Unbeschrankte Bahnübergänge

5 Tote in 7 Tagen: Pass auf!

Warum gibt‘s noch immer so viele unbeschrankte Bahnübergänge? Seit letzter Woche sind insgesamt fünf Menschen bei Zusammenstößen mit Zügen gestorben. Die Lokführer trifft keine Schuld. In allen Fällen haben die Opfer den heranrasenden Zug übersehen bzw. ignoriert.

Dabei investieren die ÖBB jedes Jahr 25 Millionen Euro in die Sicherheit von Bahnübergängen. Seit dem Jahr 2000 hat man die Zahl der niveaugleichen Bahnübergänge sogar halbiert. Von rund 6.100 auf inzwischen nur noch knapp 3.000. ÖBB-Sprecher Daniel Pinka:
"Uns ist die Eisenbahnkreuzung, die es nicht gibt, am liebsten. Denn dort kann auch nichts passieren. Daher lösen wir - dort wo es geht - auch alle Bahnübergänge nach und nach auf."

Leider verlassen sich viele Auto- und Radfahrer blind auf die ihnen bekannten Zug-Fahrpläne und überqueren dann ohne zu schauen die Kreuzung. Pinka:
"Es gibt im Streckennetz der ÖBB keinen einzigen nicht gesicherten Bahnübergang. Es gibt immer ein Andreaskreuz, eine Lichtanlage oder eine Schrankenanlage. Wir können daher wirklich nur an alle Verkehrsteilnehmer appellieren: Bitte anhalten, nach links und rechts schauen und so sicherstellen, dass kein Zug kommt."

Auch die Sonneneinstrahlung darf nicht unterschätzt werden. So kann man leicht das Rotlicht übersehen. Florian Schneider vom Kuratorium für Verkehrssicherheit:
"Egal bei welchem Wetter, man soll immer stehen bleiben, in beide Richtungen schauen und auch die Scheibe runterlassen, um zu hören, ob ein Zug kommt."

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