USA-Unterstützung für Ukraine

Selenskyj bei Biden

(22.12.2022) US-Präsident Joe Biden hat seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj größtmöglichen Beistand bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zugesichert. Es sei für ihn wichtig, zu wissen, "dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden (...), um seinen Erfolg zu sichern", sagte Biden am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington. Er kündigte weitere finanzielle, militärische und humanitäre Unterstützung an.

Russlands Präsident Wladimir Putin sei in der Ukraine bereits gescheitert und werde wieder scheitern, so Biden weiter. Selenskyj sei bereit, "sein Leben für sein Land zu geben". Biden will seinem ukrainischen Amtskollegen bei der Entscheidung über den Zeitpunkt für Friedensgespräche mit Russland freie Hand lassen. "Jetzt ist die Zeit, in der wir diesen Präsidenten in die Lage versetzen müssen, entscheiden zu können, wie er den Krieg beenden will", so Biden. Selenskyj wiederum sprach sich erneut gegen territoriale Kompromisse aus. Er schlage einen globalen Friedensgipfel vor, bei dem es um die Herstellung der territorialen Unversehrtheit und internationalen Ordnung gehen müsse.

Selenskyj war am Mittwochnachmittag (Ortszeit) zu seiner ersten bekannten Auslandsreise seit Beginn des russischen Angriffskriegs in den USA eingetroffen. Bereits vor dem Besuch hatten die USA die Lieferung eines Patriot-Flugabwehrsystems an die Ukraine bekanntgegeben. In dem neuen Paket sind den Angaben nach auch weitere Unterstützung für die Luftverteidigung sowie zusätzliche Munition und wichtige Ausrüstung enthalten. Das Luftverteidigungssystem Patriot kann Flugzeuge, Marschflugkörper, Drohnen und Raketen auch in größerer Entfernung abwehren.

Dafür dankte Selenskyj Biden: Dies werde den Luftraum der Ukraine vor weiteren "Terrorangriffen" des russischen Militärs auf die ukrainische Infrastruktur schützen. "Das wird unsere Flugabwehr bedeutend stärken", so Selenskyj. Das US-System werde die Ukraine sicherer machen, die Menschen und die von Russland angegriffene Energie-Infrasturktur des Landes schützen. "Das ist sehr bedeutend", sagte Selenskyj.

Er sei in den USA, um den Amerikanern für die Unterstützung zu danken. Es gehe für ihn bei dem Besuch vor allem darum, die Ukraine zu stärken für ihren Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit. Jeder Dollar Hilfe aus den USA für die Ukraine diene auch der globalen Sicherheit. "Wir müssen diesen Winter überleben", betonte Selenskyj. Zugleich forderte er, dass Russland zur Verantwortung gezogen werde müsse für seine Kriegsverbrechen. Auf die Frage, was er nun noch an Hilfe von den USA wünsche, sagte Selenskyj: Noch mehr Patriot-Systeme.

Die USA sind der wichtigste Verbündete im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion. Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Biden im Jänner 2021 stellten die USA Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von knapp 22 Milliarden US-Dollar bereit. Die US-Regierung hatte früh öffentlich vor einem Angriff Russlands auf die Ukraine gewarnt und sich dabei auf Geheimdienstinformationen berufen. Seit Beginn der Invasion haben die USA und ihre Verbündeten Russland mit harten Sanktionen belegt.

(APA/CD)

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