Update zum Ibiza-Video

Steckt ein Wr. Anwalt dahinter?

Die Frage aller Fragen beschäftigt nicht nur in Österreich vermutlich jeden interessierten Menschen. Wer steckt eigentlich nun hinter dem Ibiza-Video?

Der KURIER verfolgt hier eine heiße Spur, die zu einem Wiener Anwalt führt.

Der Kurier schreibt: Die zentrale Figur der Geschichte ist ein Anwalt (Name der Redaktion bekannt, Anm.) mit Kanzlei in der Wiener Innenstadt. Wie der KURIER erfahren hat, soll der Anwalt mit der Video-Affäre um Strache und Gudenus in Verbindung stehen. Schon früher soll er nicht nur einem PR-Berater der schwarzen Reichshälfte angeblich belastendes Material gegen FPÖ-Granden angeboten haben.

Der Anwalt soll es auch gewesen sein, der die vermeintliche Oligarchen-Nichte und ihren Mittelsmann namens Julian Thaler mit Gudenus zusammengebracht hat: „Eine Immobilienmaklerin, die mit uns seit Langem befreundet ist, hat angerufen und gesagt, da interessiert sich jemand für euer Jagdgrundstück“, behauptet Gudenus im Gespräch mit dem KURIER. Damit kam der Wiener Anwalt ins Spiel. „Der Anwalt hat dann den weiteren Kontakt gelegt, hat mir bestätigt, dass die Identitäten der Herrschaften echt sind. Er hat mir eine Passkopie der Lettin gezeigt. Das war ja ein EU-Pass“, erzählt Gudenus.

Und weiter, schreibt der Kurier:

„Thaler war als Kompagnon der Dame dabei, er sagte, er komme aus München“, behauptet Gudenus. „Der Wiener Anwalt und er sagten auch, sie seien alte Freunde.“ Den weiteren Kontakt soll immer wieder der Mann aus München gehalten haben. „Die Anbahnung dauerte rund ein halbes Jahr, es gab mehrere Treffen, die sind anscheinend nach Wieneingeflogen“, behauptet Gudenus. Im Nachhinein gesehen sei „allein der schauspielerische Aufwand für diese Inszenierung“ enorm gewesen.

Der Kurier hat den Anwalt auch angeschrieben

Als erster über die Vorgeschichte berichtete am gestrigen Dienstag Gert Schmidt auf seiner Homepage (eu-infothek.com). Publizist Schmidt, bekannt als Kämpfer gegen das illegale Glücksspiel, ist bloß ein Bekannter von Gudenus. Der KURIER wollte die Schilderungen des Ex-Freiheitlichen bei dem Wiener Rechtsanwalt verifizieren. Doch das eMail des KURIER beantwortete dieser nicht selbst, sondern der Anwalt des Anwalts.

„Ich ersuche namens meines Mandanten um Verständnis, dass dieser aufgrund von Verschwiegenheitsverpflichtungen für ein Gespräch nicht zur Verfügung stehen kann“, teilte der Wiener Rechtsprofessor Richard Soyer dem KURIER mit. „Bitte beachten Sie strikt, dass mein Mandant keine Zustimmung zu identifizierender Berichterstattung erteilt.“

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