Unruhen in Frankreich

Feuerwehrmann gestorben

(03.07.2023) Bei den Protesten in Frankreich ist in der Nacht auf Montag ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Wie Innenminister Gérald Darmanin im Onlinedienst Twitter mitteilte, starb der 24-Jährige in Saint-Denis nördlich von Paris beim Löschen brennender Fahrzeuge in einer Tiefgarage "trotz der schnellen Hilfe seiner Mannschaftskameraden". Drei Polizisten wurden verletzt. In der sechsten Nacht der Unruhen nach dem Tod eines 17-Jährigen bei einer Polizeikontrolle gab es 157 Festnahmen.

Das waren deutlich weniger als in den vorangegangenen Nächten. Der Zeitung "Le Parisien" zufolge brannten 297 Autos aus und an 34 Gebäuden wurde Feuer gelegt. Gemessen an den heftigen Unruhen der vergangenen Tage mit Hunderten brennenden Autos und Gebäuden sowie teils mehr als 1.000 Festnahmen während der Nachtstunden blieb es in der Nacht auf Montag relativ ruhig. Innenminister Darmanin hatte erneut auf eine massive Polizeipräsenz gesetzt. 45.000 Polizisten waren im ganzen Land im Einsatz, darunter auch wieder mit gepanzerten Fahrzeugen.

Seit dem Tod des 17-Jährigen Nahel durch eine Polizeikugel bei einer Verkehrskontrolle am vergangenen Dienstag wird Frankreich vor allem nachts von massiven Krawallen erschüttert. Wiederholt kam es zu Plünderungen, Brandanschlägen und gewaltsamen Konfrontationen zwischen Polizisten und Randalierern. Seit Beginn der Ausschreitungen gab es landesweit mehr als 3.000 Festnahmen.

Auch diesmal kam es wieder zu einigen Krawallen, etwa in Lyon, wo die Polizei gegen eine rechtsextreme Gruppe Tränengas einsetzte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gab Darmanin erneut die Anweisung, entschlossen vorzugehen und Krawallmacher so schnell wie möglich festzunehmen.

In einem emotionalen Appell hatte sich auch die Großmutter des Jugendlichen einen Rückgang der Gewalt gewünscht, dessen Tod die Unruhen vor fast einer Woche ausgelöst hatte. "Zum Glück sind die Polizisten da. Die Leute, die gerade etwas kaputt machen, denen sage ich: 'Hört auf'." Die Randalierer hätten ihren 17 Jahre alten Enkel, der von einem Polizisten erschossen worden war, "als Vorwand genommen", sagte sie am Sonntag dem Sender BFMTV. Sie sei zwar wütend auf den Beamten, wolle aber nicht verallgemeinern. Der Polizist werde bestraft werden wie jeder andere auch. "Ich habe Vertrauen in die Justiz." Die Menschen auf den Straßen sollten ruhig bleiben und nicht alles kaputt machen.

(APA/CD)

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