Ukraine: Hilfsprojekt für Kinder

Ablenkung gegen den Krieg

(22.09.2023) Tato heißt Vater und im "Tato Hub" der ostukrainischen Stadt Kramatorsk bemühen sich Freiwillige um das Wohl der in dem Kriegsgebiet gebliebenen Kinder. "Viele schlafen schlecht, sie haben übergroße Angst vor Dunkelheit oder fürchten laute Geräusche", sagt Natascha, die sich als "Fall-Managerin" bei dem Hilfsprojekt engagiert. Oft würden auch schon Auffälligkeiten im Verhalten festgestellt.

Viele Kinder kämen aus Ortschaften, die Brennpunkte des Krieges seien. Ihre Familien haben sich vor den Kampfhandlungen in die Kleinstadt gerettet.

Hinter einer Tür wird gesungen, auf den Tischen stehen Spielzeuge und bunte Bastelarbeiten. "Damit wird die Feinmotorik geübt. Etwas mit den Händen machen, Sachen ausschneiden", sagt Natascha. Das Konzept dabei: "Mit Kunsttherapie soll den Kinder geholfen werden. Sie sollen lernen, psychosoziale Prozesse besser zu steuern und stabiler gegen Stress zu werden."

Durch den Krieg fehlt es den Kinder auch schnell an sozialen Kontakten. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Unterricht findet über das Internet statt. Freunde haben die Region oder das Land verlassen. Mehrfach am Tag ertönt Luftalarm. Beängstigend könnten auch die laut fahrenden Lastwagen, mitunter auch Panzer, sein.

Bachmut, die nach schweren Kämpfen zunächst an russische Truppen verlorene Stadt, liegt etwa 35 Kilometer Luftlinie entfernt und ist weiterhin umkämpft. In Kramatorsk selbst ertönt täglich mehrfach Luftalarm, wenn die Gefahr von Raketenangriffen besteht oder russische Militärflugzeuge ausgemacht werden.

Raus zum Spielen dürfen die Kinder während der Spielrunden im "Tato Hub" wegen der Gefahren nicht. Auch ist die maximale Zahl der kleinen Teilnehmer aus Sicherheitsgründen auf 15 Kinder in einer Gruppe beschränkt. Werden es mehr, muss die Gruppe geteilt werden. Die Eltern - ganz überwiegend die Mütter - sitzen vor der Tür und warten.

Strahlend kommen die Kleinen schließlich aus dem Raum. Es sind Mädchen wie die kleine Dascha, die sich einen Haarreif mit Katzenohren auf den Kopf gesteckt hat. Schön findet die Fünfjährige, dass hier gespielt wird und Späße gemacht werden. "Ich mag kleine Katzen und kleine Hunde", sagt sie an der Hand ihrer Mutter. Der Haarreif sei aber Schmuck, keine Verkleidung.

An der Wand hinter ihr hängt auch ein Plakat, auf dem vor Minen gewarnt wird. Der Chef der Einrichtung ist ausgebildeter Kampfmittelräumer, wird erklärt, und nutzt die Fotoabbildungen, um die Kinder auf die Gefahr vorzubereiten. Auch einen anderen Hilfsdienst bietet der "Tato Hub" an: Wer Kramatorsk als zu belastend oder gefährlich empfindet, kann eine Evakuierungsfahrt in Anspruch nehmen. Dann wird die Familie kostenlos aus dem frontnahen Osten weiter in die Mitte oder den Westen der Ukraine gebracht.

(APA/CD)

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