Wieder Fahndung nach Seisenbacher

(13.09.2017) Das Bundeskriminalamt fahndet auf seiner Homepage ab sofort wieder nach Peter Seisenbacher! Der Spitzensportler ist ja aus der Auslieferungshaft in Kiew entlassen worden, obwohl ihm in Österreicher mehrfacher sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen wird. Warum genau, das ist nicht völlig geklärt.

Das österreichische Justizministerium wartet noch immer auf Antworten aus Kiew. Es wird gerätselt, ob die Verjährungsfristen in der Ukraine auch eine Rolle spielen könnten. Die sind nämlich bei Sexualverbrechen deutlich kürzer als in Österreich.

Seisenbacher dürfte aber wohl wegen eines peinlichen Fehlers wieder frei sein. Offenbar dürfte in Kiew kein Dolmetscher anwesend gewesen sein. Somit sind dem Österreicher seine Rechte offenbar nicht übersetzt worden.

Rechtsexperte Anwalt Johannes Schriefl:
“Wenn dies innerhalb einer bestimmten Frist nicht passiert, dann ist der Untersuchungshäftling tatsächlich freizulassen. Das wäre in Österreich genauso. So ein Fehler sollte natürlich nicht passieren.“

Das österreichische Justizministerium fordert jedenfalls seine Auslieferung. Ministeriumssprecherin Britta Tichy-Martin:
"Wir haben alle Unterlagen an das Justizministerium in der Ukraine geschickt und auch sofort ein Ersuchen um Auslieferung gestellt. Seitens der Ukraine ist auch kein Nachfragen gekommen, dass noch irgendwelche ergänzenden Informationen benötigt werden."

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