger sind die Vorhaben der ÖVP zu verstehen.
Mit einem Wert von 10,1 landet die Volkspartei auf Platz 3. Der Sprachgebrauch ist ähnlich wie bei der SPÖ. Auffällig: die Begriffe "Unternehmen" sowie "Maßnahmen" und "Rahmenbedingungen" tauchen besonders häufig auf.

Wahlprogramme 4

Knapp am letzten Platz vorbei schrammt die FPÖ mit 9,8.
Besonders beliebte Begriffe im FPÖ-Wahlprogramm: "Fairness", "Fairnesskrise", "unfair" und "verdienen".

Wahlprogramme 5

Verlierer der Studie sind die Grünen mit einem Wert von 7,7.
Ihr Wahlprogramm ist am kompliziertesten verfasst, so Brettschneider: "Das geht dann schon in eine Richtung, dass das so verständlich ist wie eine politikwissenschaftliche Doktorarbeit."

Wahlprogramme 6

Auch wenn laut Forscher bei der Verständlichkeit noch Luft nach oben sei, sind zumindest die österreichischen Wahlprogramme noch leichter zu checken, als die unserer deutschen Nachbarn. Schlusslicht dort ist die Alternative für Deutschland.

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