Touristen am Glockner gerettet

Schwerer Gleitschneebruch

(11.07.2023) Nur durch einen glücklichen Zufall hat es keine Todesopfer gegeben. In der Glocknergruppe im Salzburger Pinzgau sind gleich zehn unverletzte Alpinisten, die wegen eines Gleitschneebruchs nicht mehr weiter konnten, von einem Polizeihubschrauber an einem Tau ausgeflogen worden. Laut Polizei hatte die Gruppe sehr viel Glück. Hätten sich die mächtigen Schnee- und Eismassen, die mehrere hundert Höhenmeter in die Tiefe stürzten, nur kurze Zeit später gelöst, wären die Urlauber aus Bayern getroffen worden.

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Die gut ausgerüsteten Frauen und Männer im Alter von 41 bis 61 Jahren starteten ihre Tagestour um 6.00 Uhr oberhalb der Kapruner Stauseen vom Heinrich-Schwaiger-Haus aus auf den Gipfel des Großen Wiesbachhornes (3.564 Meter Seehöhe), den sie gegen 10.00 Uhr erreichten. Sie wollten über den Vorderen Bratschenkopf (3.401 m) und den ausgesetzten Steig der "Bratschen" in Richtung der bewirtschafteten Schwarzenberghütte (2.257 m) absteigen.

Schneemassen versperren den Weg

Als sie sich um 15.00 Uhr auf einer Seehöhe von 2.423 Meter im unteren Drittel der "Bratschen" befanden, lösten sich plötzlich seitlich oberhalb von ihnen Eis- und Schneemassen und versperrten den weiteren Abstieg über geneigte und ausgesetzte Felsplatten. Ein Mitglied der Gruppe setzte einen Notruf ab. Die Besatzung des Salzburger Polizeihubschraubers Libelle führte zusammen mit einem Alpinpolizisten aus Zell am See die Seilbergung der Touristen durch.

(fd/apa)

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