Verstörender Faschingsumzug

Rassismus-Eklat in Tirol

(14.03.2023) Schwarzbemalte Tiroler spielen Sklaven? In Thaur gehört der verstörende Faschingsumzug mit rassistischen Darstellungen bereits seit Jahren zur „Tradition“.

Ein Video vom Umzug 2022 sorgt jetzt für Entsetzen: Es zeigt dunkel angemalte Männer in Ketten, die für einen Umzug Sklaven mimen.

Die Männer sind bis auf Stoffstücke um die Hüfte nackt und aneinandergekettet. Umgeben sind sie von einer Gruppe weißer Männer mit Trommeln und einem selbstgebastelten Plüschkamel. Teilweise werden die „Sklaven“ auch ausgepeitscht, das zeigt ein Video vom Faschingsumzug in Thaur in Tirol vom 16. Februar letzten Jahres.

Beschwerden über die Gruppe gingen bei der Meldestelle der Antirassismus-Arbeit Tirol (ARA) ein. Miriam Hill, Leiterin von ARA Tirol, kritisiert die Bilder scharf: „Hier werden Menschen, die gesellschaftlich leider immer noch marginalisiert sind und nicht die gleichen Rechte haben, menschenverachtend dargestellt“. Mit Fasching habe das nichts mehr zu tun.

Bedenken wegen einer möglichen rassistischen Darstellung oder „Blackfacing“ haben die Veranstalter jedoch nicht. Es handle sich bei der Gruppe und dem Kamel um eine „langjährige Tradition“, erklärten die „Thaurer Muller“. Sie sind erstaunt, dass manche Zuschauer hier Rassismus orten würden: "In unserem Menschenverständnis gibt es den Begriff des Rassismus nicht, da wir von einem einheitlichen Menschenbegriff ausgehen." Beim Thema Blackfacing wurde auf Soldaten im Militär verwiesen, die sich zur Tarnung ebenfalls das Gesicht schwarz anmalen würden.

(JS)

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