Wegen Helm disqualifiziert

200k Dollar Entschädigung

(17.02.2026) Nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Bewerben ist der ukrainische Athlet Wladyslaw Heraskewytsch (27) nach eigenen Angaben wieder in seiner Heimat angekommen. In sozialen Medien veröffentlichte er ein Video, das ihn in Kiew zeigen soll. In der Ukraine wird er unterdessen als Symbolfigur gefeiert – und erhält nun auch eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 200.000 US-Dollar. Wie der ukrainische Fußballklub Schachtar Donezk mitteilte, stammt die Summe vom Vereinsbesitzer Rinat Achmetow. Der Betrag entspricht dem staatlichen Preisgeld, das die Ukraine im Falle eines Olympiasiegs auszahlt.

„Wlad Heraskewytsch wurde die Möglichkeit verwehrt, bei den Olympischen Spielen um den Sieg zu kämpfen, doch er kehrt als wahrer Sieger in die Ukraine zurück“, erklärte Achmetow in einer offiziellen Stellungnahme. „Der Respekt und Stolz, den er sich durch sein Handeln unter den Ukrainern verdient hat, sind die höchste Belohnung.“

Disqualifikation wegen politischer Botschaft

Heraskewytsch war bei den Winterspielen in Italien kurz vor Beginn der Skeleton-Wettkämpfe von der Teilnahme ausgeschlossen worden. Grund war ein Streit um seinen Wettkampfhelm. Dieser zeigt die Porträts von mehr als 20 ukrainischen Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs ums Leben gekommen sind.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte den Helm als Verstoß gegen die Olympische Charta gewertet. Diese untersagt politische Botschaften und Meinungsäußerungen an olympischen Wettkampfstätten sowie bei offiziellen Zeremonien. Nachdem der zuständige Weltverband IBSF den Athleten ausgeschlossen hatte, bestätigte auch der Internationale Sportgerichtshof CAS die Entscheidung in einem Eilverfahren. Heraskewytsch hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, aus seiner Sicht keinen Regelverstoß begangen zu haben.

Kritik am IOC und Video aus Kiew

In einem Video, das ihn vor der Sophienkathedrale in Kiew zeigen soll, meldete sich der 27-Jährige nach seiner Rückkehr zu Wort. Er machte die anhaltenden russischen Angriffe für die dunkle Kulisse verantwortlich und verwies auf die schwierige humanitäre Lage in seinem Land.

Zugleich kritisierte er die schrittweise Rückkehr russischer Athleten in internationale Wettbewerbe. Das IOC mache sich „zum Komplizen“, wenn es bei russischer Propaganda mitspiele, schrieb Heraskewytsch. In einem weiteren Beitrag erklärte er: „Trotz der Stromausfälle ist daheim immer noch der beste Ort.“

Symbolfigur in einem politisch aufgeladenen Umfeld

Der Fall Heraskewytsch verdeutlicht erneut die Spannungen zwischen Sport und Politik seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Während internationale Sportverbände bemüht sind, politische Neutralität zu wahren, sehen viele ukrainische Athleten ihre Teilnahme am internationalen Sport als untrennbar mit der politischen Realität ihres Landes verbunden.

In der Ukraine selbst wird Heraskewytsch inzwischen vielfach als moralischer Sieger betrachtet. Die finanzielle Unterstützung durch Achmetow unterstreicht diese öffentliche Wahrnehmung. Ob und wie sich der Fall auf zukünftige Entscheidungen des IOC im Umgang mit politischen Symbolen auswirken wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Debatte um die Grenzen von Meinungsfreiheit im olympischen Kontext ist neu entfacht.

(fd/apa)

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