Trump will Iran-Kapitulation

"Bedingungslos"

(06.03.2026) Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land abschließen. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" hinauslaufen, forderte er am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Die USA und Israel hatten am Samstag mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

Trump schrieb weiter, die USA und ihre Verbündeten würden nach einer Kapitulation der Islamischen Republik dazu beitragen, den Iran "vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor". Zur Bedingung machte er die Ernennung eines "großartigen und akzeptablen Führers" oder mehrerer Führungsfiguren.

Trump will mitentscheiden

Am Donnerstag hatte Trump in Interviews erklärt, er wolle in die Entscheidung über einen Nachfolger für Khamenei eingebunden werden. Im Gespräch ist im Iran unter anderem Khameneis Sohn Mojtaba. Diesen lehnte der US-Präsident jedoch als "inakzeptabel" und "Leichtgewicht" ab.

Der Tod von Ayatollah Ali Khamenei hat ein Machtvakuum im Zentrum des Iran hinterlassen. Offiziell bestimmt der Expertenrat den neuen Revolutionsführer. In der Praxis dürfte sich entscheiden, welches Lager im Machtgefüge die Oberhand gewinnt. Neben Khameneis Sohn Mojtaba werden auch der schiitische Geistliche Sadegh Larijani, Ex-Präsident Hassan Rouhani und Hassan Khomeini, Enkel des Revolutionsgründers, als Optionen gehandelt.

(APA/KS)

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