Tirol: "Freerider" (18) ist tot

Im Schneehaufen erstickt

(17.02.2026) Tragischer Unfall im freien Skiraum: Ein 18-jähriger Österreicher ist am Dienstagvormittag im Skigebiet St. Anton am Arlberg tödlich verunglückt. Der junge Wintersportler kam im Variantenbereich „Maienplatt“ zu Sturz, blieb kopfüber im tiefen Pulverschnee stecken und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Trotz rascher Rettungskette und Tau-Bergung durch einen Notarzthubschrauber verstarb er später im Krankenhaus.

Sturz im freien Gelände

Der Unfall ereignete sich gegen 11.45 Uhr im freien Skiraum. Der 18-Jährige war gemeinsam mit zwei Freunden im Variantenbereich unterwegs. Laut ersten Informationen waren alle drei mit vollständiger Notfallausrüstung, darunter LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte), ausgestattet.

Der junge Mann fuhr als Letzter der Gruppe talwärts. In einem Rinnenbereich dürfte er nach bisherigen Erkenntnissen kopfvoran gestürzt sein. Aufgrund des tiefen, lockeren Neuschnees blieb er im sogenannten „Tree-Well- oder Snow-Immersion“-ähnlichen Szenario stecken – einer besonders gefährlichen Situation im Tiefschnee, bei der Betroffene kopfüber im Schnee eingeschlossen werden und sich oft nicht mehr selbst befreien können.

Freunde schlagen Alarm

Sein vorausfahrender Begleiter bemerkte den Sturz zunächst nicht. Erst nach einigen hundert Metern hielt er an, um zu warten. Als der 18-Jährige nicht auftauchte und auch telefonisch nicht erreichbar war, begann die Suche mit dem LVS-Gerät. Ein zufällig vorbeikommender Skiguide wurde auf die Situation aufmerksam. Gemeinsam mit einem weiteren Guide, der sich oberhalb im Gelände befand, konnte der Verunglückte schließlich lokalisiert werden.

Mit bloßen Händen ausgegraben

Der 27-jährige Skiguide begann sofort, den jungen Mann mit bloßen Händen aus dem Schnee zu graben. Zeitgleich setzte eine Begleiterin den Notruf ab. Weitere Helfer trafen ein, ehe es schließlich gelang, den 18-Jährigen zu befreien.

Die Crew des Notarzthubschraubers „Gallus 3“ führte unter schwierigen Bedingungen eine sogenannte Crashbergung mittels Tau durch. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus nach Zams gebracht. Trotz intensiver medizinischer Versorgung erlag der 18-Jährige dort seinen Verletzungen.

Lawinengefahr in Tirol erhöht

Am Dienstag herrschte in Teilen Tirols verbreitet Lawinengefahrenstufe 4 (groß). Auch wenn der aktuelle Unfall nach bisherigen Informationen nicht direkt durch eine Lawine ausgelöst wurde, gelten Tiefschnee und Variantenabfahrten bei hoher Gefahrenstufe als besonders riskant. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass neben Lawinen auch sogenannte Tiefschnee-Stürze eine erhebliche Gefahr darstellen können. Dabei geraten Wintersportler kopfüber in lockeren Schnee und ersticken innerhalb weniger Minuten, wenn keine rasche Hilfe erfolgt.

Ermittlungen laufen

Die Alpinpolizei hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden.

(fd/apa)

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