Weiteres Hochwasser droht

Verkehrschaos befürchtet

(05.08.2023) In den Überschwemmungsgebieten Südösterreichs ist weiterhin keine Entspannung in Sicht. Besonders gefährdet war St. Paul im Lavanttal (Bezirk Wolfsberg), wo die Behörden am Samstag eine weitere Hochwasserwelle erwarteten. Vorsorglich waren dort 70 Haushalte evakuiert worden. Im steirischen Leibnitz musste ein Seniorenheim evakuiert werden. Für Samstag wurde zudem Chaos im Urlaubsverkehr befürchtet, weil die wichtigste Autobahn durch Slowenien an die Adria unterbrochen ist.

Kritisch war die Lage in Viktring, einem südlichen Vorort der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Dort musste die Feuerwehr am Abend ein Rückhaltebecken auspumpen, das überzulaufen drohte. Auch in der Ferlacher Ortschaft Waidisch wurden die Bewohner von vier Häusern in Sicherheit gebracht. In Kärnten wurde für neun Gemeinden in den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg Zivilschutzwarnung gegeben, in den Gemeinden St. Paul im Lavanttal und Loibach Zivilschutzalarm.

Pensionistenheim evakuiert

In der Steiermark wurde für die Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz und Südoststeiermark Zivilschutzwarnung gegeben, in fünf Gemeinden Katastrophenalarm. In der Nacht auf Samstag musste auch ein Seniorenheim in Leibnitz evakuiert werden. Insgesamt 27 Bewohner seien in Notunterkünfte gebracht worden. Im nahe gelegenen Ort Heimschuh mussten zuvor Menschen sogar mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Nach einem Dammbruch konnten zwei Personen nur per Seil mit einem Helikopter gerettet werden.

Sorge vor Verkehrschaos

Mit Sorge wurde indes die Verkehrslage beobachtet. Auf der ohnehin stark belasteten Karawankenautobahn (A11) könnte es am Samstag zu massiven Staus im Urlauberverkehr kommen. Es war nämlich unwetterbedingt nicht nur die Ausweichstrecke über den Loiblpass zwischen Klagenfurt und Ljubljana gesperrt, sondern auch die slowenische Autobahn A1 in Richtung Wien. Sie ist die wichtigste Transitroute durch Slowenien und wird von vielen Kroatien-Urlaubern aus Ostösterreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei benutzt.

In Slowenien waren zahlreiche Landesteile von katastrophalen Überschwemmungen betroffen, darunter auch Vororte der Hauptstadt Ljubljana. Besonders kritisch war die Lage in der Region Koroška in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Überschwemmungsgebieten Kärntens und der Steiermark.

(APA/CD)

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