Vorarlberg, Tirol, Salzburg

Aufräumen nach Unwettern

(29.08.2023) Die Wetterlage hat sich am Dienstag in Österreich zusehends beruhigt: So konnten in Tirol die Zivilschutzwarnungen für die Unterländer Bezirksstadt Schwaz und die Gemeinde Kramsach aufgehoben werden. Eine leichte Entspannung der Situation vermeldeten die Behörden auch in anderen Bundesländern. Die Lage werde aber weiter beobachtet, hieß es.

In Tirol war die Ötztaler Bundesstraße (B 186) von Umhausen bis Ötztal Bahnhof ab Dienstag, 5.00 Uhr wieder in beide Richtungen befahrbar. Die Gemeinde Sölden war indes weiter nicht erreichbar. Eine Luftbrücke solle eingerichtet werden. Das hintere Ötztal ist übers Timmelsjoch erreichbar. Auch die Mieminger Straße (B 189) am Holzleitensattel bleibt nach einem Erdrutsch Dienstagfrüh vorerst weiter gesperrt. Auf der Westbahnstrecke ist zwischen Imst-Pitztal und Schönwies bis Dienstag, 18.00 Uhr, kein Zugverkehr möglich. Die Brennerstrecke zwischen Innsbruck und dem Bahnhof Brenner soll ebenfalls ab 18.00 Uhr wieder freigegeben werden. Die Hochwasserschutzeinrichtungen werden nun tirolweit rückgebaut, informierte das Land.

Im benachbarten Vorarlberg stabilisierten sich am Dienstag die Abflussmengen des Alpenrheins, wobei nichtsdestotrotz noch von enormen Wassermengen die Rede war. Diese führten dazu, dass allein am Montag der Bodensee-Pegel um etwa 40 Zentimeter anstieg und Dienstag noch einmal über 25 Zentimeter dazukamen. Damit der Bodensee um nur einen Zentimeter zulegt, braucht es 5,4 Millionen Kubikmeter Wasser. Durch den großen Sprung übertraf der Pegel erstmals seit Anfang Mai wieder die Vier-Meter-Marke und lag Dienstagmittag mit 408 Zentimeter um 19 Zentimeter über dem langjährigen mittleren Wasserstand.

Der Dauerregen machte etliche Einsätze der Feuerwehren notwendig, besonders betroffen waren nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle die Kummenbergregion und der Bezirk Dornbirn. In der Mehrzahl der Fälle ging es aufgrund des stark angestiegenen Grundwasserpegels um voll gelaufene Keller, aber auch einzelne kleinere Hangrutschungen wurden gemeldet. Übergelaufene Gewässer machten auch Straßensperren notwendig, so waren die Riedstraße zwischen Lustenau und Wolfurt und die Achfurt in Dornbirn zunächst nicht befahrbar.

Lage entspannt sich in Salzburg

In Salzburg gingen die Pegelstände der betroffenen Flüsse und Bäche seit Montagabend zurück. Die Aufräumarbeiten begannen indessen. Wichtige Straßenverbindungen wie die B311 bei Schwarzach im Pongau und die B159 beim Pass Lueg sind wieder geöffnet, auch das Großarltal, Gasteinertal und Rauris sind wieder erreichbar.

Besonders stark betroffen war auch ein Gewerbegebiet in St. Johann. Feuerwehrleute und Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes hätten verhindern können, dass dort Wasser eindringt und Schadstoffe in die Salzach gelangen. In Mittersill (Pinzgau) mussten drei Personen per Drehleiter vorsorglich aus Häusern geborgen werden, weil die Benützung einer Brücke zu gefährlich gewesen wäre. In Niedernsill (Pinzgau) wurden rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Pfadfinderlagers am Montag in Sicherheit gebracht.

Im Bezirk Perg wurde gegen 03.00 Uhr in der Früh in Saxen und Reitberg die Zivilschutzwarnung ausgelöst, da es beim Pumpwerk Dornach zu einem rasanten Anstieg des Wasserstandes kam. In Mauthausen wurde die Warngrenze des Donaupegels überschritten. Auch Linz hat sich auf ein mögliches Hochwasser vorbereitet. Der mobile Hochwasserschutz wurde aufgebaut und das Urfahraner-Jahrmarktgelände gesperrt. Am Dienstag waren in der Stadt die Alte Innbrücke, der Leonhard-Kaiser-Weg, der Parkplatz Schiffsanlegestelle und zahlreiche Rad- und Spazierwege - darunter auch die Innlände - für den Verkehr gesperrt. Im Bezirk Perg wurde gegen 3 Uhr in Saxen und Reitberg die Zivilschutzwarnung ausgelöst, da es beim Pumpwerk Dornach zu einem rasanten Anstieg des Wasserstandes kam. In Mauthausen wurde die Warngrenze des Donaupegels überschritten. Auch Linz hat sich auf ein mögliches Hochwasser vorbereitet. Der mobile Hochwasserschutz wurde aufgebaut und das Urfahraner-Jahrmarktgelände gesperrt.

In Kärnten hat der Landeskrisenstab in Sachen Unwettern noch keine Entwarnung für die betroffenen Gebiete in Kärnten gegeben. Seit Montag hatte es mehr als 100 Feuerwehreinsätze mit rund 850 Kräften gegeben, große Schadensereignisse seien aber ausgeblieben. Die Lage besonders in Bleiburg (Bezirk Völkermarkt) werde laufend beobachtet. Laut Geosphere Austria könnte in den kommenden Stunden noch der Südosten des Landes betroffen sein.

In Niederösterreich gaben die Behörden am Dienstag grundsätzlich Entwarnung hinsichtlich eines Anstieges der Donaupegel. Zwar rechne man mit einem Erreichen der Scheitelwerte für Dienstag sowie die kommende Nacht, danach sollen die Pegelstände jedoch zurückgehen, hieß es von Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Die Feuerwehr erwarte darum keine großflächigen Überschwemmungen.

(fd/apa)

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