Suff-Bär schlägt wieder zu
Erneut Einbrüche registriert
(15.12.2025) Er ist klein, gestreift, notorisch neugierig – und inzwischen weltberühmt: Der Waschbär aus dem US-Bundesstaat Virginia, der Anfang Dezember mit einem Einbruch in einen Spirituosenladen für Schlagzeilen sorgte, ist zurück. Und offenbar nüchtern genug, um neue Tatorte auszukundschaften.
Zur Erinnerung: Der tierische Räuber hatte sich zunächst Zugang zu einem Schnapsladen verschafft, dort ordentlich randaliert, Alkohol konsumiert und anschließend seinen Rausch direkt neben der Toilette ausgeschlafen. Eine Mitarbeiterin entdeckte den benommenen Waschbären, Überwachungsvideos gingen viral – der „Suff-Waschbär“ war geboren.
Vom Schnapsregal ins Karate-Studio
Wer dachte, das Ganze sei eine einmalige Eskapade gewesen, lag falsch. Laut der örtlichen Tierschutzbehörde war der maskierte Einbrecher erneut unterwegs. Dieses Mal soll er in ein Karate-Studio eingebrochen sein. Kampfsport hat er zwar keinen betrieben, dafür aber offenbar seine Fähigkeiten im lautlosen Eindringen weiter perfektioniert.
Danach ging es weiter zum nächsten Laden – diesmal auf der Suche nach Snacks. „Es ist wahrscheinlich sein dritter Einbruch“, erklärte Samantha Martin von der Tierschutzbehörde gegenüber der BBC. Der Waschbär wurde dabei erneut gesichtet, entkam aber jedes Mal, ohne gestellt zu werden.
Einbrüche mit Persönlichkeit
Tierexpertinnen und -experten zeigen sich wenig überrascht. Waschbären gelten als extrem intelligent, geschickt und hartnäckig. Dass sie in Mülltonnen, Garagen oder Vorratsräume eindringen, ist Alltag – nur landen die meisten dabei eben nicht im Alkoholregal.
„Der erste Einbruch könnte etwas in ihm ausgelöst haben“, meint Martin augenzwinkernd. Vielleicht habe der Waschbär gemerkt, dass das Leben außerhalb der Wildnis deutlich mehr Auswahl bietet als Beeren und Insekten.
Vom Problemfall zum Kulttier
Während die Behörden noch überlegen, wie man den tierischen Serien-Einbrecher künftig von weiteren Ausflügen abhält, hat der Landkreis längst reagiert – mit Humor. Unter dem Slogan „Trashed Panda“ werden T-Shirts verkauft, die den berühmten Waschbären feiern. Mit großem Erfolg: Über 200.000 US-Dollar kamen bereits zusammen. Das Geld soll dem örtlichen Tierheim zugutekommen.
Der Waschbär selbst wurde nach seinem ersten Abenteuer wieder in die Wildnis entlassen. Ob das eine gute Idee war, darüber lässt sich inzwischen streiten.
Und wie geht es weiter?
Ob als nächstes ein Fitnessstudio, ein Supermarkt oder doch ein Geldautomat auf dem Plan steht, ist unklar. Sicher ist nur: Dieser Waschbär hat dem Internet gezeigt, dass man auch ohne Smartphone viral gehen kann – mit einer guten Maske, schlechtem Timing und einer sehr fragwürdigen Getränkeauswahl.
Die tierische Einbruchserie ist damit wohl noch nicht beendet. Virginia bleibt wachsam. Und schließt vielleicht vorsorglich die Schnapsregale ab. 🦝🥃
(fd)