Supermärkte länger offen?

Änderungen bald möglich

(20.10.2026) Es soll nun doch Bewegung in die Debatte rund um längere Ladenöffnungszeiten kommen. Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) will die Öffnungszeiten zukünftig ausweiten. Das gilt für eigentümergeführte Geschäfte, in denen der Unternehmer selbst arbeitet. Außerdem wird vom Kurier berichtet, dass auch verlängerte Öffnungszeiten für personallose Nahversorgen und Smart Stores geplant sind. Die reichlich debattierten Sonntagsöffnungszeiten sind aktuell allerdings kein Thema.

Gegenüber dem Kurier hat Schellhorn betont: "Die Menschen leben längst im 21. Jahrhundert. Unsere Ladenöffnungszeiten müssen dort endlich ankommen". Dabei geht es auch darum, wie lebendige Ortskerne durch Nahversorger erhalten werden können. Laut Bericht werden die Vorschläge noch diese Woche den Regierungspartnern der SPÖ und ÖVP vorgelegt.

Auch Rewe will Bewegung bei Öffnungszeiten

Schon am Wochenende hat auch der österreichische Chef des Rewe-Konzerns, Marcel Haraszti, längere Öffnungszeiten gefordert. Ihm sind die aktuellen Öffnungszeiten eindeutig zu restriktiv. Der Konzern hat selbst auch eine Umfrage beauftragt, in der knapp drei Viertel der Befragten längere Öffnungszeiten für Nahversorger-Container bevorzugen würden. Rewe will auch in Geschäften längere Öffnungszeiten haben können.

Der Nahversorger-Container darf auch ohne Beschäftigte nur die üblichen 72 Stunden pro Woche geöffnet haben. Von den rund 1.000 Befragten stimmen fast 73 Prozent dafür, dass die Öffnungszeiten sich ausweiten und Selbstbedienungsmärkte auch nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen geöffnet haben dürfen.

Ausdehnung von 72 auf 78 Wochenstunden

Rewe-Chef Haraszti fordert außerdem ausgedehnte Öffnungszeiten bei den herkömmlichen Geschäften (Billa, BillaPlus, Bipa, Penny und Adeg). Diese sollen statt den aktuellen 72 Stunden pro Woche auf 78 Stunden ausgeweitet werden. WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik zeigt sich zuletzt offen für eine Debatte um längere Öffnungszeiten am Samstagabend sowie bis zu zehn offene Sonntage jährlich.

Kritik der Gewerkschaft

Die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, Barbara Teiber, kritisiert die neuen Pläne: "Was in 72 Stunden nicht eingekauft wird, wird auch in 78 Stunden nicht eingekauft". Laut ihr würden vor allem Frauen von diesen ausgedehnten Öffnungszeiten betroffen sein: Fehlende Betreuungsangebote am Sonntag und in den Randzeiten machen längere Öffnungen zur sozialen Zumutung", erklärt sie in einer Stellungnahme.

Gegenüber dem Kurier zeigt sich auch der Handelsriese Spar hingegen zufrieden mit den 72 Stunden sowie den aktuell geltenden Sonderregelungen.

(apa/ep)

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