Wien im Raketenradius?
Europa alarmiert nach Angriff!
(23.03.2026) Nach einem überraschenden Raketenangriff des Iran wächst auch in Europa die Sorge: Könnten künftig sogar Städte wie Wien im Zielradius liegen? Ein Angriff am Wochenende deutet erstmals auf eine deutlich größere Reichweite hin als bisher bekannt.
Angriff mit bisher ungeahnter Reichweite
Die iranischen Streitkräfte feuerten laut internationalen Berichten zwei Raketen auf den Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean ab. Die Insel liegt rund 4.000 Kilometer vom Iran entfernt. Zwar verfehlten beide Geschosse ihr Ziel, dennoch gilt der Angriff als weitester bekannter Raketenabschuss in der Geschichte der Islamischen Republik.
Für Experten ist das ein deutliches Signal: Die tatsächlichen Fähigkeiten des iranischen Raketenprogramms könnten über die bisher angenommenen Grenzen hinausgehen.
Wien theoretisch im Zielradius
Bislang ging man davon aus, dass iranische Raketen maximal etwa 2.000 Kilometer Reichweite haben. Der Angriff auf Diego Garcia stellt diese Annahme nun infrage. Sollte sich bestätigen, dass der Iran tatsächlich über Systeme mit einer Reichweite von rund 4.000 Kilometern verfügt, würden auch europäische Städte wie Wien, Berlin oder Rom theoretisch in den Zielkorridor rücken.
Ob diese Reichweite dauerhaft verfügbar ist oder es sich um eine spezielle Modifikation handelt, ist derzeit allerdings unklar.
Irans Raketenprogramm seit Jahrzehnten ausgebaut
Das iranische Raketenprogramm reicht mehr als 40 Jahre zurück und wurde nach dem Iran-Irak-Krieg systematisch aufgebaut. Ziel war vor allem eine militärische Abschreckung gegenüber den USA und Israel. Moderne Systeme wie „Sejil“, „Emad“ oder „Khorramshahr-4“ gelten als besonders leistungsfähig. Sie können schwere Sprengköpfe transportieren und haben sich in den vergangenen Jahren technisch stark weiterentwickelt – vor allem bei Reichweite und Präzision.
Militärbasis als strategisches Ziel
Der angegriffene Stützpunkt Diego Garcia ist ein zentraler Militärstandort der USA und Großbritanniens. Von dort aus können Bomber, Kriegsschiffe und Truppen schnell in den Persischen Golf verlegt werden.
Welche Rakete konkret eingesetzt wurde, ist laut Experten derzeit noch unklar. Möglich ist sowohl eine modifizierte bestehende Rakete als auch ein bisher nicht bekanntes System.
Droht Europa wirklich Gefahr?
Die Aussagen sorgen auch politisch für Spannungen. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu warnte, der Iran könne künftig „tief nach Europa vordringen“. Sicherheitsexperten halten direkte Angriffe auf europäische Städte derzeit jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Der Iran verfolgt laut Beobachtern eine Strategie gezielter Abschreckung und reagiert vor allem auf militärische Aktionen gegen das eigene Land. Solange europäische Staaten nicht aktiv in den Konflikt eingreifen, gilt ein Angriff als wenig wahrscheinlich.
Abschreckung statt Angriff
Analysten beschreiben die iranische Militärdoktrin als klar kalkuliert. Vergeltung erfolge nach dem Prinzip „Auge um Auge“, jedoch nicht wahllos. Ziel sei es vor allem, Gegner abzuschrecken und politische Kosten zu erhöhen – nicht jedoch, neue Fronten ohne direkten Anlass zu eröffnen.
(fd/apa)