Weniger Arbeitsplätze durch KI

Programmierer arbeitslos?

(19.03.2024) Früher war man fest davon überzeugt, dass Programmieren ein Pflichtfach in Schulen sein sollte. Heute spricht man von einem Verlust der Notwendigkeit.

ChatGPT und GitHub Copilot sind der Anfang vom Ende der Programmierung

Als die Entwicklerorganisation OpenAI im November 2022 das Sprachmodell ChatGPT herausbrachte, waren nicht nur Schriftsteller, sondern auch Programmierer schockiert. Dieses Werkzeug kann nicht nur Texte wie Reden, Gedichte und Essays verfassen, sondern auch Computercodes. ChatGPT kann verschiedene Programmiersprachen wie Python, Javascript und Java verstehen. Man gibt ihm eine Aufgabe, und dann spuckt es Sekunden später Code aus, den man in Computersysteme einfügen kann. Es kann zum Beispiel eine Webseite in HTML erstellen, die einen Lebenslauf zeigt, oder ein Tic-Tac-Toe-Spiel in C++ programmieren. ChatGPT kann auch menschliche Sprache in Programmiersprache übersetzen. Aber neben ChatGPT gibt es auch andere Programme wie GitHub Copilot oder Amazon Codewhisperer, die auf Knopfdruck Codevorschläge machen. Man kann sich das wie die Autocomplete-Funktion in Messengerdiensten oder E-Mail-Programmen vorstellen. Die Hälfte des von Copilot generierten Codes kommt bereits von künstlicher Intelligenz. Brauchen wir also noch Programmierer, wenn die KI den Code schreiben kann und Computer sich selbst programmieren können?

Künstliche Intelligenz statt menschlicher

Es gibt einen Rückgang an Arbeitsplätzen im Gange. Große Unternehmen wie Facebook, Google und Bosch haben in den letzten Monaten viele Entwickler entlassen. Hochqualifizierte Software-Ingenieure, die vor ein paar Jahren ihre Arbeitgeber aussuchen konnten, haben plötzlich Angst um ihre Jobs. In der Tech-Branche breitet sich die Sorge vor Arbeitsplatzverlust aus. Nvidia-Boss Jensen Huang hat diese Sorgen weiter angeheizt. Auf dem World Government Summit in Dubai sagte er vor kurzem: "Unsere Aufgabe ist es, die Computertechnologie so zu entwickeln, dass niemand mehr programmieren muss.“

Huang ist der Meinung, dass Kinder nicht mehr programmieren lernen müssen. Jeder auf der Welt sei jetzt ein Programmierer. Matt Welsh, ein ehemaliger Programmierer von Google und Apple, hat in einem Kommentar für die Fachzeitschrift "Communications of the ACM" im letzten Jahr geschrieben: "Programmieren wird obsolet." Sein Argument: Software werde größtenteils von KI-Systemen ersetzt.

Es ist eine kontroverse Thematik

Es ist noch nicht lange her, dass führende Köpfe im Silicon Valley das Programmieren als die wichtigste Fähigkeit für die digitale Ära betrachteten. Bootcamps und Hackathons wurden veranstaltet, und die einflussreiche Lobbyorganisation Code.org drängte Schulen dazu, Programmieren in den Lehrplan aufzunehmen. Prominente wie Mark Zuckerberg, Bill Gates und Barack Obama riefen öffentlich dazu auf, Programmieren zu lernen. Und jetzt? Ist das Programmieren schon wieder altmodisch? Sollten Kinder und Jugendliche noch lernen, wie man komplizierte Programmiersprachen wie C++ verwendet, wenn die KI den Code schreiben kann? Die Kritik an Huangs Äußerungen ließ nicht lange auf sich warten. Zu sagen, dass Kinder nicht mehr programmieren lernen müssen, ist ungefähr so, als würde der CEO eines Taschenrechnerherstellers fordern, Mathematikunterricht abzuschaffen, schrieb ein Nutzer auf der Plattform X. "Wir brauchen keine Sprachen zu lernen, weil wir Übersetzungssoftware haben", spitzte ein anderer zu. Programmieren ist eine Form des kritischen Denkens, und wenn man das an Computer delegiert, verlieren wir Autonomie. Außerdem wächst die Sorge vor einem Verlust an Kompetenzen durch KI-Systeme.

Es gab in der Geschichte immer wieder Fähigkeiten, die Menschen verlernt haben oder die aufgrund technischen Fortschritts überflüssig wurden. Dass junge Menschen heute nicht mehr wissen, wie man einen Rechenschieber benutzt oder einen Pullover strickt, mag bedauerlich sein, aber digitale Kompetenzen sind wichtig. Wenn man ein Auto fährt, bedient man im Grunde einen rollenden Hochleistungsrechner, der Millionen von Zeilen Programmcode enthält. Ähnlich wie ein Fahrassistenzsystem dem Fahrer hilft, kann ein Programmierassistent die Produktivität von Entwicklern steigern. Die Frage ist nur, welchen Preis wir dafür zahlen müssen.

(VH)

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