Wien: Passanten attackiert

Simone Lugner auch Opfer

(28.01.2026) Jener Mann, der im Vorjahr Baumeister-Witwe Simone Lugner mit dem Tod bedroht hatte und dafür freigesprochen worden war, soll kurz darauf mehrere schwere Gewalttaten in Wien begangen haben. Nun ist klar: Der 30-Jährige wurde wegen paranoider Schizophrenie in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig.

Drei brutale Angriffe auf Zufallsopfer

Wie die Staatsanwaltschaft Wien und ein aktuelles Gerichtsurteil zeigen, ging der Mann im Oktober 2025 völlig willkürlich auf mehrere Menschen los. Am 3. Oktober attackierte er im Andre-Heller-Park in Floridsdorf einen 60-jährigen Mann, der ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass Radfahren dort verboten sei. Der Angreifer schlug mehrfach mit der Faust zu, trat weiter auf sein Opfer ein und schlug ihm schließlich mit einer Holzlatte auf den Kopf, als der Mann bereits verletzt am Boden lag.

Der Mann erschien weder zu den angesetzten Verhandlungstagen noch zu einer psychiatrischen Begutachtung. Das Gericht verhandelte schließlich in Abwesenheit und sprach ihn frei. Der Richter argumentierte, es habe an einer konkreten Waffe oder einer eindeutigen Geste gefehlt. „Das nunmehrig angeklagte Verhalten bestätigt die große Verwunderung über den damaligen Freispruch“, kommentiert Lugners Anwalt Florian Höllwarth die späteren Gewalttaten.

Paranoide Schizophrenie und hohe Gefährlichkeitsprognose

Ein mittlerweile erstelltes psychiatrisches Gutachten zeichnet ein klares Bild: Der Mann leidet seit Jahren an paranoider Schizophrenie. Laut Sachverständiger Sigrun Roßmanith war er zum Tatzeitpunkt zurechnungsunfähig. Er habe sich verfolgt und angegriffen gefühlt und entsprechend reagiert.

Hinzu kommt, dass der 30-Jährige seine Medikamente lange Zeit nicht einnahm und stattdessen exzessiv Cannabis konsumierte. Erst seit seiner Festnahme erhält er regelmäßig Medikamente, mittlerweile auch in Form einer Depotspritze. Die Gefährlichkeitsprognose sei jedoch „sehr hoch“. Eine bedingte Entlassung komme derzeit nicht infrage.

Unterbringung auf unbestimmte Zeit

Das Schöffengericht ordnete seine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum an – auf unbestimmte Zeit. Damit endet ein Fall, der nach dem umstrittenen Freispruch im Lugner-Prozess erneut Fragen zur Gefährlichkeit und zum Umgang mit psychisch schwer erkrankten Tätern aufwirft.

(fd/apa)

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