Trump riegelt Hotspots nicht ab

über 2.000 Tote in USA

(29.03.2020) In den USA ist die Zahl der Toten mittlerweile auf mehr als 2.100 gestiegen! Trotz der sich zuspitzenden Krise waren laut US-Präsident Donald Trump Überlegungen über eine Quarantäne der Corona-Hotspot-Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch.

Wie will Trump die Ausbreitung des Virus eindämmen?
Gestern hat Trump im Garten des Weißen Hauses verkündet, dass über eine "Quarantäne" für die Bundesstaaten New York und New Jersey und Teile von Connecticut nachgedacht werde, die zwei Wochen dauern könnte. Am Ende des Tages hat Trump dann aber via Twitter verkündet, dass eine Quarantäne doch nicht notwendig sei. Statt von vielen befürchtete drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu verhängen, stellt er einen Reisehinweis der Gesundheitsbehörde CDC in Aussicht.

Was bedeutet das?
Menschen in New York, New Jersey und Connecticut werden aufgefordert, in den kommenden 14 Tagen auf nicht notwendige inländische Reisen zu verzichten. Dies gelte nicht für Beschäftigte beispielsweise im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungsunternehmen oder in der Lebensmittelindustrie. Eine generelle Warnung für Inlandsreisen hat die Behörde CDC nicht ausgesprochen.

Reaktionen auf Trumps Quarantäne-Überlegungen
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo, der sich derzeit als Krisenmanager profiliert, hat gewarnt, dass eine solche Maßnahme wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge haben werde. Die Börsen würden "sinken wie ein Stein" und die Wirtschaft könnte sich Monate oder Jahre nicht davon erholen, so Cuomo.

Der Gouverneur von Connecticut, Ned Lamont, erklärt auf Twitter, in seinem Staat würden ohnehin weitreichende Ausgangsbeschränkungen gelten. Menschen, die reisen müssten, müssten sich in Quarantäne begeben.

Womit begründet Trump die Überlegungen der Regierung?
Trump beschwert sich, dass New Yorker mitten in der Krise nach Florida im Süden des Landes gereist sind- was seiner Aussage nach weder die Regierung noch viele Leute dort wollten. New York hat sich ja zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Gestern ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in New York, New Jersey und Connecticut zusammen bereits bei mehr als 62.000 gelegen und macht damit gut die Hälfte aller Infektionen in den USA aus. Cuomo erwartet den Höhepunkt der Infektionszahlen in zwei bis drei Wochen.

Ist New York vorbereitet?
Lokale Behörden haben immer wieder gewarnt, dass die Kapazitäten der Krankenhäuser dort nicht ansatzweise auf die Ansteckung weiter Teile der Bevölkerung vorbereitet seien. Es könnte zu Engpässen bei Beatmungsgeräten kommen. Lokalen Medien zufolge könnten die Kliniken in den kommenden Tagen erstmals punktuell an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Für Entlastung soll das Lazarettschiff "Comfort" mit seinen 1.000 Betten sorgen, das sich am Samstag vom Bundesstaat Virginia auf den Weg nach New York machte. Trump war persönlich beim Auslaufen dabei. "Ihr habt die unerschütterliche Unterstützung der gesamten Nation, der gesamten Regierung und des gesamten amerikanischen Volkes", sagt Trump an die New Yorker gerichtet.

Welche Maßnahmen gelten in der Millionenstadt?
Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind in der größten US-Stadt bereits geschlossen. Alle Bürger sind aufgerufen, Zuhause zu bleiben. "Nicht lebenswichtige" Einrichtungen und Firmen sind geschlossen.

(mt/apa)

LKW rast in Menge

US-Proteste

Polizeiautos fahren in Menge

Proteste in New York eskalieren

Landesweite Proteste in den USA

Nach Mord an George Floyd

Keine Masken mehr an Schulen

Ab Mittwoch

Affen klauen Corona-Blutprobe

Mediziner wurde attackiert

"Magier" betrog 450 Menschen

um 3,6 Millionen Euro

Mieter ertappt Einbrecher

und verfolgt ihn

Cupfinale: Salzburg - Lustenau

Titelmatch nach Corona-Pause