Unwirkliche Schönheiten

Junge Menschen in Gefahr!

(05.02.2024) Mit nur ein paar Klicks hab ich unser Titelbild von einer perfekten Schönheit erstellt. Stell du dir mal vor, wenn man sich stundenlang damit beschäftigt, was alles möglich ist! In der Fantasie und mit KI geht alles, nur in der echten Welt sieht halt niemand so aus. Mehr als jeder zweite Jugendliche (51 Prozent) würde gerne trotzdem etwas an seinem Körper ändern. Das zeigt eine am Montag in Wien präsentierte Studie der Initiative Safer Internet. Demnach sehen zwei von drei Jugendlichen einen Zusammenhang zwischen Schönheitsidealen und Fotos in den sozialen Medien, hieß es auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) strich dabei auch die Gefahr durch KI-Bilder im Netz hervor.

Bei der im Vorfeld des heurigen "Safer Internet Day" am 6. Februar vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation ÖIAT und den Internet Service Providers Austria (ISPA) präsentierten repräsentativen Studie wurden im vergangenen Dezember rund 400 junge Menschen von elf bis 17 Jahren zum Thema "Schönheitsideale im Internet" online befragt, sowie weiters Fokusgruppen durchgeführt. Dabei zeigten sich 70 Prozent zumindest "eher zufrieden" mit ihrem Aussehen. Fast zwei Drittel aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer (61 Prozent) postet regelmäßig Fotos von sich im Internet. 54 Prozent nutzen dabei spezielle Licht- oder Handywinkel, weitere 41 Prozent bearbeiten Fotos mit Filtern. Damit wollen Jugendliche laut Studie unter anderem Schönheit (68 Prozent), Style (64 Prozent), Schlankheit (54) oder Sex-Appeal (34 Prozent) ausstrahlen.

Dabei sei der befragten Altersgruppe durchaus der Zusammenhang zu sozialen Medien bewusst, wie Safer-Internet-Projektleiter Matthias Jax konstatierte. So finden 71 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass Fotos und Videos in den sozialen Medien zu Vergleichen mit anderen Gleichaltrigen führten. Fast drei Viertel (74 Prozent) attestierten Beauty- und Fitness-Influencern einen großen Einfluss und 65 Prozent waren der Ansicht, dass Social Media generell einen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung ausübten. Über ein Viertel (27 Prozent) betonte die negativen Folgen und gab an, sich nach dem Scrollen durch die diversen Social-Media-Feeds schlecht zu fühlen.

Trotz dieses "theoretischen Bewusstseins", wie es auf der Pressekonferenz hieß, könnten sich die Jugendliche nur schwer vom Einfluss der sozialen Medien lösen. So hat mehr als ein Viertel schon einmal über eine Schönheits-OP nachgedacht. Rund die Hälfte (53 Prozent) gibt an, aufgrund entsprechender Bilder bereits etwas am eigenen Aussehen geändert zu haben und ebenso viele Jugendliche haben Produkte auf Empfehlung von Influencerinnen und Influencern gekauft. Doch Jugendliche hätten nicht nur mit unrealistischen Schönheitsidealen zu kämpfen, sondern müssten auch befürchten, wegen ihres Aussehens beleidigt zu werden. 74 Prozent der Befragten haben eine solche Situation schon einmal beobachtet.

Jugendstaatssekretärin Plakolm betonte vor diesem Hintergrund: "Es braucht mehr Realität statt Fake-Fotos in den sozialen Medien." Alle seien gefordert ehrlicher mit dem eigenen Aussehen umzugehen, hieß es. Aktuell strömten nicht nur bearbeitete Bilder in das Internet, sondern auch mittels Künstlicher Intelligenz hergestellte Fotos junger Menschen. "KI-Bilder von Menschen, die nicht einmal existieren, halte ich für eine Gefahr, wenn wir über Schönheitsideale junger Menschen reden", so Plakolm. Sie wolle sich daher für eine EU-weite Kennzeichnungspflicht von KI-Fotos von Fake-Menschen in sozialen Medien starkmachen, erklärte sie auf der Pressekonferenz.

(fd/apa)

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