Tirol: Achtung Lawinen!
Bundesheer rückt aus
(21.02.2026) Nach der Tiroler Lawinenserie am Freitag mit 33 Einsätzen durch Schneebretter mit vier Toten und zahlreichen medizinischen Versorgungen von Verletzten ist nach Anforderung der Landeswarnzentrale Tirol das Bundesheer Samstagfrüh zum Assistenzeinsatz für die Unterstützung der örtlichen Lawinenkommission ausgerückt. Durch die ausgerufene Lawinenwarnstufe vier war die Gefahr am Samstag von weiteren Schneewalzen ungebrochen groß.
Der Einsatz sei derzeit für Samstag bis 18.00 Uhr geplant, teilte das Bundesministerium für Landesverteidigung in einer Presseaussendung mit. Vorgesehen seien Erkundungsflüge zur Lagebeurteilung sowie Personentransporte der Bergrettung, die in weiterer Folge Lawinensprengungen und Windenbergungen durchführen soll. Der Hubschrauber AW169 verfüge über moderne Avionik, leistungsstarke Sensorik und eine Rettungswinde und eigne sich daher besonders für Einsätze im hochalpinen Gelände, hieß es.
Warnung des Lawinenwarndienstes
Am Samstagvormittag mahnte der Lawinenwarndienst Tirol nochmals eindringlich per Presseaussendung vor der aktuellen Wettersituation. Wintersportler könnten sehr leicht Lawinen auslösen. Die Gefahrenstellen seien zahlreich, sogar unterhalb der Waldgrenze. Es seien weiterhin Schneebretter zu erwarten, die wie am Freitag in St. Anton am Arlberg sehr vereinzelt sehr groß werden können. Mit dem Regen steige die Auslösebereitschaft von spontanen Lawinen markant an.
Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) appellierte in einer Pressemitteilung am Samstag ebenfalls an die Vernunft der Alpinsportler: "Berge verlangen nach Vorsicht und Eigenverantwortung!" 35 gemeldete Lawinenereignisse habe es am Freitag gegeben, 13 davon mit Personenbeteiligung. Für ihn habe die Sicherheit der Einsatzkräfte oberste Priorität, betonte Mattle.
(APA/KS)