Sturm, Flut und Riesenwellen

Unwetter im Mittelmeerraum

(21.01.2026) Schwere Unwetter haben große Teile des Mittelmeerraums erfasst und mehrere Länder schwer getroffen. Heftige Regenfälle, Orkanböen und meterhohe Wellen führten zu Todesopfern, Evakuierungen und massiven Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. Besonders betroffen sind Tunesien, Italien, Griechenland und mehrere Urlaubsinseln im westlichen Mittelmeer.

Mindestens vier Tote in Tunesien

In Tunesien kamen infolge der schweren Regenfälle mindestens vier Menschen ums Leben. Die staatliche Nachrichtenagentur TAP sprach von einem Land, das durch „tödliche Stürme paralysiert“ sei. Seit Montag sorgen sintflutartige Regenfälle vor allem im Norden und Osten des Landes für Überschwemmungen. Zahlreiche Straßen sind unpassierbar, der Zugverkehr wurde teilweise eingestellt, Schulen blieben geschlossen.

In der Hauptstadt Tunis sowie in den Provinzen Bizerte, Nabeul und Monastir kämpfen Einsatzkräfte gegen die Wassermassen. Präsident Kais Saied ordnete an, die Armee in die Katastrophenhilfe einzubinden. Zivilschützer versuchen, überflutete Wohngebiete leerzupumpen – vielerorts fehlt es jedoch an ausreichender Ausrüstung.

Zwei deutsche Touristen konnten im Raum Takelsa südlich von Tunis in letzter Minute gerettet werden. Ihr Auto war von den Fluten erfasst worden. Anrainer befreiten das Paar mit einem Traktor und brachten es in Sicherheit. „Sie hatten Glück“, sagte ein lokaler Politiker im Radio.

Sturm, Fluten und Riesenwellen in Italien

Besonders hart trifft das Unwetter Italien. Auf Sizilien wurden in mehreren Gemeinden Evakuierungen angeordnet, hunderte Familien mussten ihre Häuser verlassen. Die Hafenstadt Messina rief den Notstand aus. Schulen, Universitäten, Museen und Parks blieben geschlossen. Bürgermeister Federico Basile warnte vor erheblichen Sturmfluten und einer akuten Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

Meterhohe Wellen überschwemmten Küstenstraßen, Parkplätze und Gebäude. In Marina di San Lorenzo an der italienischen Riviera wurden Boote an Land geschleudert, Dächer abgedeckt und massive Stahltore aus der Verankerung gerissen. Für Teile Kalabriens gilt bereits den dritten Tag in Folge Unwetterwarnstufe Rot. Es werden Windböen von über 120 km/h und anhaltender Starkregen erwartet.

Auch auf dem Ätna kam es zu gefährlichen Situationen: Einsatzkräfte retteten eine Schweizer Touristenfamilie, die in einen plötzlichen Schneesturm geraten war.

Balearen und Malta schwer betroffen

Auch auf den Balearen sorgte das Sturmtief für dramatische Szenen. Auf Menorca meldete der spanische Wetterdienst Wellen von bis zu zehn Metern Höhe. Rettungskräfte mussten mehr als 80 Mal ausrücken, Straßen wurden überflutet, Autos weggespült, ein Segelboot strandete. Behörden warnten eindringlich davor, sich Stränden, Hafenmolen oder Klippen zu nähern – es bestehe akute Lebensgefahr.

Auf Mallorca und in Teilen Kataloniens wurde zeitweise Alarmstufe Rot ausgerufen, auf Malta schlugen die Wellen meterhoch gegen die Küsten. In Spanien kam es zudem zu einem tödlichen Bahnunfall nahe Barcelona: Eine Stützmauer stürzte infolge des Starkregens auf die Gleise und traf einen Zug der Linie R4. Der Lokführer kam dabei ums Leben.

Fährverkehr eingestellt, Schulen geschlossen

Auch Griechenland ist von dem Unwetter betroffen. In vielen Regionen kam es zu schweren Regenfällen, in höheren Lagen fiel Schnee. Im Ionischen Meer wurden Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h gemessen. Zahlreiche Fährverbindungen wurden eingestellt, im Süden des Landes blieben Schulen geschlossen.

Meteorologen rechnen damit, dass sich die Wetterlage ab Donnerstag langsam beruhigt. Erst dann wird das volle Ausmaß der Schäden sichtbar werden. Behörden in mehreren Ländern appellieren weiterhin an Einwohner und Touristen, ihre Häuser nur bei dringendem Bedarf zu verlassen und Warnhinweise strikt zu beachten.

(fd/apa)

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