Unwetter in Österreich

5 Menschen tot

(18.08.2022) (update 04:00)

Zugverbindungen unterbrochen

Nach dem großflächigen Ausfall des Zugverkehrs wegen des heftigen Unwetters gibt es weiter Streckenunterbrechungen in Teilen der Steiermark und Kärntens. Aufräum- und Reparaturarbeiten seien in vollem Gange, zahlreiche Behinderungen dank des Einsatzes der ÖBB-Reparaturteams bereits behoben worden, teilte das Unternehmen in der Nacht auf Freitag mit. Gesperrt bleiben die Strecken Leoben bis Friesach bzw. St. Michael bis Wald am Schoberpass den ganzen Freitag bis Mitternacht.

Ab voraussichtlich Samstag Betriebsbeginn sind diese Strecken wieder eingleisig befahrbar. Die Fernverkehrszüge (Rail- bzw. Nightjet) von Wien nach Venedig und retour werden am Freitag über Salzburg umgeleitet.

Die Fernverkehrszüge von Wien nach Villach bzw. von Graz bis Selzthal entfallen am Freitag. Passagiere werden gebeten, Alternativverbindungen über Salzburg bzw. den Nahverkehr zu benutzen. Schienenersatzverkehr wurde zwischen Leoben und Friesach und zwischen St. Michael und Wald am Schoberpass eingerichtet.

(update 22:00)

Tausende Haushalte ohne Strom

Das schwere Unwetter, das in anderen Bundesländern fünf Menschen das Leben gekostet hat, ist Donnerstagnachmittag auch über einen Großteil der Steiermark gezogen. Beinahe im ganzen Bundesland wurden zahlreiche Schäden an Stromleitungen gemeldet. Zwischenzeitlich waren mehr als 80.000 Haushalte ohne Strom. In der Gaal im Bezirk Murtal holten Einsatzkräfte Dutzende Personen, darunter auch Kleinkinder, teils mit Hilfe von Hubschraubern aus Gefahrenbereichen.

(update 20:15)

Fünf Menschen tot

Eine Unwetterfront ist am Donnerstag von Westen her über weite Teile Österreichs gezogen, die Folgen sind enorm. In St. Andrä im Lavanttal in Kärnten wurden auf einem Freizeitareal am See zwei Kinder von umstürzenden Bäumen erschlagen und elf Personen verletzt, zwei davon schwer. Ebenfalls ein umgestürzter Baum kostete in Gaming (NÖ) drei Menschenleben. Große Schäden entstanden an der Infrastruktur, die ÖBB stellten den Verkehr in Kärnten, Osttirol und der Steiermark ein.

Mädchen waren 4 und 8 Jahre alt

Bei den beiden Todesopfern am St. Andräer See handelte es sich um Mädchen im Alter von vier und acht Jahren aus dem Bezirk Wolfsberg. Unter den Verletzten befanden sich weitere fünf Kinder, teilte die Polizei bei einem Pressegespräch am Abend mit. Das Kriseninterventionsteam war im Einsatz.

3 Tote in Niederösterreich

In Gaming (Bezirk Scheibbs) wurden Donnerstagnachmittag drei Menschen durch einen umgestürzten Baum getötet, das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben im Bereich der Zellerrain Straße. Die Ermittlungen zur Klärung der Identität der Opfer waren im Gang, teilte Chefinspektor Johann Baumschlager der APA mit.

(update 17:50)

Zwei Kinder getötet

Bei einem schweren Unwetter in St. Andrä im Lavanttal sind am Donnerstagnachmittag zwei Kinder ums Leben gekommen. Wie das Rote Kreuz in einer Aussendung mitteilte, gibt es mindestens zehn verletzte Personen, darunter mehrere Schwerverletzte. Laut ersten Angaben der Polizei waren mehrere Bäume am St. Andräer See umgestürzt. Der Einsatz war am frühen Abend noch im Gange, die Rede ist von völlig chaotischen Zuständen im Bezirk Wolfsberg. Rotes Kreuz und Feuerwehr stehen im Großeinsatz, neben zahlreichen Rettungsfahrzeugen waren auch zwei Hubschrauber und mehrere praktische Ärzte an Ort und Stelle.

Unwetter hatten am Donnerstagnachmittag bereits zu Problemen auf Straßen in Kärnten und der Steiermark geführt: Sturmböen warfen Bäume um, sie blockierten an mehreren Stellen die Autobahnen A2 und A9. Besonders betroffen war der Osten Kärntens und der obersteirische Bezirk Liezen, hier standen die Feuerwehren am frühen Abend noch im Einsatz. Bei Griffen (Bezirk Völkermarkt) stürzten gleich mehrere Bäume auf die Südautobahn (A2) in Richtung Italien. Der Verkehr wurde deshalb bei Wolfsberg Süd von der Autobahn abgeleitet und floss über die Packer Straße (B70). Wegen umgestürzter Bäume gesperrt war auch die Auf- und Abfahrt Bad St. Leonhard nördlich von Wolfsberg, teilten Polizei und Asfinag mit. "Es sind zwischen Wolfsberg und Griffen sicher an die 30 Bäume umgestürzt", erklärte Autobahnmeister Robert Schrammel in einer Aussendung, "wir haben die Stämme im ersten Schritt mit einem Lkw und Schneepflug von der Fahrbahn geschoben." Im Anschluss werden die Bäume von den Feuerwehren so zerkleinert, dass sie von einem Holzunternehmen abtransportiert werden können. Mittlerweile breitet sich die Front auch nach Niederösterreich aus.

Laut Asfinag kam es auf der Südautobahn zu einem Stromausfall, weshalb die Tunnelkette Pack auf der A2 in beiden Richtungen gesperrt wurde. Betroffen war auch die Pyhrnautobahn (A9) in der Steiermark - Klauser Tunnel und die Tunnelkette Lainberg mussten gesperrt werden, meldete der ÖAMTC. Ein Baum stürzte bei der Mautstelle Gleinalm auf die Fahrbahn, die A9 war daher in Richtung Graz gesperrt. Der Verkehr wurde ab St. Michael über die Semmering Schnellstraße (S6) und die Brucker Schnellstraße (S35) umgeleitet. Auch zwischen Kalwang und Treglwang sorgen umgestürzte Bäume für eine Sperre in Richtung Norden/Voralpenkreuz.

Im obersteirischen Bezirk Liezen meldeten die Feuerwehren ebenfalls zahlreiche Einsätze wegen Unwetterschäden: Bäume waren auf Straßen gestürzt und hatten die Verkehrswege blockiert, hieß es seitens des Bereichsfeuerwehrkommandos Liezen. Besonders heftig war das Unwetter im Gebiet zwischen Gröbming und Treglwang bzw. Admont, so die Feuerwehren. In Stainach sei ein Dach abgedeckt worden. Am Nachmittag standen vorerst rund 150 Männer und Frauen im Hilfseinsatz. Die Bereichswarnzentrale wurde aufgrund der hohen Anzahl an eingehenden Notrufen vorsorglich mit Disponenten nachbesetzt. Mit Stand 17.00 Uhr waren dann auch 21 Wehren des Bereiches Leoben im Unwettereinsatz. In Spielberg im Bezirk Murtal musste die Eröffnungspressekonferenz zum MotoGP-Wochenende wegen eines Stromausfalls in Folge des Unwetters unterbrochen werden.

(fd/apa)

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