Tirol: Elias (3) verhungert!
Tat der Eltern schockt das Land
(09.02.2026) Am heutigen Montag (9. Februar 2026) beginnt am Landesgericht Innsbruck ein Geschworenenprozess, der Tirol seit Monaten erschüttert: Ein Elternpaar (beide 27) muss sich wegen Mordes, Quälens und Vernachlässigens eines Unmündigen sowie Freiheitsentziehung verantworten. Ihr Sohn Elias starb laut Ermittlungen am 19. Mai 2024 in seinem Zuhause im Bezirk Kufstein an den Folgen schwerer Unterernährung und Flüssigkeitsmangel.
Worum es heute vor Gericht geht
Im Zentrum steht die Frage, ob die Angeklagten ihren Sohn – wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck vorwirft – vorsätzlich und über Monate so misshandelt und vernachlässigt haben, dass sein Tod „billigend in Kauf genommen“ bzw. gezielt herbeigeführt wurde. Laut Medienberichten beginnt der Prozess heute am Landesgericht Innsbruck.
Hinweis: Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Vorwürfe sind Anklageinhalt.
In einer Pressemitteilung schildert die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Anklage in drastischen Details: Demnach sollen die Eltern ihren im Februar 2021 geborenen Sohn seit Dezember 2023 über Monate isoliert, eingesperrt und misshandelt haben. Zudem wird ihnen vorgeworfen, ihn gezielt unterernährt und unzureichend mit Flüssigkeit versorgt zu haben.
Laut Staatsanwaltschaft wog Elias bei der Obduktion bei 94 cm Körpergröße nur noch knapp über 7 kg – „nicht einmal die Hälfte“ des zu erwartenden Gewichts.
Der Tod von Elias – die bekannten Eckdaten
- Todestag: 19. Mai 2024 tot im Bett aufgefunden; Vater verständigte Polizei
- Todesursache laut Ermittlungen/Medien: schwere Unterernährung und Flüssigkeitsmangel
- Anklagepunkte: Mord, Quälens und Vernachlässigens eines Unmündigen, Freiheitsentziehung
- Mögliches Strafmaß: bis lebenslang (bei Schuldspruch)
Der Fall stammt aus Ebbs (Bezirk Kufstein), einer Gemeinde im Unterinntal nahe der bayerischen Grenze. Laut dem Regionsprofil Statistik 2024 des Landes Tirol hatte Ebbs im Jahr 2024 insgesamt 5.929 Einwohner.
Wie es nach dem Prozessauftakt weitergeht
Da es sich um einen Geschworenenprozess handelt, entscheiden Geschworene über Schuld oder Unschuld. Im Laufe des Verfahrens sind u. a. Aussagen, Gutachten und die Beweiswürdigung zentral – insbesondere, ob und wie sich ein Tatvorsatz nachweisen lässt.
(fd)