Tattoos, um Narben zu verdecken

(16.02.2017) Tattoos gegen die Erinnerung: Eine russische Tätowiererin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Narben von Frauen zu überdecken, die missbraucht worden sind. Die Nachfrage ist riesig, denn häusliche Gewalt ist ein großes Thema in Russland. Rund 600.000 Frauen werden dort jedes Jahr geschlagen, aber die Gesetzeslage ist schwierig: Vielen Frauen, denen das passiert, wird einfach nicht geholfen! Mit dem Tattoo erhoffen sich viele, dass sie die Gewalt einfach vergessen können.

Tätowiererin Monika Weber:
"Das ist sinnvoll, weil man dann nicht jeden Tag die Narbe im Spiegel sieht, sondern einfach ein Tattoo. Das Erlebte zu vergessen ist ohnehin schon schwierig genug, aber immerhin muss man dann nicht durch die Optik ständig daran erinnert werden, was passiert ist."

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