Sturmtief über DEU und AUT

Plus: fliegende Kühe

(17.02.2022) Es gibt zwar kein Sprichwort über fliegende Kühe, aber dafür einen aufsehenerregenden Post von der Polizei Deutschland. "Sturm ist, wenn die Schafe keine Locken mehr haben", heißt es oft in Ostfriesland. Die Polizei im äußersten Nordwesten des deutschen Bundeslandes Niedersachsen hat heute aber noch mit einem anderen Tier vor den Gefahren durch Orkantief "Ylenia" gewarnt. Auf Twitter veröffentlichte die Polizeiinspektion Emden/Leer eine Bildmontage von einer Kuh, die über einen Deich und eine ostfriesische Landschaft hinwegfliegt.

"Wir hebben een bietje Wind in Oostfreesland. Ji muten vörsichtig fahren un uppassen", schrieben die Beamten dazu auf Plattdeutsch. Gemeint ist: Es stürmt in Ostfriesland und Autofahrerinnen und Autofahrer sollten vorsichtig fahren. Auf Nachfrage gab eine Polizeisprecherin aber Entwarnung: "Nein, umherfliegende Kühe hatten wir noch nicht." Auch Verletzte habe es infolge des Sturmes bisher nicht im Bereich der Polizeiinspektion gegeben. Mit dem Bild habe man lediglich die Kraft des Sturmes auf humorvolle Weise veranschaulichen wollen.

LKW bei Wiener Stadtgrenze umgeweht

Bei Sturm ist am Donnerstagvormittag auf der Südautobahn (A2) im Bereich der Anschlussstelle Industriezentrum NÖ-Süd ein Lkw umgekippt. Alle vier Spuren waren nach Angaben der Asfinag blockiert. Die Richtungsfahrbahn Graz wurde vorübergehend gesperrt, Rückstau baute sich rasch auf. Der starke Wind sorgte in Niederösterreich am Vormittag für 150 Feuerwehreinsätze, teilte Franz Resperger vom Landeskommando auf Anfrage mit.

50 Einsätze allein im Amstetten

Von allein 50 Einsätzen im Bezirk Amstetten berichtete Feuerwehrsprecher Philipp Gutlederer. Seinen Angaben zufolge sind etwa an der Westautobahn (A1) bei St. Valentin Bäume umgestürzt. Die Asfinag und die lokale Feuerwehr standen auf der Richtungsfahrbahn Wien im Einsatz. Bei Haag in Richtung Salzburg musste von örtlichen Einsatzkräften die Plane eines Lkw gesichert werden. Laut Resperger waren Feuerwehren in fast allen niederösterreichischen Bezirken gefordert. Die Helfer seien "in Alarmbereitschaft, da wir noch bis in die Abendstunden mit kräftigen Sturmböen rechnen".

(fd/apa)

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