Wien: Gebühren steigen

Wasser, Kanal, Müll ab 2027

(20.08.2026) Wien erhöht die Gebühren für Wasser, Kanal und Müll um bis zu 4,6 Prozent. Die neuen Preise werden laut der Stadt ab Jänner 2027 gelten. Die Maßnahme basiert auf dem geltenden Valorisierungsgesetz. Dieses sieht vor, dass jeweils zur Jahresmitte geprüft wird, ob der Verbraucherpreisindex (VPI) seit der letzten Erhöhung um drei Prozent oder mehr gestiegen ist. Bei den genannten Gebühren ist dies der Fall.

Zuletzt erfolgte die an den Verbraucherpreisindex (VPI) gekoppelte Valorisierung in den betreffenden Bereichen Anfang 2025. Seither hat sich der Wert bei Wasser und Abwasser um 4,6 Prozent erhöht. Der Tarif für die Müllabfuhr ist um 4,5 Prozent angestiegen. Somit wird nun entsprechend angehoben.

Keine Anhebung bei Parkgebühren

Konkret steigt der Preis für einen Kubikmeter Wasser um 10 Cent. Statt bisher 2,27 Euro sind damit künftig 2,37 Euro zu berappen. Ähnlich ist das Plus bei der Kanalgebühr. Diese steigt von 2,49 auf 2,60 Euro, also um 11 Cent.

Das Parken ist zuletzt 2026 teurer geworden. Hier wurde der Schwellenwert nicht überschritten, teilte die Stadt mit. Für kommendes Jahr wurde darum keine Preiserhöhung verkündet.

Im Rathaus wird betont, dass die Einnahmen direkt in die städtische Infrastruktur fließen. Allein in die Wasserversorgung werde jährlich 130 Mio. Euro investiert, heißt es. Das öffentliche Kanalnetz werde zudem bis 2031 um insgesamt 380 Mio. Euro saniert bzw. ausgebaut.

Kritik der Opposition: Gebührenerhöhung belastet Haushalte

Kritik an den Gebührenerhöhungen kam von der Wiener Volkspartei. "Mit den heute bekannt gewordenen Gebührenerhöhungen rollt ab 2027 die nächste Belastungswelle auf die Wiener Haushalte und Betriebe zu", so ÖVP-Landesparteiobmann Markus Figl. Die Mehrbelastung betrage insgesamt rund 42 Millionen Euro. Die Volkspartei forderte von der rot-pinken Stadtregierung, anstelle von höheren Einnahmen bei den eigenen Ausgaben anzusetzen.

Ähnliche Worte fanden die Wiener Freiheitlichen: "Für die SPÖ ist die Valorisierung ein bequemer Vorwand, um den Wienern noch tiefer in die Tasche zu greifen. Tatsache ist: Die Bürger zahlen ohnehin schon enorme Summen an Steuern und Abgaben. Jetzt kommt die nächste Belastungswelle", kritisierte FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp in einer Aussendung.

SPÖ: Anpassung sichert Investitionen

Die SPÖ verteidigte die Erhöhungen. "Wer eine lebenswerte Millionenstadt wie Wien verlässlich am Laufen halten will, muss auch dafür sorgen, dass ihre Infrastruktur langfristig funktioniert. Sauberes Trinkwasser, eine sichere Kanalisation und eine leistungsfähige Müllentsorgung sind keine Selbstverständlichkeit, sondern zentrale Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Genau diese Qualität sichern wir auch für die Zukunft ab", erklärte der Wiener SPÖ-Gemeinderat und Vorsitzende des Finanzausschusses Christian Deutsch.

Die Anpassung erfolge auf Grundlage des geltenden Valorisierungsgesetzes und orientiere sich an der Entwicklung des Verbraucherpreisindex. "Die Opposition versucht, aus einer gesetzlich geregelten und nachvollziehbaren Inflationsanpassung eine vermeintliche Belastungswelle zu konstruieren", so Deutsch. Das ändere aber "nichts an den Fakten". Denn die Valorisierung sichere die Daseinsvorsorge in Wien und schaffe Planbarkeit. Damit werde auch verhindert, dass notwendige Anpassungen jahrelang aufgeschoben werden "und anschließend plötzlich große Preissprünge notwendig werden", so Deutsch.

(APA/CD)

Gaspreis steigt stark

Wegen Iran-Krieg

Tel Aviv: Chaos am Flughafen

Spontaner Gepäckstreik

Hundebiss: Besitzerin gefunden

Attacke ignoriert

Jugendkriminalität: "Auszeit-WG"

"gefängnisähnliche Unterbringung"

70.000 Impfdosen gegen Ebola

Für die DR Kongo

Fans für Infantinos Rücktritt

Petition gegen FIFA-Chef

Neue Angriffe auf die Ukraine

Viele Tote in Kiew

Nationalbank warnt vor Betrug

115 Millionen Euro Schaden