Weinstein verprügelt

Gefängnis: Einsamkeit & Gewalt

(12.03.2026) Der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein, der wegen mehrerer Sexualverbrechen eine langjährige Haftstrafe absitzen muss, spricht erstmals ausführlich aus dem Gefängnis über sein Leben hinter Gittern. In einem Interview berichtet er von Einsamkeit, abgebrochenen Beziehungen und einem brutalen, blutigen Angriff durch einen Mithäftling.

Der 73-jährige Harvey Weinstein hat in seinem ersten Interview aus der Haft über Isolation und Gewalt im Gefängnis gesprochen. Gegenüber dem Branchenmagazin „The Hollywood Reporter“ schilderte er, dass er seit seiner Inhaftierung kaum noch Kontakt zu früheren Freunden und Weggefährten habe. Weinstein sitzt derzeit im Gefängnis auf Rikers Island in New York City und verbüßt eine 16-jährige Haftstrafe wegen diverser Sexualverbrechen.

Besonders schmerzhaft sei für ihn der Kontaktabbruch mit zahlreichen früheren Bekannten aus der Filmbranche. „Ich wünschte, Jeffrey Katzenberg würde meinen Anruf annehmen. Ich wünschte, Ted Sarandos würde es tun oder Bradley Cooper. Ich vermisse diese Menschen nicht nur geschäftlich – da war mehr als das“, sagte Weinstein. Gleichzeitig zeigt er Verständnis für die Distanz vieler früherer Kontakte: „Ich bin Cancel-itis. Giftig. Wenn du meinen Anruf annimmst, wirst du selbst gecancelt.“ Er fügte hinzu: „Ich verstehe das. Ich erwarte nicht, dass jemand für mich seine Karriere zerstört.“ Nicht nur Kollegen haben den Kontakt zu Weinstein abgebrochen, sondern auch Familienmitglieder.

Neben der Isolation berichtete der 73-Jährige auch von einem gewalttätigen und blutigen Vorfall im Gefängnis. „Als ich einmal darauf wartete, das Telefon benutzen zu können, fragte ich den Mann vor mir, ob er fertig sei. Er stand auf und schlug mir hart ins Gesicht. Ich fiel zu Boden und blutete überall. Ich war schwer verletzt.“ Auf die Frage von Beamten, wer ihn angegriffen habe, habe er keine Angaben gemacht. „Man darf kein Verräter sein. Das ist das Gesetz des Dschungels.“

Fall nicht abgeschlossen

Juristisch ist der Fall weiterhin nicht abgeschlossen. Der Schuldspruch aus dem Jahr 2020, in dem er wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe zu 23 Jahren Haft verurteilt worden war, wurde 2024 aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Nun wird ein weiterer Anklagepunkt erneut vor Gericht verhandelt, bei dem sich die Jury im vorherigen Verfahren nicht einigen konnte. Ein Gericht in New York City setzte den neuen Prozessbeginn auf den 14. April fest. Damit muss sich Harvey Weinstein erneut wegen eines Vorwurfs schwerer Sexualverbrechen verantworten.

(mk)

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